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St. Galler Kantonal übergewichten


17.03.2004
Raiffeisen Centrobank

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bewerten die Aktie der St. Galler Kantonalbank (ISIN CH0011484067 / WKN 632296) mit "übergewichten".

Die St. Galler Kantonalbank (SGKB) biete das volle Spektrum an Finanzdienstleistungen einer Universalbank an. Der Geschäftsschwerpunkt liege jedoch im risikoarmen Hypothekar- (ca. 70% der Aktiva entfalle auf Hypothekarforderungen) und Privatkundengeschäft. Im Kanton St. Gallen halte die Bankengruppe die führende Marktposition mit einem Marktanteil von ca. 30%. Das niedrige Risikoprofil werde sowohl durch niedrige jährliche Risikokosten von ca. 15-20 bp als auch durch den geringen Anteil der Non-Performing Loans an den Kundenausleihungen untermauert. Die zukünftige Entwicklung sei jedoch durch weiterhin hohen Wettbewerbsdruck, niedrige Wachstumsraten und sinkende Nettozinsmargen belastet. Die Stabilität im Geschäftsmodell zeige sich auch in der unterdurchschnittlichen Bedeutung des Handelsergebnisses an den Betriebserträgen (ca. 4% in den letzten 5 Jahren).


Die Strategie der SGKB bestehe darin, das Geschäftsmodell durch ein verstärktes Wachstum im Private Banking auf eine breitere Basis zu stellen. Die ersten Schritte seien mit der Gründung der St. Galler Vermögensberatung (2001), dem Kauf der Hyposwiss (2002) und der Übernahme der Bank Thorbecke (2003) gesetzt worden. Die verwalteten Kundenvermögen seien dadurch auf CHF 25,3 Mrd. gestiegen. Neben der Ausschöpfung des Wachstumspotenzials über verstärktes Cross-Selling im Privat- und Geschäftskundenbereich würden die Analysten auch weitere Akquisitionen erwarten. Der Anteil des Kommissions- und Dienstleistungsgeschäfts sollte mittelfristig auf 50% der Betriebserträge anwachsen.

Die St. Galler Kantonalbank werde auf Basis der Gewinnschätzungen mit einem KGV 2004e von 14,0 bzw. 2005e von 13,2 bewertet. (Bewertungsabschlag zur Peer Group von ca. 20%). Die erwartete Dividendenrendite 2004e betrage 3,1% vs. 2,6% im Median der Peer Group. Die Wertpapierexperten hätten einen fair value der Aktie von CHF 315 errechnet. Weiteren Bewertungsspielraum in der Aktie sehe man bei erfolgreicher Umsetzung der Wachstumsstrategie im Private Banking sowie bei der weiteren Erhöhung des Streubesitzes in der Aktie.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank stufen die St. Galler Kantonalbank-Aktie in einer Ersteinschätzung mit "übergewichten" ein.




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