|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Julius Bär marktgewichten 11.03.2004
Zürcher Kantonalbank
Die Analysten der Zürcher Kantonalbank stufen die Aktie von Julius Bär (ISIN CH0012083009 / WKN 865625) mit "marktgewichten" ein.
Mit dem Reingewinn 2003 von CHF 81,9 Mio. habe Julius Bär den Markt enttäuscht und eine Verkaufswelle bei den Aktien ausgelöst. Addiere man jedoch die unerwarteten Sonderkosten im zweiten Halbjahr zum Ergebnis, liege der Reingewinn mit CHF 118,9 Mio. rund 3% über den Analysten-Erwartungen. Im Vergleich zu den Zahlen anderer Vermögensverwalter habe Julius Bär 2003 gut abgeschnitten, wobei der Neugeldzufluss größtenteils im US-Fund-Geschäft erzielt worden sei und die übrigen Bereiche weniger überzeugt hätten. Die Herausforderung, im Private Banking nachhaltige Neugeldzuflüsse zu erzielen - im 2. Halbjahr hätten sie wieder ins Negative gedreht - bleibe im heutigen wettbewerbs- und regulationsintensiven Umfeld riesig.
An der vorsichtigen Analysten-Haltung bei den Schweizer Vermögensverwaltern, welche sich aus den schwierigen Rahmenbedingungen ergeben habe, halte man grundsätzlich fest. Seit der letzten Studie im Januar würden die Analysten jedoch auch positive Entwicklungen bei Julius Bär erkennen. So seien unterdessen die zwei damals noch hängigen Entscheide bezüglich der Leitung des Asset-Managements sowie der Frage der ITPlattform gefällt worden. In Bezug auf die Erträge, die Neugelder sowie den operativen Gewinn sehe man Verbesserungen im 2. Halbjahr 2003. Die Gewinnausschüttung (Dividende und Aktienrückkauf) werde künftig nochmals erhöht.
Neben dem daraus resultierenden positiven Effekt für die Aktionäre werde dadurch auch das Akquisitionsrisiko reduziert. Vorsichtig würden die Kosten stimmen. Das Management distanziere sich unterdessen vom bisherigen, von den Analysten jedoch immer als aggressiv beurteilten Kostenziel 2004 von CHF 600 Mio. Dies hänge teilweise mit den geplanten Investitionen in die neue IT-Plattform "Avaloq" von CHF 120 Mio. zusammen.
Man fühle sich jedoch darin bestätigt, dass sich steigende Erträge bei Banken schnell auch in höheren Kosten (Personalbestand, Boni) niederschlagen würden. Die Bär-Aktien hätten seit der Rückstufung im Dezember 2000 den Bankensektor um 47% unterboten. Die Bewertungsprämie von 30% habe sich in den letzten Wochen abgebaut. Die Reingewinnschätzung 2004 liege im Rahmen der vom Management als realistisch erachteten CHF 230 Mio. und impliziere einen um 12,2% höheren operativen Gewinn.
Obwohl die Aktien von Julius Bär kurzfristig weitere Gewinnschätzungssenkungen verdauen müssen, haben die Analysten der Zürcher Kantonalbank ihre Einstufung antizyklisch auf "marktgewichten" erhöht. Risiken sehe man insbesondere in einer Verschlechterung des Finanzmarktumfelds.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|