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Lloyds TSB Marketperformer 10.03.2004
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von Lloyds TSB (ISIN GB0008706128 / WKN 871784) mit "Marketperformer" ein.
Lloyds TSB habe im vergangenen Geschäftsjahr 2003 bei Erlösen von 9,91 Mrd. GBP (+11%) und operativen Aufwendungen von 5,17 Mrd. GBP (+5%) ein um 66% gestiegenes Vorsteuerergebnis von 4,35 Mrd. GBP verzeichnet. Bereinigt um einmalige Effekte sei der Vorsteuergewinn auf Konzernebene im Vorjahresvergleich um 4% auf 3,38 Mrd. GBP gesunken. Nach Steuern und Minderheitsanteilen ergebe sich auf unbereinigter Basis ein Überschuss von 3,25 Mrd. GBP.
Die Risikovorsorge habe binnen Jahresfrist um 8% auf 950 Mio. GBP gesenkt werden können. Die Sparte UK Retail Banking and Mortgages habe unter Berücksichtigung einer Rückstellung von 200 Mio. GBP für aus Fehlberatungen resultierende Schadensersatzzahlungen einen Beitrag von 1,02 Mrd. GBP (+1%) geleistet. Erfreulich habe sich hier insbesondere das Geschäft mit Kreditkarten sowie mit Privat- und Hypothekendarlehen entwickelt. Der Geschäftsbereich Insurance und Investments habe dagegen ein um 11% gesunkenes Vorsteuerergebnis von 1,09 Mrd. GBP hinnehmen müssen.
Die dritte Sparte, Wholesale and International Banking, habe eine Steigerung des Vorsteuerüberschusses um 74% auf 2,20 Mrd. GBP verbucht. Hier habe die britische Großbank von Sondererträgen aus Verkäufen von Randaktivitäten profitiert. Allein der Verkauf der National Bank of New Zealand habe einen Gewinn vor Steuern von 921 Mio. GBP eingebracht. Daneben seien das Brasilien- und Frankreich-Geschäft veräußert worden. Unter Berücksichtigung einer Schlussdividende von 23,5 Pence ergebe sich eine exakt auf Vorjahresniveau liegende Gesamtdividende von 34,2 Pence.
Mit einer Eigenkapitalrendite nach Steuern von 38,5% im Gesamtjahr 2003 gehöre Lloyds TSB zu den profitabelsten Banken in Europa. Die Cost-Income-Ratio habe sich um 3,1-Prozentpunkte verbessert. Für das zweite Halbjahr 2004 erwarte Vorstandschef Eric Daniels eine anziehende Geschäftsentwicklung, von der die Bank profitieren sollte. Eine Gewinnprognose sei nicht abgegeben worden. Nachdem Lloyds TSB im vergangenen Jahr noch über ein Aktienrückkaufprogramm nachgedacht habe, rücke die Bank nun offensichtlich von diesem Vorhaben ab. Wie Daniels mitgeteilt habe, wolle man mögliche Überschüsse vielmehr für Akquisitionen auf dem britischen Heimatmarkt einsetzen.
Nachdem Lloyds in 2003 bereits die Verkäufe einiger Randbereiche abgeschlossen habe, sollten nun auch die Aktivitäten in Guatemala, Honduras und Panama für 47 Mio. GBP abgestoßen werden. Das Vorhaben werde derzeit von den zuständigen Regulierungsbehörden geprüft. Im Januar habe der erst 18 Monate zuvor angetretene Finanzvorstand Philip Hampton nach Meinungsverschiedenheiten mit CEO Daniels die Bank verlassen. Nachfolgerin werde per 26.04.2004 die ehemalige Finanzchefin des britischen Unternehmens Kingfisher plc, Helen Weir sein.
Die Zahlen für 2003 würden auf den ersten Blick solide wirken, die Ergebnissteigerung sei jedoch im Wesentlichen auf Einmaleffekte zurückzuführen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn sei sogar leicht zurückgegangen. Auch die Hoffnungen der Investoren auf einen Aktienrückkauf hätten sich zerschlagen. Die Aktie leide zudem unter fehlender Wachstumsfantasie.
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bestätigen ihre "Marketperformer"-Einschätzung für Lloyds TSB-Aktie.
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