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Kraft Foods abwarten 28.01.2004
Wegelin & Co.
Nach Ansicht der Analysten von Wegelin & Co. sollten Anleger mit einem Einstieg in die Aktie von Kraft Foods (ISIN US50075N1046 / WKN 655910) abwarten.
Ein Kraftakt koste vielen Arbeitskräften die Stelle, wie anlässlich der Ergebnispublikation für das 4Q03 zu vernehmen gewesen sei. Doch der Reihe nach: Der nordamerikanische Nahrungsmittelriese habe im abgelaufenen Quartal 50 Cents pro Aktie verdient und damit die erwarteten 49 Cents übertroffen. Der Umsatz habe um 6,2% auf 8,33 Mrd. US-Dollar gesteigert werden können, womit die Marktvorgabe von 8,09 Mrd. US-Dollar überboten worden sei. Allerdings habe die Umsatzsteigerung den Ursprung beim schwachen Greenback gefunden (internationales Geschäft). Die "Shipments" seien nämlich nur um 1,1% gestiegen. Die Bruttomarge sei von 38,7% auf 37,2% gesunken.
Der seit einigen Wochen als alleiniger CEO amtierende Roger Deromedi (die Doppelbesetzung des CEO-Postens sei im Dezember 2003 aufgegeben worden) habe dann mit dem erwähnten Kraftakt vor die Finanzgemeinde getreten: 6.000 Stellen sollten gestrichen, 20 Werke geschlossen und die Marketingbemühung massiv gesteigert werden. Ziel der Rosskur sei es, Kraft Foods in den Kernaktivitäten wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Zuerst würden jedoch Kosten im Umfang von 1,2 Mrd. US-Dollar anfallen. Ab dem Jahr 2006 würden Einsparungen von 400 Mio. US-Dollar veranschlagt.
Vorerst werde der Kraftakt die Nettoleistung negativ tangieren. So werde für das Geschäftsjahr 2004 ein Gewinn pro Aktie von 163 bis 170 Cents veranschlagt (inklusive anfallende Reorganisationskosten im Umfang von 30 Cents pro Aktie). Der Marktkonsens habe bis dato auf 201 Cents Gewinn pro Aktie gelautet. Das Umsatzwachstum solle 3% betragen (auf konstanter Wechselkursbasis).
Für das 1Q04 werde ein Gewinn pro Aktie von 32 bis 35 Cents budgetiert (inklusive 10 Cents Sonderaufwendung). Die Wall Street habe mit 47 Cents gerechnet (vor Sonderaufwendung). Die Angaben über das 4Q03 würden durch die angekündigte Rosskur deutlich in den Hintergrund rücken. Auch die revidierten Zielvorgaben müssten aufgrund der Umbauten relativiert werden. Viel wichtiger sei: Die Wall Street habe die geforderten Maßnahmen bekommen.
Zwar präsentierte sich die Kraft Foods-Aktie im Abendhandel "kraftlos" (minus 1,37% auf 31,69 US-Dollar), doch nun gilt es abzuwarten, ob die einschneidenden Schritte tatsächlich den gewünschten Effekt haben werden, so die Analysten von Wegelin & Co.
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