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Merck & Co spekulative Empfehlung 18.12.2003
Wirtschaftswoche
Die Experten vom Magazin "Wirtschaftswoche" sind der Meinung, dass die Aktie von Merck & Co. (ISIN US5893311077 / WKN 851719) eine spekulative Empfehlung ist.
Aus der Mode gekommen seien in den letzten Monaten Defensivpapiere, etwa Pharmaaktien. Besonders hart habe es die amerikanische Nummer zwei im Markt getroffen, Merck & Co. Seit dem Hoch im Januar 2001 habe die Notierung um mehr als 50% verloren. Das habe auch Gründe. Zunächst habe auf die Stimmung der Börsianer gedrückt, dass der Konzern Großhandelsmargen bei sich als Umsatz verbucht habe- eine legale, jedoch anrüchige Bilanzierungspraxis. Dazu komme noch, dass die Medikamentenpipeline austrockne.
Im vergangenen Monat hätten zwei Entwicklungen im fortgeschrittenen Stadium abgebrochen werden müssen. Den Experten bereite auch Sorgen, dass mit dem Cholesterinsenker Zocor 2006 ein Blockbuster von Merck das Patent verlieren werde. Generikaproduzenten dürften dann kräftig an den Jahresumsätzen von Zocor, die bei mehr als fünf Mrd. Dollar liegen würden, knabbern. Warum sich dennoch ein spekulativer Einstieg lohne? Merck habe sich erstens von seiner Vertriebstochter Medco Health per Spin-off an seine Aktionäre getrennt. Zweitens straffe der Konzern sichtlich die Kostenstruktur über Entlassungen und die Streichung von Sozialleistungen.
Was nicht schön für die Mitarbeiter sei, solle sich in 250 bis 300 Mio. Dollar geringeren Jahresaufwendungen und damit höheren Gewinnen niederschlagen. Drittens wolle der Konzern in den nächsten drei Jahren fünf neue Medikamente und Impfstoffe durch die Pipeline schieben, um Erlösverluste der Patentausläufe zu kompensieren. Noch würden Analysten in den nächsten Jahren von einem Gewinnwachstum von nur zehn Prozent ausgehen. Würden jedoch nach den jüngsten Enttäuschungen erfolgreiche Neuentwicklungen gelingen, sei auch das aktuelle KGV von 14 gerechtfertigt. Auf dem derzeitigen Stand sollten die schlechten News der letzten zwei Jahre verarbeitet sein.
Die Notierung habe aktuell die Tiefs der Jahre 1997 und 2002 erfolgreich getestet - ein Zeichen für die Wende. Im nächsten Jahr seien Kurse von 60 Dollar damit nicht ausgeschlossen. Drehe die Notierung doch nach unten, sollten Anleger sofort die Reißleine ziehen.
Die Experten von "Wirtschaftswoche" empfehlen die Aktie von Merck & Co. zu kaufen und sich dann abzusichern.
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