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Novartis gutes Langfristinvestment


03.12.2003
BörseGo

Die Experten von "BoerseGo" sind in ihrem "Tec-Report" der Meinung, dass die Aktie von Novartis (ISIN CH0012005267 / WKN 904278) ein aussichtsreiches Langfristinvestment ist.

Vor knapp zwei Wochen habe Novartis auf einem Forschungs- und Entwicklungstag der Öffentlichkeit seine aktuelle Produktpipeline präsentiert. Insgesamt habe man sage und schreibe 78 Medikamente vorgestellt, von denen sich 63 bereits in den Zulassungsphasen II oder III befinden würden. Zehn Produkte hätten aus Sicht des Schweizer Pharmakonzerns das Potenzial zum Blockbuster, könnten also jährliche Erlöse von mehr als einer Milliarde Dollar generieren. Besonderes Augenmerk lege Novartis bei der Forschung auf die Gebiete Diabetes, Transplantation und Bluthochdruck. Bis zum Jahr 2008 wolle das aus der Fusion von Sandoz und Ciba-Geigy entstandene Unternehmen sieben Blockbuster im Portfolio haben. Derzeit seien es zwei.

Neben den zahlreichen Entwicklungsprojekten spreche für Novartis auch die Tatsache, dass dem Unternehmen relativ wenig Patentabläufe ins Haus stünden. Vielen Medikamenten im Portfolio des weltweit sechstgrößten Pharmakonzerns hätten ihre besten Zeiten noch vor sich, wie zum Beispiel die Krebsmittel Glivec und Zometa oder das Darmmedikament Zelnorm.


Stalevo, ein Mittel gegen Parkinson, habe erst im Oktober nach der US-Zulassung auch das Okay der europäischen Zulassungsbehörde erhalten. Auch Diovan - das umsatzstärkste Medikament der Schweizer - genieße noch bis zum Jahr 2010 Patentschutz. Erst kürzlich sei bekannt geworden, dass der Blutdrucksenker für eine weitere Indikation in Frage komme. Studien zufolge reduziere Diovan das Todesrisiko bei Herzinfarkten um 25 Prozent.

Auch die anstehende US-Gesundheitsreform sollte sich positiv auf die Geschäfte von Novartis auswirken. Die Reform der staatlichen Gesundheitsversorgung sehe unter anderem eine verbesserte Rückerstattung der Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente durch die Krankenkassen für ältere Leute vor. Dies sollte sich in der Nachfrage nach rezeptpflichtigen Arzneimitteln niederschlagen.

Die Zahlen des dritten Quartals würden zeigen, dass Novartis unverändert auf Wachstumskurs sei. Der Umsatz sei um 16 Prozent auf 6,21 Milliarden Dollar gestiegen, der operative Gewinn habe sich um elf Prozent auf 1,47 Milliarden Dollar erhöht. Der Schweizer Novartis-Konzern verfüge nicht nur über ein gutes Produktportfolio, sondern auch über zahlreiche aussichtsreiche Entwicklungsprojekte. Zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn seien für die nächsten Jahre realistisch.

Die Aktie von Novartis, die im jüngsten Aufschwung bislang nur wenig profitierte, verfügt über Potenzial und bleibt ein Basisinvestment für langfristig orientierte Anleger, so die Experten von "BoerseGo".




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