|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Generali Marketperformer 18.11.2003
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Generali-Aktie (ISIN IT0000062072 / WKN 850312) mit "Marketperformer".
Generali habe das Ergebnis im dritten Quartal mit einem Nettogewinn von 206 Mio. Euro (- 401 Mio. Euro im Vorjahr) deutlich verbessert. Auch in den ersten neun Monaten habe der Vorjahresverlust von 350 Mio. Euro in einen Nettogewinn von 737 Mio. Euro gewandelt werden können. Maßgeblich für den Turnaround seien deutlich geringere Wertberichtigungen gewesen, die von 2,271 Mrd. Euro im Vorjahr auf 1,012 Mrd. Euro gesunken seien. Aber auch das technische Ergebnis habe sich im Neunmonatsvergleich von minus 204 Mio. Euro auf plus 146 Mio. Euro erhöht, wobei die Verbesserungen gleichermaßen im Leben- und Schadenbereich hätten realisiert werden können.
Die Combined Ratio, das Verhältnis von Schaden und Kosten zum Prämienaufkommen, habe sich von 105,1% im Vorjahr auf 102,4% verbessert. Die Prämieneinnahmen hätten in den ersten neun Monaten um 2,3% auf 34,2 Mrd. Euro zugelegt, wobei sich die Schaden- und Unfallsparte mit einem Plus von 3,9% auf 13,9 Mrd. Euro als Wachstumsmotor erwiesen habe, während die Lebensparte lediglich um 1,8% auf 20,3 Mrd. Euro gewachsen sei. Das Kapitalanlageergebnis sei um 1% auf 6,67 Mrd. Euro gewachsen. Die Aktienquote habe sich von 7,4% Ende 2002 auf 6,9% Ende September verringert. Der Vorstand habe die bisherige Jahresprognose für den Nettogewinn von 931 Mio. Euro bestätigt.
Generali habe einen Dreijahres-Strategieplan für die Jahre 2003 bis 2005 vorgelegt. Demzufolge solle der konsolidierte Nettogewinn von 931 Mio. Euro in 2003 bis zum Jahr 2005 auf 1,5 Mrd. Euro gesteigert werden. Das Prämienaufkommen solle bis 2005 jährlich um 5,5% auf 56,4 Mrd. Euro gesteigert und die Combined Ratio auf 100,3% verbessert werden. Bis zum Jahr 2005 sehe der Strategieplan insgesamt ein Sparvolumen von 617 Mio. Euro vor. Von dem geplanten Abbau von 2.800 Arbeitsplätzen würden 1.250 auf Deutschland entfallen. In Deutschland wolle Generali langfristig die Nr. 2 werden, dazu wolle Generali eine führende Rolle bei der Konsolidierung am deutschen Lebensversicherungsmarkt spielen. Als weiterer Schlüsselmarkt werde Frankreich genannt. Hier sollten die Aktivitäten ausgebaut werden. In Frankreich, wie auch in Deutschland und Italien, wolle der Konzern sowohl organisch als auch durch Zukäufe weiter wachsen. Auch in osteuropäischen Ländern und in China solle die Präsenz des Konzerns gefestigt werden.
Laut Aussage des Osteuropa-Chefs Werner Moertel wolle Generali in Osteuropa weiter investieren und halte dafür eine Kriegskasse von rund 100 Mio. Euro bereit. Bis 2005 sollten die Prämieneinnahmen dort von derzeit 640 Mio. Euro (Vorjahr 540 Mio. Euro) auf 900 Mio. Euro steigen. Generali sei bereits in sieben osteuropäischen Ländern vertreten: Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien und Rumänien. Generali betreue dort mit 4.900 Mitarbeitern über drei Mio. Kunden. Bis 2005 wolle Generali in allen Ländern eine Position unter den fünf größten Gesellschaften haben oder einen Marktanteil von mindestens fünf Prozent erreichen.
Die italienische Wettbewerbsbehörde ermittele bei Generali und der italienischen Allianz-Tochter Ras wegen des Austauschs von Daten mit der Beratungsgesellschaft Iama Consulting. Danach kämen den Versicherern regelmäßig Informationen über die Entwicklung und das Potenzial des Lebensversicherungsmarktes zu. Dies könnte nach Auffassung der Wettbewerbshüter den freien Wettbewerb behindern. Generali sei in Italien und Deutschland im Markt für private Altersvorsorge gut positioniert. Allerdings sei die Aktie bereits relativ hoch bewertet
Die Empfehlung der Analysten der Stadtsparkasse Köln für Generali lautet unverändert "Marketperformer".
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|