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Enel Underperformer


19.11.2003
Stadtsparkasse Köln

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Enel-Aktie (ISIN IT0003128367 / WKN 928624) mit "Underperformer".

Der Vorstandsvorsitzende Paolo Scaroni habe den in 1999 eingeschlagenen Diversifikationskurs des Konzerns für beendet erklärt. Das Unternehmen wolle sich künftig auf Strom- und Gaserzeugung, Distribution und Verkauf fokussieren. Die Beteiligungen an den verbleibenden Konzerntöchtern aus dem Nichtkernbereich (u.a. Telekommunikation, Internet, Immobilien) sollten veräußert werden. Der Strategiewechsel sehe neben der Konzentration auf das Kerngeschäft auch eine verstärkte Internationalisierung des bisher vorwiegend auf dem italienischen Markt agierenden Konzerns vor. Da sich Enel vergleichsweise spät für den Strategiewechsel entschieden habe, seien den Expansionsplänen allerdings Grenzen gesetzt.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres habe Enel den Umsatz um 5,3% auf 23,29 Mrd. Euro steigern können. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei im Berichtszeitraum um knapp 34% auf 7,56 Mrd. Euro gestiegen. Auf operativer Basis habe der Konzern sogar einen Anstieg von 122% auf 1,6 Mrd. Euro verbucht. Mit dem Zahlenwerk habe Enel die Erwartungen übertreffen können.

Der geplante Verkauf des Immobilienportfolios (Buchwert ca. 1,5 Mrd. Euro) werde möglicherweise vorerst gestoppt, da Enel bislang nur ein Angebot erhalten habe. Enel habe von France Telecom deren restliche 26,6%-Anteile am Telekombetreiber Wind übernommen. Der Kaufpreis habe bei 1,33 Mrd. Euro gelegen. Der ursprünglich für 2003 vorgesehene Wind-Börsengang sei bis auf Weiteres verschoben worden und zunächst nicht vor Ende 2004 zu erwarten.


Die 100%-Tochter Terna (Netzgesellschaft) solle bis zum nächsten Frühjahr zu mindestens 30% an der Börse platziert werden. Das IPO-Volumen liege bei geschätzten 1,2 Mrd. Euro. Noch vor dem Börsengang solle Terna mit dem staatlichen Netzbetreiber GRTN verschmelzen. Nach dem Börsengang sei die Fusion mit der ENI-Tochter Snam Rete Gas geplant. Mit den beschriebenen Maßnahmen würde Enel den staatlichen Vorgaben entsprechen, den Anteil an Terna bis 2006 auf 15 bis 20% zu reduzieren.

Zuletzt habe der Konzern mit dem französischen Versorger Electricité de France (EdF) über die Übernahme von EdF-Kraftwerkskapazitäten verhandelt. Ein Engagement könnte ein erster Schritt in den bislang als weitgehend abgeschottet geltenden französischen Markt sein.

Nach dem kürzlich erfolgten Verkauf einer zweiten Tranche (6,6% der Enel-Beteiligung) sei der italienische Staat immer noch mit knapp 61% an Enel beteiligt und beabsichtige, seinen Anteil mittelfristig weiter zu reduzieren. Immer wieder aufkeimende Spekulationen über kurzfristig bevorstehende Verkaufsaktivitäten des Staates würden für anhaltende Unsicherheit sorgen.

Trotz der über den Erwartungen liegenden Zahlen für die ersten neun Monate überwögen bei der Enel-Aktie die Risiken. Das Bewertungsniveau der Aktie sei zudem vergleichsweise hoch. Die wiederkehrenden Spekulationen über weitere Anteilsverkäufe des italienischen Staates würden für zusätzliche Unsicherheit sorgen. Man erwarte eine unterdurchschnittliche Kursentwicklung.

Die Empfehlung der Analysten der Stadtsparkasse Köln für Enel lautet unverändert "Underperformer".




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