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Synthes-Stratec Kursziel 1.000 Euro


04.11.2003
Performaxx-Anlegerbrief

Die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" sehen für die Aktie von Synthes-Stratec (ISIN US87162M1027 / WKN 564688) ein Kursziel in Höhe von 1.000 Euro.

Der amerikanisch-schweizerische Konzern Synthes-Stratec sei einer der Weltmarktführer auf dem Gebiet der Unfallchirugie. Anleger würden gut daran tun, sich diese Wachstumsstory einmal genauer anzusehen. Der Entwickler von Produkten für die Unfallchirurgie usw. (Schrauben, Nägel, Wirbelsäulenimplantate) sei führend in Europa, in Ländern Nord- und Südamerikas sowie in Europa.

Die Produkte von Synthes-Stratec kämen vor allem in der chirurgischen Behandlung von Frakturen und Deformationen zum Einsatz. Die "Schweizer" (Firmensitz sei Oberdorf, juristisch sei Synthes aber in Delaware/USA ansässig) würden über eine umfangreiche Palette an Produkten und Systemen für die Wirbelsäulenchirurgie verfügen.

Sowohl der Blick zurück wie auch die Perspektiven dürften dafür verantwortlich sein, dass die Papiere bei knapp über 800 Euro auf ihrem Allzeithoch notieren würden. Zuletzt habe Synthes-Stratec vor allem Bereich für Trauma-Verletzungen weiter seine Spitzenposition ausgebaut. Des weiteren sei die Einführung eines Platten- und Schraubensystems (genannt LCP) forciert worden. Es ermögliche die bekannte herkömmliche Kompression oder auch winkelstabile Fixierungen der Platten an einem gebrochenen Knochen, was das System besonders für den Einsatz bei osteoporotischen (=brüchigen, porösen) Knochen prädestiniere.

Das Knochenersatzmaterial SRS sei derweil bei Chirurgen zum bevorzugten Mittel ihrer Wahl geworden, wie Synthes-Stratec unlängst habe zu berichten wissen. Wachstumsstark wisse sich auch der Geschäftsbereich Wirbelsäulenbehandlung zu präsentieren. Fünf Quartale in Folge sei das Geschäft deutlich gewachsen, unterstützt durch neue Produktlinien inklusive des neuen Universal Spine Systems.

Ins Bild habe hier auch die Übernahme des kleinen US-Unternehmens Spine Solutions gepasst, die Anfang April abgeschlossen worden sei. Dabei handle es sich um einen Entwickler eines nach eigenem Bekunden einzigartigen künstlichen Bandscheibensystems. Es könne sowohl die Schmerzen im Zusammenhang mit Wirbelsäulenproblemen lindern als auch die Bewegungsfreiheit der Lenden- und Halswirbelsäule nach einer Operation wieder sicherstellen.

Eine wichtige Studie habe vor kurzem im August begonnen und solle jetzt für die Genehmigung durch die US-Zulassungsbehörde FDA erscheinen. Marktforscher würden ein riesiges Potential sehen: Innerhalb der nächsten fünf Jahre würden sie dem Markt für künstliche Bandscheiben, der so genannten spinalen Arthroplastie, ein Volumen von 3 Mrd. USD bescheinigen - davon könne und wolle sich Spine Solutions, und damit Synthes-Stratec, ein gehöriges Stück abschneiden.


Ziemlich zeitgleich habe der bekannte US-Pharmakonzern Johnson & Johnson die Link-Spine-Gruppe übernommen. Im Markt für Knochen- und Wirbelsäulen-Implantate sei Link Spine die Nummer Zwei mit einem Marktanteil von über einem Fünftel. Mit dem künstlichen Implantat SB Charite stehe man in direkter Konkurrenz zu ProDisc von Spine Solutions, die jetzt ja zu Synthes gehöre. Doch gelte das von Synthes-Stratec zugekaufte Spine-Produkt als technisch ausgereifter und damit überlegen. Die Akzeptanz bei Chirurgen und Ärzten werde zeigen, welches Produkt letztlich den größten Teil des angesprochenen Kuchens werde für sich beanspruchen können.

Mit der Einfusionierung von Mathys Medizinaltechnik AG würden die Schweizer derweil die dominierende Medizintechnik-Firma auf dem Gebiet der Osteosynthese schaffen. Mathys arbeite seit 1958 eng mit der AO/ASIF-Stiftung (Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthese/Association for the Study of Internal Fixation) zusammen und verfüge daher über signifikantes Know-how im Bereich des Osteosynthese- und ein Prothetikgeschäfts.

Immerhin fast 400 Mio. CHF habe das Geschäft von Mathys im letzten Jahr in Bezug auf den Bereich Osteosynthese betragen. Voraussichtlich im laufenden Quartal oder im ersten Quartal 2004 werde von den beiden beteiligten Unternehmen grünes Licht hinsichtlich bestehender wettbewerbsrechtlicher Bedenken (in Deutschland, aber auch Russland und der Slowakei) erwartet.

Der Kaufpreis von Mathys habe bei 1,5 Mrd. CHF gelegen, davon zwei Drittel in bar und ein Drittel in Form neuer Aktien. Dies habe zum Zeitpunkt der Ankündigung dem knapp 4-fachen Jahresumsatz entsprochen, was gemeinhin allerdings nicht als Schnäppchen bezeichnet werden könne.

Die vor kurzem von Synthes vorgelegten Neunmonatszahlen hätten sich einmal mehr sehen lassen können. Der Umsatz habe im dritten Quartal 2003 um 21% auf 316,3 Mio. USD zugelegt, in Landeswährung habe der Anstieg 19% betragen, beides habe über den Erwartungen von Beobachtern gelegen. Seit Anfang des Jahres habe Synthes im Übrigen auf Rechnungslegung auf Dollar-Basis umgestellt, um derartige Doppel-Betrachtungen unterlassen zu können.

Für die ersten neun Monate betrage die Steigerung ebenfalls 19% auf 908,2 Mio. USD. Im ersten Halbjahr habe aus der vorgenannten Übernahme von Spine Solutions eine unschöne Abschreibung von über 200 Mio. USD resultiert: Synthes habe an genau den Projekten geforscht, die man sich dann mit der Akquisition von Spine ohnehin ins Haus geholt habe. Derartiges werde es künftig nicht mehr geben, die Experten würden mit weiter stark steigenden bzw. konstant hohen Wachstumsraten in den angesprochenen Bereichen rechnen.

Nicht zufällig hätten die Papiere gerade ein neues Allzeithoch markiert. Selbst jetzt würden die Anteilsscheine weiter kaufenswert bleiben. Synthes bewege sich mit seiner Fokussierung auf Unfallchirurgie und Wirbensäulen-Medizintechnik in absoluten Wachstumsmärkten.

Die Synthes-Stratec-Aktien können mittelfristig ohne weiteres die Marke von 1.000 Euro erreichen, was zugleich das erste Kursziel der Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" darstellt.




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