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STMicroelectronics "sell"


23.10.2003
SEB

Ingmar Lehmann, Analyst der SEB, stuft die Aktie von STMicroelectronics (ISIN NL0000226223 / WKN 893438) im aktuellen "AnlageFlash" mit "sell" ein.

Europas größter Chiphersteller habe an die guten Quartalsergebnisse der großen Chiphersteller Intel, Samsung Electronics und AMD nicht anknüpfen können und habe in seinem dritten Geschäftsquartal nach Sonderposten einen Verlust verzeichnet. Das französisch-italienische Unternehmen, das Speicherchips und Prozessoren für Handys, DVD-Player und Digitalkameras herstelle, habe einen Netto-Verlust von 49,1 Millionen Dollar bekannt gegeben.


Das entspreche sechs Cent je Aktie. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum habe der Chip-Konzern noch einen Gewinn von 131 Millionen Dollar ausgewiesen. Das Ergebnis sei durch Kosten für Fabrikschließungen, den starken Euro sowie fallende Preise bei Halbleiter-Produkten in Höhe von 192,9 Millionen Dollar belastet worden. Die Umstrukturierung werde auch in den nächsten Monaten weitergehen. STMicroelectronics habe angekündigt, weitere ältere Fabriken in Europa und den USA zu schließen oder die Produktion zu reduzieren und die Chip-Herstellung stärker nach Frankreich und Singapur zu verlagern.

Trotz Verlust habe STMicroelectronics den Umsatz kräftig um fast 9,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar steigern können, nach 1,65 Milliarden Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das sei etwas mehr gewesen als prognostiziert worden sei. Das Unternehmen habe zudem weitere Einzelheiten seiner Pläne genannt, einige ältere Fabriken in Europa und den USA zu schließen oder deren Produktion zu reduzieren. Die Herstellung solle auf effektivere Fabriken in Frankreich und Singapur verlagert werden. STMicroelectronics erwarte im vierten Quartal eine Steigerung des Umsatzes zwischen sechs und zwölf Prozent.

Die jüngsten Quartalszahlen der großen Chiphersteller Intel, Samsung Electronics und AMD hätten in den vergangenen Wochen für gute Nachrichten aus der krisengeplagten Branche gesorgt. Die Erholung rühre allerdings bislang vor allem vom privaten Konsum. Der Trend bei Firmeninvestitionen sei nach wie vor unsicher. Problematisch sei aus Sicht der Analysten der weiterhin anhaltende Preisdruck. Zudem liege die Bruttomarge unter den Erwartungen. Besonders die Margenentwicklung dürfte belastet bleiben. Grund dafür sei zum einen der schwache USD sowie die in den Markt von STM eintretenden Produzenten aus Asien und Japan.

Die Analysten der SEB erhöhen ihr Kursziel von 16 Euro auf 18 Euro und stufen die STMicroelectronics-Aktie mit "sell" ein.




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