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Generali Marketperformer


12.09.2003
Stadtsparkasse Köln

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von Generali (ISIN IT0000062072 / WKN 850312) mit "Marketperformer" ein.

Generali habe in den ersten sechs Monaten 2003 den Nettogewinn von 51 Mio. Euro im Vorjahr auf 531 Mio. Euro gesteigert und damit die Markterwartungen (463 Mio. Euro) klar übertroffen. Die deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr sei auf eine Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses und deutlich geringer Abschreibungen auf das Aktienportfolio zurückzuführen. Beim technischen Ergebnis habe ein Turnaround von minus 287 Mio. Euro im Vorjahr auf plus 20,8 Mio. Euro verzeichnet werden können, der v.a. auf Fortschritte im Nichtlebengeschäft zurückzuführen gewesen sei. Verbesserungen seien dort u.a. durch eine stärkere Fokussierung auf kleine und mittlere Unternehmen erreicht worden.

Im Lebenbereich habe sich das technische Ergebnis um 39% auf 486 Mio. Euro verbessert. Die Prämieneinnahmen hätten sich insgesamt um 2,8% auf 24 Mrd. Euro erhöht. Die Combined Ratio habe sich um 3,3 Prozentpunkte auf 100,8% verbessert, wobei die Verbesserung im Wesentlichen auf eine um 3,2 Prozentpunkte auf 76,3% verringerte Schadenquote zurückzuführen sei.


Die Abschreibungen auf das Anlageportfolio seien deutlich von 1,6 Mrd. Euro im Vorjahr auf nur noch 1 Mrd. Euro gesunken. Gleichzeitig seien die unrealisierten Gewinne auf börsennotierte Wertpapiere seit Jahresende 2002 von 5,5 Mrd. Euro auf 8,3 Mrd. Euro gestiegen. Die Aktienquote habe sich hingegen weiter von 8,5% auf nur noch 6,9% vermindert. Die bisherige Prognose für das Gesamtjahr (Nettogewinn von 931 Mio. Euro) sei bekräftigt worden.

Generali habe einen Dreijahres-Strategieplan für die Jahre 2003 bis 2005 vorgelegt. Demzufolge visiere das Unternehmen für 2003 einen konsolidierten Nettogewinn von 931 Mio. Euro an, der bis zum Jahr 2005 auf 1,5 Mrd. Euro wachsen solle. Gleichzeitig solle das Prämienaufkommen um 5,5% auf 56,9 Mrd. Euro gesteigert werden und die Combined Ratio bei 100% liegen. Zudem strebe Generali eine Rationalisierung des Geschäfts in Deutschland an. Von den 2.800 Arbeitsplätzen, die weltweit abgebaut werden sollten, würden 1.250 auf Deutschland entfallen. Das Ziel sei, zum zweitgrößten Versicherer Deutschlands aufzusteigen und eine führende Rolle bei der Konsolidierung am deutschen Lebensversicherungsmarkt zu spielen.

Als weiterer Schlüsselmarkt werde Frankreich genannt. Hier sollten die Aktivitäten ausgebaut werden. In Frankreich, wie auch in Deutschland und Italien, wolle der Konzern sowohl organisch als auch durch Zukäufe weiter wachsen. Auch in osteuropäischen Ländern und in China solle die Präsenz des Konzerns gefestigt werden. Bis zum Jahr 2005 sehe der Strategieplan insgesamt ein Sparprogramm im Volumen von 617 Mio. Euro vor.

Generali sei in Italien und Deutschland im Markt für private Altersvorsorge gut positioniert. Die Aktie sei auf dem derzeitigen Kursniveau fair bewertet.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bestätigen ihre "Marketperformer"-Einschätzung für die Aktie von Generali.




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