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BP kaufen 31.10.2002
BHF-BANK
Die Analysten der BHF-Bank empfehlen die Aktie von BP (ISIN GB0007980591 / WKN 850517) weiter zum Kauf.
BP habe trotz überzeugender Ergebnisse angesichts der konjunkturell schwierigen Marktbedingungen für das zweite Quartal einen Rückgang des bereinigten Gewinns um 36% gegenüber dem Vorjahresquartal auf 2,18 Mrd. USD ausweisen müssen. Gegenüber dem ersten Quartal habe das Geschäft jedoch eine klare Aufwärtstendenz gezeigt.
Im stark vom ÖI- und Gaspreis abhängigen Upstream-Bereich (Exploration und Produktion) sei das Ergebnis um 26% auf 2,90 Mrd. USD zurückgegangen. Hier habe sich der konjunkturell bedingt schwächere US-Gaspreis (-22%) sowie der schwächer tendierende Ölpreis (-8%) niedergeschlagen.
Ergebnisverbessernd habe sich das Wachstum in der Öl- und Gasförderung um 5,5% ausgewirkt. BP erwartee für das dritte Quartal allerdings ein geringeres Förderwachstum als ursprünglich vorgesehen. Komplikationen technischer Natur in Großbritannien (operative Schwierigkeiten mit einer Gas-Pipeline) und Alaska (temporäre Schließung von Ölfeldern) seien als Gründe für die Reduzierung des Produktionswachstumsziels für das laufende Jahr um 0,5% auf nunmehr 4,5% bis 5,0% genannt worden. Das mittelfristige Ziel von 5,5% p.a. zwischen 2000 und 2005 werde gleichwohl beibehalten.
Angesichts des relativ hohen Ölpreises werde die leichte Produktionskappung, auch wenn kurzfristig belastend, im laufenden Jahr jedoch nicht substanziell zu Buche schlagen (Einfluss auf den Gewinn weniger als 1%) und so mehr als ausgeglichen werden können.
Zudem seien die angesprochenen Probleme nur temporärer Natur. Wesentlich mitverantwortlich für den Gewinnrückgang seien ferner die gegenüber dem ersten Quartal zwar verbesserten, insgesamt jedoch noch schwachen Gewinnmargen (-64%) in der Raffinierung gewesen. In der Raffinierung und im Marketing sei dadurch das Ergebnis um 61% auf 685 Mio. USO rückläufig gewesen. Überraschend positiv sei der operative Gewinn in der stark zyklischen Chemie in Höhe von 246 Mio. USO (von 9 Mio. USO in 2001) gewesen.
Zurückzuführen sei dies auf leichte Margenerhöhungen, Restrukturierungen und eine erhöhte Nachfrage nach Petrochemieprodukten. Das zweite Quartal dürfte nach drei Quartalen mit sequentiellen Rückgängen im Ergebnis den Wendepunkt darstellen. BP werde von dem höheren Fördervolumen, verbesserten Margen und den verstärkten Kostensenkungen (1,0 Mrd. USD vor Steuern erwartet im zweiten Halbjahr) profitieren. Dies sollte im zweiten Halbjahr, trotz einer nur langsamen Erholung im Raffineriegeschäft, zu einem verbesserten Geschäftsmomentum führen.
Angesichts der anhaltenden politischen Spannungen im Nahen Osten und der saisonal höheren Ölnachfrage in den nächsten Monaten dürfte nach Ansicht der Analysten der für die Ölkonzerne wichtige Ölpreis auch in nächster Zeit auf einem vergleichsweise hohem Niveau notieren. Zudem sei BP von den europäischen Ölwerten der am wenigsten aktive Ölkonzern im Mittleren Osten (ca. 9% der Gesamtförderung) und profitiere überdurchschnittlich stark von hohen Ölpreisen. Zusätzliche Unterstützung sollte die Aktie durch die Fortsetzung des Aktienrückkaufprogramms erhalten.
Die Analysten der BHF-Bank empfehlen die BP-Aktie trotz der vergleichsweise hohen Bewertung weiterhin zum Kauf.
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