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Unaxis zyklische Depotbeimischung 26.08.2003
Performaxx-Anlegerbrief
Die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" empfehlen die Aktie von Unaxis (ISIN CH0000816824 / WKN 863037) als zyklische Depotbeimischung.
Die Aktien des Schweizer Technologiekonzerns Unaxis würden laufen und laufen - kein Wunder: Nach einem bereits erfolgten leichten Swing in den Geschäftszahlen habe der Konzern nun auch die vollständige Übernahme der Semiconductor-Tochter Esec bekannt gegeben. Könne Unaxis, die Anlagen für die Beschichtung von magnetischen und optischen Datenspeichern, Halbleitern und Flachbildschirmen herstelle, mit dem Umbau und den neuesten Aktivitäten dem zyklischen Halbleitermarkt auch tatsächlich ein Schnippchen schlagen?
Die Schweizer aus dem wenig geläufigen Ort Pfäffikon seien schwerpunktmäßig im Bereich Halbleiter, Datenspeichersysteme und Flachbildschirmen aktiv. Darüber hinaus biete Unaxis auch Dienstleistungen und einzelne Komponenten für die angesprochenen Wachstumsmärkte oder Technologie-Applikationen an. In weiteren Segmenten covere Unaxis auch Beschichtungen von Werkzeugen und Präzisionsbauteilen sowie Vakuumtechnologie und Raumfahrttechnik. Der Konzern sei mit seinen 6.500 Mitarbeitern praktisch weltweit tätig, mit Niederlassungen neben Europa auch in Nordamerika und Asien in zusammen mehr als zwei Dutzend Ländern.
Die Schlagzeile der letzten Tage sei eindeutig die vollständige Übernahme der bisherigen Tochtergesellschaft Esec Holding gewesen, an der Unaxis bislang schon mit 57% beteiligt sei. Pro Esec-Papier erhalte ein Aktionär 1,1 Unaxis-Anteile, was im Vergleich zum Vortagesschluss auf eine Prämie in Höhe von knapp 15% hinaus gelaufen sei.
Allerdings stehe die Einverleibung noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung auf der Generalversammlung, die am 7. Oktober stattfinden solle. Schließlich werde Esec im Zuge eines breiter angelegten Umbaus in die Sparte "Unaxis Semiconductors" eingebracht, wo sich fortan neben Esec noch Semiconductors Frond End und Display als integrierte Segmente wieder finden würden. Die Zusammenlegung der Kernkompetenzen im Bereich Dünnschicht- und Chipmontage-Technologie sorge in erster Linie für die Möglichkeit einer größeren globalen Präsenz.
Bleibe die Frage nach dem Wieviel und Warum. Beides könne durchaus positiv beleuchtet werden. Denn eine Gewinnverwässerung im Zuge der Übernahme finde nicht statt, unter anderem da Unaxis zur Finanzierung bereits zu einem früheren Zeitpunkt bereit gestelltes genehmigtes Kapital verwenden könne. Ab nächstem Jahr könnten fusionsbedingte Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen greifen, die sich mit jährlich 15 Mio. CHF niederschlagen dürften (1 CHF = 0,65 Euro).
Bei einem Nettoergebnis von -14 Mio. CHF im ersten Halbjahr - wie von Unaxis gemeldet - sei der Synergieeffekt also nicht gerade von der Hand zu weisen und in seiner Größe beachtlich. 60 Stellen würden allerdings wegfallen und zunächst würden einmalige Restrukturierungskosten fällig, die bei ca. 10 Mio. CHF liegen sollten. Letzteres beträfe schon die 2003er Jahresabschlussbilanz, Esec werde nach der vollständigen Einverleibung im Übrigen von der Börse genommen.
Dass im ersten Halbjahr das Nettominus wie erwähnt bei 14 Mio. CHF doppelt so hoch ausgefallen sei, wie vom Markt erwartet, sei gleichwohl akzeptiert worden. Denn das Betriebsergebnis (EBIT) habe bei 1 Mio. CHF besser als antizipiert (Vorjahr: -74 Mio. CHF) gelegen, womit klar gewesen sei, dass die Differenz auf Kosten einmaliger Sondereinflüsse zurück zu führen sei und somit kaum auf die Zukunft hoch gerechnet werden müsse.
Der Umsatz sei nämlich zudem um 13% auf 759 Mio. CHF gestiegen, währungsbereinigt wären es +18% gewesen. Inzwischen habe Unaxis ferner eine Sparte ("Materials") abgestoßen, so dass 2002 und 2003 nur noch bedingt vergleichbar seien. In der Sparte Information Technology hätten sich die Erlöse sogar um stattliche 37% auf 380 Mio. CHF nach oben geschraubt, was sich auf umfangreiche Auslieferungen im DVD-Bereich gestützt habe, der langsam, aber sicher in sein Reifestadium eintrete.
Der Halbleiterbereich sei und verlaufe weiterhin schleppend, auch in der zweiten Jahreshälfte, wie Unaxis habe wissen lassen. Vor dem ersten oder zweiten Quartal 2004 würden die Schweizer hier keine Besserung erwarten, was als bezeichnend für die gesamte Branche angesehen werden dürfe. Im Übrigen sollte nicht übersehen werden, dass die vollständige Konsolidierung von Esec die Abhängigkeit vom Halbleitermarkt bei Unaxis noch um eine Stufe erhöhe.
Esec habe es gerade mal geschafft, den Verlust im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr von 24 auf jetzt noch 16 Mio. CHF einzudämmen. Dank neuer Innovationsprojekte und einer höheren Marktdurchdringung in den anderen Geschäftsfeldern könne sich Unaxis aber auf ein positives Betriebsergebnis im Gesamtjahr verlassen, so jedenfalls die firmeneigene Prognose. Mit 763 Mio. CHF habe der Auftragseingang zumindest schon mal in etwa auf Höhe des Vorjahresniveaus gelegen - mehr aber auch noch nicht.
Dass der Kurs trotz der Übernahmeankündigung sogar habe zulegen können, dürfe positiv gewertet werden, denn es signalisiere, dass die Schweizer den richtigen Weg eingeschlagen hätten und dies vom Markt so akzeptiert werde. Wenn im nächsten Jahr tatsächlich der komplette Turnaround zustande komme, - also inklusive der Halbleitersektion - seien 4 bis 5 Euro Nettogewinn pro Aktie möglich. Das brächte das KGV auf 16 bis 20, was im Branchenvergleich doch ziemlich günstig sei, vor allem gegenüber der teureren amerikanischen Präsenz.
Die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" empfehlen die Unaxis-Aktie als zyklische Depotbeimischung, so lange sich der Aufwärtstrend über ca. 78 Euro (entspricht etwa 120 CHF) halten kann, wo eine massive Unterstützungszone verläuft. In diesem Bereich sollten einsteigende Investoren unbedingt ein Stop-Loss platzieren.
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