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Aktuelle Kursinformationen (NASDAQ)
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
47,04 $ 47,59 $ -0,56 $ -1,17 % 17.04/21:55
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
US30161N1019 852011 -   $ -   $
 
 
 

Exelon Lichtblick


11.08.2003
Performaxx-Anlegerbrief

Die Experten von "Performaxx-Anlegerbrief" sehen die Exelon-Aktie (ISIN US30161N1019 / WKN 852011) als Lichtblick der Branche.

Sollten Betreiber von Kernkraftwerken überhaupt noch Zukunftsaussichten haben? In den Vereinigten Staaten schon. Umweltschutz werde dort leider nicht sehr groß geschrieben, zumindest sei davon zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht viel zu erkennen. Der weiter wachsende Energiebedarf in den USA sorge für glänzende Aussichten für die Nummer 1 unter den Kernkraftwerksbetreibern: Exelon Corp.

Das Unternehmen mit Sitz in Chicago nutze die Gunst der Stunde. Dass Exelon trotz hervorragenden Geschäftsverlaufs Einsparungen bei seinen Mitarbeitern vornehmen wolle, lasse sich wohl nur in der vorherrschenden Wachstumsschwäche der Gesamtwirtschaft realisieren. In einem anderen Marktumfeld wäre solch eine Maßnahme auf äußerst hartnäckiges Widerstreben gestoßen. Demnach wolle der Atomkraftwerkbauer innerhalb der nächsten drei Jahre ca. 10% seiner Belegschaft abbauen. Mit dieser Maßnahme wolle Exelon zusätzliche 0,6 Mrd. US-Dollar einsparen und seinen Cash-Flow um 0,3 bis eben 0,6 Mrd. US-Dollar erhöhen.

Wohl bemerkt: zusätzlich. Ende Juli habe der Nuklearspezialist über den Fortgang seiner Geschäfte informiert. Der Umsatz habe im letzten Quartal mit 3,72 Mrd. US-Dollar klar über den bislang kalkulierten 3,6 Mrd. US-Dollar gelegen. Gleiches beim Ertrag: Bei einem Gewinn je Anteil von 1,23 US-Dollar habe Exelon die Konsensschätzungen von 1,14 US-Dollar je Aktie für das zweite Quartal mehr als deutlich geschlagen. Mit diesem Rückenwind sei es dem Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania nicht schwer gefallen, auch die Prognosen für das Gesamtjahr ins rechte Licht zu rücken.


Vorstandsvorsitzender John Rowe habe einen Gewinn von bis zu 5 US-Dollar je Exelon-Aktie in Aussicht gestellt, obwohl im laufenden Jahr noch eine Wertberichtigung von 0,55 Mrd. US-Dollar für die Sparte Exelon Boston Generating vorgenommen werden müsse. Aus diesem wenig glücklichen Engagement wolle sich Exelon so schnell wie möglich verabschieden. Rowe habe im Conference Call untermauert, dass er hier eine klare Linie fahren und nicht auch noch gutes Geld schlechtem hinterher werfen wolle, was Exelon rund 0,10 bis 0,20 US-Dollar je Aktie an weiteren Verlusten mit diesem Projekt ersparen dürfte - ein klares Statement vom CEO von Exelon.

Ein weiteres klares Statement an seine Aktionäre habe Exelon mit seiner Entscheidung getroffen, die jährliche Dividende um fast 9% auf exakt 2 US-Dollar je Aktie zu erhöhen. Im letzten Jahr habe sie noch bei 1,84 US-Dollar gelegen. Bei einem aktuellen Kurs von 58 US-Dollar ergebe sich somit eine für den US-Markt äußerst ansehnliche Dividendenrendite von 3,5%. Auch für das nächste Fiskaljahr habe Rowe die Schätzungen gleich mit nach oben geschraubt. Bis zu 5,50 US-Dollar Gewinn je Aktie halte er für möglich. Auf dieser Basis wiederum komme man auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von gerade mal 11. Zum Vergleich: Exelon habe im Zeitraum 1998 bis 2002 einen kombinierten jährlichen Ertrag aus Kurszuwächsen und Dividenden von 20% für den Anleger gebracht, gegenüber weniger als 3% für den Branchendurchschnitt!

Man könne es für möglich halten oder nicht: Exelon bewege sich in einem ausgesprochenen Wachstumsmarkt, zumindest wenn man dies auf den US-Markt einschränke, wo bekanntlich ganz eigene Gesetze gelten würden. Derzeit kämen nur 20% der US-Energie aus Atomkraftwerken, von denen seit der teilweisen Kernschmelze in Three Mile Island 1979 kein einziges neues mehr hochgezogen worden sei. 10 Mrd. US-Dollar Subventionen hätten die Republikaner übrigens erst im Juni durch den Senat gedrückt, schließlich koste Atomstrom mit 6,7 Cents/kWh deutlich mehr als die 4 bis 6 Cents, die für Kohle- oder Naturgasenergie resultiere.

Die Weichen für den Bau neuer Kraftwerke seien jedoch bereits gestellt, denn anders lasse sich das notorische Energieproblem in den Staaten weder mittel- noch langfristig in den Griff kriegen, und auf umweltfreundliche Energien sollte man jenseits des großen Teiches besser nicht wetten. Die USA würden künftig verstärkt wieder auf Nuklearenergie bauen. Exelon als Nummer 1 sollte davon profitieren, so dass der Performaxx-Anlegerbrief bis Mitte nächsten Jahres Kurse von 70 US-Dollar für realistisch halte. Interessierte Anleger sollten Exelon-Aktien am besten an der Heimatbörse ordern, da hier zu Lande der Handel zu dünn sei.

Die Experten von "Performaxx-Anlegerbrief" sind der Meinung, dass Exelon der Lichtblick der Branche ist.




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