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Datum/Zeit |
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12,48 $ |
-0,10 $ |
-0,80 % |
24.04/22:10 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US3453708600 |
502391 |
- $ |
- $ |
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Ford Underperformer 21.07.2003
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln sehen die Aktie von Ford (ISIN US3453708600 / WKN 502391) weiterhin als Underperformer.
Ford habe im zweiten Quartal einen Rückgang beim Nettogewinn um 27% auf 417 Mio. USD bzw. 22 Cent je Aktie verbucht. Damit habe der Nettogewinn noch über den Analystenschätzungen gelegen, die im Durchschnitt bei 19 Cent je Aktie gelegen habe. Die Erlöse seien um 4% auf 40,7 Mrd. USD gesunken, die Auslieferungen um 7,4% auf 1,72 Mio. Autos. Der durchschnittliche Verkaufspreis sei im 2. Quartal um 2,7% gefallen. Die Kaufanreize je Auto hätten im Durchschnitt bei 3.400 USD je Auto gelegen.
Im US-Heimatmarkt seien 445 Mio. USD nach 921 Mio. USD im Vorjahr verdient worden, in Europa sei ein Vorsteuerverlust von 525 Mio. USD aufgelaufen, nach einem Verlust von 18 Mio. USD im Vorjahr. Innerhalb der Automobilsparte habe die Luxussparte Premier Automotive Group (PAG), in der die Marken Jaguar, Aston Martin, Volvo und Land Rover zusammengefasst seien, den Vorjahresverlust von 122 Mio. USD in einen Gewinn von 166 Mio. USD umwandeln können. Erfreulich sei auch das Geschäft der Finanzsparte verlaufen, deren Gewinn um 22% auf 401 Mio. USD zugelegt habe.
Für das dritte Quartal habe Ford einen Verlust von 15 Cent je Aktie angekündigt und zugleich das Ergebnisziel für das Gesamtjahr von 70 Cent je Aktie bekräftigt. Nach früheren Angaben basiere die Ford-Prognose auf einer US-Markterwartung von 16,5 Mio. KfZ-Neuzulassungen in 2003. Nachdem bereits im ersten Halbjahr 1,9 Mrd. USD hätten eingespart werden können, sollten im zweiten Halbjahr weitere 2,5 Mrd. USD eingespart werden. Vice Chairman Allan Gilmour sehe im Hinblick auf die schwierigen Marktbedingungen weder für 2003 noch für 2004 eine Trendwende zum Besseren.
Im Rahmen einer großen Umstrukturierung sollten weltweit 35.000 Stellen abgebaut und in Nordamerika bis 2005 mindestens fünf Werke geschlossen werden. In 2005 wolle Ford-Chef Bill Ford wieder einen Gewinn von 7 Mrd. USD einfahren.
Die anhaltende Aktienmarktschwäche habe zu einer Deckungslücke im Pensionsfonds von 7,3 Mrd. USD per Ende 2002 geführt. Nach Aussage des Ford-Direktors für langfristige Finanzierung und Besicherung, David Brandi, habe die Finanzsparte Ford Motor Credit Verbindlichkeiten von 150 Mrd. Dollar, Ford selber habe lediglich Schulden in Höhe von 14 Mrd. USD, die durch Barmittel von 25 Mrd. USD aufgewogen würden.
Als Mengenhersteller leide Ford besonders unter den anhaltend schwierigen Marktbedingungen und den massiven Kaufanreizen in den USA. Auf Grund der nach wie vor bestehenden Überkapazitäten im US-Automobilmarkt würden die Analysten auch in 2004 mit keiner spürbaren Entspannung der Ertragslage rechnen. Kritisch sehe man auch die Qualitätsprobleme in der Fertigung, die bestehende Deckungslücke in den Pensionsfonds sowie die hohe Verschuldung.
Im Hinblick auf die im Vergleich zu Wettbewerbern ambitionierte Bewertung bestätigen die Analysten der Stadtsparkasse Köln ihre "Underperformer"-Einschätzung für die Aktie von Ford.
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