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Seagate mit Kurspotential 22.07.2003
Performaxx-Anlegerbrief
Die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" sehen bei der Aktie von Seagate (ISIN KYG7945J1040 / WKN 164367) weiteres Kurspotential.
Der größte amerikanische Festplattenhersteller habe die Kurve im wahrsten Sinne des Wortes gekriegt, wie ein Blick auf den Chart zeige. Und das, nachdem zum „Zweit-IPO“ im letzten Dezember massiv Stimmen laut geworden seien, Seagate sei viel zu teuer (zum zweiten Mal) an den Markt gebracht worden. Nun scheine eher das Gegenteil offenkundig zu werden.
Seagate sei der größte amerikanische Festplattenhersteller. Wohl klingende Namen wie Baracuda oder Chetah dürften auch über Insiderwissen hinaus bei dem Einen oder Anderen bekannt sein. Das Unternehmen mit Firmensitz auf den Cayman Islands sei schon in früheren Zeiten einmal börsennotiert gewesen. Im Dezember 2002 sei Seagate mit leicht abgeänderten Firmennamen zurückgekehrt, zu 12 USD. Und die Unkenrufe seien unüberhörbar gewesen, dass Konsortialführer JP Morgan den letzten Cent habe ausquetschen wollen beim "IPO“-Pricing. Prompt sei der Kurs zum Jahreswechsel zunächst unter vehementen Druck geraten, was den erneuten Börsengang zu einem vermeintlichen Flop abgestempelt habe.
In Euro ausgedrückt habe das Tief bei 7,50 Euro gelegen. Wer hier die Nerven behalten habe, habe aber die Übertreibung erkannt. Denn die Fundamentals der gesamten Industrie, aber speziell bei Seagate, seien längst nicht dermaßen schlecht, wie der Kursverlauf habe suggerieren können. Die folgende Bodenbildung im Februar - nicht erst Mitte März, wie bei fast allen Aktien aufgrund des Irakfeldzugs - sei die logische Konsequenz, nach der nunmehr sämtliche enttäuschte Anleger mit kurzfristigem Zeithorizont verschwunden seien; wahrscheinlich Investoren, die beim "IPO" im Dezember eingestiegen seien und zwischenzeitlich enttäuscht worden seien.
Die Nachrichtenlage habe sich konstant verbessert. Ein Blick auf die letzten Quartalszahlen und damit die Jahresabschlusszahlen des Geschäftsjahres 2002/03 lohne sich. Demnach hätten die Amerikaner dank einer auf über 27% gestiegenen Bruttomarge im letzten Quartal einen Gewinn von 0,33 USD je Anteil erwirtschaftet, was am oberen Ende der eigenen und der fremden Erwartungen ausgefallen sei. Vor einem Jahr habe Seagate noch ein Minus von fast 0,50 USD je Anteil eingefahren. Der Umsatz sei um 5% (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) auf 1,44 Mrd. USD für das besagte Quartal gestiegen, ebenfalls am oberen Zielkorridor.
Das gesamte Jahr sei gekennzeichnet worden von erwähnenswerten Abschlüssen und neuen Projekten. Vor allem im boomenden Notebookmarkt seien die Claims noch nicht schlussendlich abgesteckt und neue Entwicklungen in einem stetigen Fluss.
Auf das Gesamtjahr bezogen habe Seagate einen um 7% höheren Umsatz von 6,5 Mrd. USD und einen Nettogewinn von 0,64 Mrd. USD bzw. 1,36 USD je Aktie verzeichnet. Im Vorgeschäftsjahr habe der Festplattenspezialist dagegen nur magere 153 Mio. USD oder 0,36 USD je Anteil verdient. Seagate habe 67,5 Mio. Festplatten ausgeliefert - ein fulminanter Anstieg um 23% im Vergleich zu 2001/02. Kein Wunder also, dass nicht nur zwischen diesen beiden Geschäftsjahren, sondern auch im Kursniveau Welten liegen würden.
Die Aussichten würden nicht minder vielversprechend ausfallen. Seagate rechne im laufenden Quartal mit bis zu 0,37 USD Gewinn je Aktie und einem Umsatz von 1,64 Mrd. USD. Im gesamten Geschäftsjahr sollten Umsatz und Gewinn auf 7 Mrd. USD bzw. 1,55 USD je Aktie klettern. Angesichts des Umstands, dass Seagate bis dato die Prognosen immer punktgenau eingehalten oder leicht übertroffen habe, könne man diese Prevision ernst nehmen. Das bringe Seagate ein laufendes Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 ein.
Maxtor und Western Digital beispielsweise würden mit einem KGV von 16 höher notieren, andere Konkurrenten hätten erst gar kein KGV, das sich berechnen lasse (z.B. Quantum). Und ein Discount für Seagate sei nun alles andere als angemessen.
Der Festplattenhersteller habe einen beeindruckenden strukturellen Wandel hinbekommen, vielleicht auch aus der Notwendigkeit auf Grund des "Zweit-IPOs“ im Dezember heraus, bei dem sich das Unternehmen fit für den Kapitalmarkt habe präsentieren müssen. Inzwischen sei die Unterbewertung zwar weitest gehend abgebaut, auf lange Sicht sollten die Papiere aber Kurspotenzial bis ca. 30 USD besitzen. Angesichts des äußerst robusten Kursverlaufs in den letzten Wochen biete sich bei Seagate nur ein prozyklischer Einstieg an. Speziell nach den guten Zahlen dürften etwaige Kursschwächen tendenziell gering ausfallen.
Die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" sehen die Aktie von Seagate vor diesem Hintergrund als attraktiven Titel an.
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