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Barrick Mining Aktie: Elliott Management zwingt den Goldriesen zur Neuaufstellung


21.11.2025
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) -

Barrick Mining im Brennpunkt - Wenn ein Goldriese unter Druck gerät



Barrick Mining Corp. (ehemals Barrick Gold) (ISIN: CA0679011084, WKN: 870450, Ticker-Symbol: ABR, Toronto Stock Exchange-Symbol: ABX, NYSE-Symbol: GOLD) stand in den vergangenen Monaten sinnbildlich für den neuen Goldrausch an den Kapitalmärkten. Nach einer fulminanten Rally, in deren Verlauf sich die Aktie im Jahresverlauf mehr als verdoppelte, folgte nun der Dämpfer: Am Donnerstag schloss das Papier an der NYSE bei 36,00 US-Dollar, ein Tagesverlust von 4,6 Prozent. Was auf den ersten Blick wie eine gesunde Verschnaufpause nach einem steilen Anstieg aussieht, ist bei näherem Hinsehen Teil eines viel größeren Krimis: Aktivistischer Druck durch Elliott Management, ein möglicher Konzernsplit, politische Risiken in Afrika und Asien – und gleichzeitig Rekordgewinne dank eines Goldpreises auf Allzeithoch. In dieser Gemengelage entscheidet sich, ob Barrick Mining zur Value-Falle wird – oder zu einem der spannendsten Turnaround-Stories im Rohstoffsektor der kommenden Jahre.

Der Einstieg von Elliott Management – wenn der Aktivist anklopft



Kaum eine Nachricht hat die Barrick-Anleger so aufgeschreckt wie der Einstieg von Elliott Management. Der berühmt-berüchtigte Hedgefonds des US-Investors Paul Singer hat sich in den vergangenen Tagen eine Beteiligung von rund 700 Millionen US-Dollar gesichert und ist damit zu einem der zehn größten Aktionäre des Konzerns aufgestiegen. Elliott ist kein stiller Beifahrer – der Fonds ist bekannt dafür, mit aggressiven Kampagnen Vorstände zu strategischen Kehrtwenden zu zwingen. Im Mittelpunkt steht die Forderung, Barrick Mining nach geografischen Regionen aufzuspalten. Diskutiert wird ein Nordamerika-lastiger Konzern mit Fokus auf die hochprofitablen Minen in Nevada und der Dominikanischen Republik sowie ein zweites Unternehmen, das die politisch deutlich riskanteren Assets in Afrika und Asien bündelt – darunter das gigantische Kupfer-Gold-Projekt Reko Diq in Pakistan und problembehaftete Minen in Mali und der Demokratischen Republik Kongo.

Der Hintergrund: Trotz rekordhoher Goldpreise hinkt Barrick der Performance von Wettbewerbern wie Agnico Eagle oder Newmont in den vergangenen Jahren hinterher. Ein wesentlicher Grund ist der sogenannte "Jurisdiktionsabschlag" – die Börse bewertet Konzerne mit hohen politischen Risiken in der Förderkette systematisch mit niedrigeren Multiplikatoren. Genau hier setzt Elliott an: Ein separates Nordamerika-Vehikel könnte einen Bewertungsaufschlag erhalten, während riskantere Assets separat gemanagt oder verkauft würden.

Führungswechsel und strategische Neuordnung



Der aktivistische Druck trifft Barrick in einer Phase des Umbruchs. Im September hat sich der langjährige CEO Mark Bristow überraschend zurückgezogen. Seitdem führt Mark Hill, zuvor COO, das Unternehmen als Interims-CEO. Unter seiner Führung rückt die Neuaufstellung des Nordamerika-Portfolios in den Mittelpunkt: Nevada Gold Mines – das Joint Venture mit Newmont – soll optimiert, das Fourmile-Projekt beschleunigt und die Expansion der Großmine Pueblo Viejo in der Dominikanischen Republik weiter vorangetrieben werden. Gleichzeitig muss Hill Altlasten abarbeiten: In Mali hat Barrick infolge eines Steuer- und Lizenzstreits die Kontrolle über die wichtige Loulo-Gounkoto-Mine verloren – verbunden mit einem Wertberichtigungsbedarf von rund einer Milliarde US-Dollar. Mehrere Barrick-Mitarbeiter sitzen im Land in Haft, und das Management arbeitet unter Hochdruck an einer Lösung. Für Investoren ist klar: Die neue Führung muss zeigen, dass sie das politische Risiko eindämmen und gleichzeitig das Wachstum in sicheren Regionen beschleunigen kann.

Q3 2025: Rekordquartal dank Goldpreis – Kosten steigen mit



Operativ liefert Barrick derzeit glänzende Zahlen. Im dritten Quartal 2025 erzielte der Konzern Rekorde bei operativem Cashflow, freiem Cashflow und bereinigtem Gewinn je Aktie. Die Goldproduktion stieg sequenziell um rund vier Prozent, während der freie Cashflow gegenüber dem Vorquartal um mehr als 250 Prozent zulegte – getragen von deutlich höheren realisierten Goldpreisen.

Der Goldpreis selbst kletterte im Quartal auf historische Niveaus von über 3.500 US-Dollar je Unze und liegt damit mehr als 40 Prozent über dem Vorjahresquartal. Das ermöglichte Barrick, trotz niedrigeren Outputs aus einigen Minen und politischer Störungen in Mali, ein sattes Plus beim Ergebnis auszuweisen. Zugleich steigen aber auch die Kosten: Die All-in Sustaining Costs (AISC) liegen laut Unternehmensguidance für 2025 bei 1.510 bis 1.610 US-Dollar pro Unze, während die gesamten Cashkosten (TCC) mit 1.100 bis 1.180 US-Dollar veranschlagt werden.

Die hohe Profitabilität schlägt sich unmittelbar in der Ausschüttungspolitik nieder: Barrick hat die Quartalsdividende um 25 Prozent auf 0,125 US-Dollar je Aktie angehoben und das laufende Aktienrückkaufprogramm um 500 Millionen US-Dollar erweitert. Insgesamt stehen nun rund 1,5 Milliarden US-Dollar für Rückkäufe bereit – ein klares Signal, dass das Management die aktuelle Bewertung für attraktiv hält.

Fourmile & Co.: Die Pipeline, auf die alle schauen



Herzstück der Wachstumsstory ist das Fourmile-Projekt im US-Bundesstaat Nevada. In den jüngsten Unternehmenspräsentationen und Analystenkonferenzen hebt Barrick das Projekt immer wieder hervor: Fourmile soll langfristig den Status einer Tier-One-Mine erreichen und wird als "nächste große Wachstumsquelle" im Nordamerika-Portfolio beschrieben. Die Lage unmittelbar neben dem bestehenden Nevada-Gold-Mines-Komplex verspricht zudem Synergien bei Infrastruktur, Verarbeitungskapazität und Personal.

Parallel dazu treibt Barrick zahlreiche weitere Projekte voran: Die Expansion von Pueblo Viejo in der Dominikanischen Republik zielt auf eine Jahresproduktion von bis zu 800.000 Unzen Gold, während im Kupferbereich insbesondere das Großprojekt in Lumwana (Sambia) sowie Reko Diq in Pakistan strategische Bedeutung haben. Damit positioniert sich Barrick zunehmend als Gold- und Kupferkonzern – ein Hybrid, der von der Energiewende (Kupferbedarf) ebenso profitieren kann wie von der Rolle des Goldes als Krisenwährung. Doch Fourmile ist eine Langfristwette: In aktuellen Berichten ist von einem möglichen Testbetrieb ab 2029 die Rede. Bis dahin sind Milliardeninvestitionen erforderlich, und Verzögerungen oder Kostenüberschreitungen könnten die Rendite schmälern.

Der mögliche Konzernsplit – Werttreiber oder Zerreißprobe?



Was würde ein tatsächlicher Konzernsplit bedeuten? Heute vereint Barrick unter einem Dach einerseits die politisch relativ stabilen Assets in Nordamerika, andererseits Projekte in politisch fragilen Regionen. In Analystenberichten ist seit Jahren die Rede davon, dass der Markt diese Mischung mit einem Abschlag versieht – im Vergleich zu reinen Nordamerika-Goldproduzenten wird Barrick regelmäßig mit niedrigeren Bewertungsmultiplikatoren gehandelt.

Ein Nordamerika-zentrierter Barrick-Ableger könnte aus Sicht vieler Investoren deutlich höher bewertet werden: klarer Fokus auf stabile Jurisdiktionen, hohe Cashflows aus Nevada und Pueblo Viejo, zusätzlich das Wachstumspotenzial durch Fourmile. Das verbleibende Afrika/Asien-Vehikel müsste zwar mit einem höheren Risikodiscount leben, könnte dafür gezielt Partner oder Käufer für einzelne Assets suchen – etwa für Reko Diq oder ausgewählte afrikanische Minesites. Doch die Risiken sind erheblich: Ein Split verursacht Transaktionskosten, erfordert regulatorische Genehmigungen und könnte interne Effizienzgewinne zunichte machen, die aus der Bündelung großer Konzerne hervorgehen. Die Verschuldung und die langfristigen Verpflichtungen (z.B. Umwelt- und Rehabilitationskosten) müssten neu verteilt werden – ein Minenportfolio mit vorwiegend High-Risk-Jurisdiktionen könnte dadurch bilanztechnisch weniger robust wirken. Nicht zuletzt droht ein politischer Backlash in Ländern, in denen Barrick als langfristiger Partner auftritt: Ein geplanter Rückzug oder Asset-Verkauf könnte Regierungen verärgern und laufende Verhandlungen erschweren. Für Aktionäre ist entscheidend, ob Elliott und andere Investoren eine intelligente Struktur finden, die den sogenannten Jurisdiktionsabschlag reduziert, ohne das industrielle Rückgrat des Konzerns zu beschädigen. Genau darin liegt derzeit einer der größten Hebel für eine potenzielle Neubewertung – nach oben wie nach unten.

Aktuelle Kursentwicklung – von der Kursrakete zur Schüttelphase



Aus Investorensicht ist Barrick 2025 bereits eine Achterbahnfahrt. Auf Jahressicht hat sich die Aktie mehr als verdoppelt, der Gesamt-Return über zwölf Monate liegt bei deutlich über 70 Prozent. Der Rallye lagen vor allem drei Faktoren zugrunde: der stark gestiegene Goldpreis, die Euphorie um Fourmile sowie eine Welle von Analysten-Upgrades und Kurszielanhebungen.

Der jüngste Rückgang auf 36,00 US-Dollar markiert damit vor allem eines: eine Verschnaufpause in einem zuvor überhitzten Marktumfeld. Angesichts der starken Kursgewinne der vergangenen Monate reagieren kurzfristige Anleger sensibel auf jede neue Schlagzeile – sei es zum Mali-Konflikt, zur möglichen Aufspaltung oder zu Aussagen von Notenbankern, die den Goldpreis bewegen.

Langfristig orientierte Investoren müssen daher zwei Fragen beantworten: Wie nachhaltig sind die Margen bei einem Goldpreis, der sich auf Rekordniveau bewegt? Und wie viel des erwarteten Mehrwerts durch Fourmile, höhere Dividenden und einen möglichen Split ist im aktuellen Kurs bereits eingepreist?

Die großen Chancen der Barrick-Mining-Aktie



1. Hebel auf einen strukturell höheren Goldpreis Die aktuelle Weltlage ist ein perfekter Nährboden für Gold: geopolitische Spannungen, anhaltende Inflationssorgen und Zweifel an der Glaubwürdigkeit der großen Notenbanken haben die Nachfrage nach dem Edelmetall angetrieben – mit Rekordpreisen als Folge. Barrick zählt zu den größten Goldproduzenten der Welt und profitiert daher überproportional von jedem weiteren Preisanstieg. Da ein signifikanter Teil der Kosten fix oder nur langsam ansteigt, fließt ein zusätzlicher Goldpreis-Dollar weitgehend direkt in den Gewinn.

Rekord-Cashflows und aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik

Das Q3 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, welches Cashflow-Potenzial im Geschäftsmodell steckt: rekordhoher freier Cashflow, Dividendenerhöhung um 25 Prozent und ein auf 1,5 Milliarden US-Dollar aufgestocktes Aktienrückkaufprogramm. Für Investoren bedeutet das: Selbst wenn das Wachstumstempo einmal nachlässt, kann Barrick allein durch Dividenden und Buybacks über Jahre attraktive Gesamtrenditen liefern – vorausgesetzt, die Goldpreise bleiben auf erhöhtem Niveau.

Starke Wachstums-Pipeline in sicheren Regionen

Mit Fourmile und der Erweiterung von Pueblo Viejo verfügt Barrick über zwei Großprojekte in vergleichsweise stabilen Jurisdiktionen, die langfristig erhebliches Produktionswachstum bringen können. Die Unternehmensführung betont in aktuellen Präsentationen immer wieder, dass Nordamerika zum strategischen Kern des Konzerns werden soll. Gelingt es, die Produktion in Nevada und der Dominikanischen Republik deutlich zu steigern, könnte Barrick mittelfristig mehr Gold aus politisch sicheren Regionen verkaufen als jemals zuvor in seiner Geschichte.

Potenzieller Bewertungsaufschlag durch Konzernsplit

Sollte der von Elliott angestoßene Prozess tatsächlich in einer geordneten Aufteilung münden, könnten die "guten" Assets in einem Nordamerika-Fokuskonzern einen Bewertungsaufschlag erhalten. Ein solcher Schritt hat in der Vergangenheit bei anderen Branchen immer wieder zu deutlichen Kursgewinnen geführt – vorausgesetzt, Struktur und Timing stimmten.

Kupfer als zweites Standbein

Während die Anleger aktuell fast ausschließlich auf Gold schauen, könnte sich Barricks Kupfer-Exposure langfristig als Joker erweisen. Die Energiewende und der globale Ausbau der Stromnetze treiben die Nachfrage nach Kupfer, während neue große Projekte selten sind. Mit Reko Diq und Lumwana verfügt Barrick über Projekte, die im positiven Szenario über Jahrzehnte bedeutende Cashflows generieren können – und damit eine gewisse Diversifikation vom Goldpreis ermöglichen.

Die wesentlichen Risiken – wo Anleger zweimal hinsehen sollten



1. Politische Risiken und Rechtsunsicherheit Der Mali-Konflikt ist ein warnendes Beispiel, wie schnell politische Risiken in milliardenschwere Abschreibungen umschlagen können. Der Verlust der Kontrolle über Loulo-Gounkoto, festgenommene Mitarbeiter, Exportstopps – all das zeigt, wie fragil Minenrechte in manchen Ländern sind. Ähnliche Risiken bestehen in Teilen Afrikas und in Pakistan. Jede Verschärfung der Lage kann nicht nur kurzfristig Produktion und Cashflow beeinträchtigen, sondern auch langfristig das Portfolio entwerten.

Goldpreis-Risiko

So sehr Barrick vom rekordhohen Goldpreis profitiert – die Abhängigkeit ist die Kehrseite. Fällt Gold deutlich, etwa weil die Inflationserwartungen zurückgehen oder die Geldpolitik restriktiver wird, schrumpfen die Margen schnell. Mit AISC von über 1.500 US-Dollar je Unze bleibt Barrick zwar konkurrenzfähig, aber nicht immun gegenüber einem Preisrückgang.

Ausführungsrisiko bei Großprojekten

Fourmile, Pueblo Viejo, Lumwana, Reko Diq – sie alle sind kapitalintensive Projekte mit langen Laufzeiten. Verzögerungen, Kostenexplosionen oder technische Probleme können die erwarteten Renditen deutlich reduzieren. Der Zeitplan für Fourmile, der erste Testproduktion frühestens Ende des Jahrzehnts vorsieht, lässt wenig Spielraum für Fehltritte.

Unklare Effekte eines Konzernsplits


Ein möglicher Split trägt das Potenzial für eine massive Neubewertung – positiv wie negativ. Misslingt die Umsetzung, bleiben faule Kompromisse zurück: etwa ein Nordamerika-Konzern, der zu stark mit Schulden belastet ist, oder ein "Rest-Barrick", dem die Cashflow-Maschinen fehlen, um riskante Projekte sauber zu entwickeln. Hinzu kommen die politischen und regulatorischen Fallstricke einer solchen Operation.

ESG- und Reputationsrisiken

Moderne Investoren achten zunehmend auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards. Berichte über Konflikte mit lokalen Gemeinden, Umweltprobleme oder Regierungsstreitigkeiten können die Attraktivität der Aktie für große Fonds reduzieren. Barrick bemüht sich, seine ESG-Story zu verbessern, doch der Spagat zwischen profitablen Großprojekten und hohen Standards ist im Bergbau traditionell schwierig.

Aktuelle Analystenstimmen zu Barrick Mining – Kursziele im Überblick



Die Analystengemeinde zeigt sich insgesamt optimistisch. Verschiedene Plattformen sehen auf Basis der jüngsten Research-Updates eine Konsenseinschätzung "Moderate Buy" bis "Buy", mit einem durchschnittlichen Kursziel im Bereich von rund 41 bis 43 US-Dollar – je nach Stichprobe ergibt sich daraus ein mittleres Aufwärtspotenzial zwischen knapp 9 und gut 14 Prozent gegenüber den zuletzt gehandelten Kursen. Vom Schlusskurs bei 36,00 US-Dollar aus betrachtet fällt das rechnerische Potenzial sogar etwas größer aus.

Im Folgenden eine Zusammenstellung der im Screenshot ersichtlichen Einzelstimmen, sortiert nach prozentualem Aufwärtspotenzial (alle Daten Stand November 2025, Upside-Prozente beziehen sich auf den von TipRanks zugrunde gelegten Kurs, nicht auf den jüngsten Rücksetzer auf 36 Dollar):

Anita Soni (CIBC)
"Buy" 50 USD ca. 38,9% Sie zählt Barrick zu den Top-Profiteuren des hohen Goldpreises und sieht nach dem Q3-Rekordquartal Spielraum für weitere Gewinnsteigerungen. Im Fokus stehen die wachsende Cashflow-Stärke, die Projektpipeline in Nordamerika und der Bewertungsabschlag im Vergleich zu Peers.

Richard Gray (Cormark Securities)
"Buy" 46,85 USD ca. 30,1% Gray betont die Hebelwirkung auf den Goldpreis und sieht in den Nordamerika-Assets – insbesondere Nevada – den künftigen Werttreiber. Er verweist auf die deutliche Verbesserung der Bilanz und die Möglichkeit, über Dividenden und Rückkäufe signifikante Shareholder-Returns zu generieren.<

Ralph M. Profiti (Stifel Nicolaus)
"Buy" 46,14 USD ca. 28,2% Profiti gehört zu den Analysten, die Barricks Wachstumsstrategie in Nordamerika klar begrüßen. Er sieht insbesondere im Zusammenspiel aus Nevada Gold Mines, Fourmile und Kupferprojekten ein attraktives Chance-Risiko-Profil und verweist auf die starke Free-Cashflow-Generierung im aktuellen Preisumfeld.

Fahad Tariq (Jefferies)
"Buy" 46 USD ca. 27,8% Tariq sieht Barrick nach dem CEO-Wechsel an einem Wendepunkt. In jüngsten Kommentaren hebt er die Fokussierung auf Nordamerika hervor und argumentiert, dass der Markt den Konzern noch immer mit einem deutlichen Abschlag zu vergleichbaren Produzenten bewertet – ein Nährboden für weitere Kursgewinne, insbesondere wenn der Konzernsplit umgesetzt wird.

Steven Green (TD Cowen)
"Buy" 46 USD ca. 27,8% Green beschreibt die jüngsten Entwicklungen bei Fourmile als "Game Changer" und sieht darin den wichtigsten Treiber für eine Neubewertung von Barrick. Gleichzeitig verweist er auf die über den Konsens hinausgehende Hebelwirkung des Konzerns auf steigende Goldpreise.

Tanya Jakusconek (Scotiabank)
"Outperform" 43 USD ca. 19,4% Jakusconek hat die Aktie im Oktober von "Sector Perform" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel deutlich auf 43 US-Dollar angehoben. Sie argumentiert, dass Barrick als relativ hochpreisiger Produzent überdurchschnittlich vom aktuellen Goldpreisniveau profitiert und dass ein erfolgreicher Projektvollzug in Nevada und bei Pueblo Viejo die Bewertung deutlich nach oben treiben könnte.

Bob Brackett (Bernstein)
"Buy" 41,88 → 42,59 USD ca. 18,3% Brackett sieht Barrick auf einem guten Weg, den Kapitalmarkt durch höhere Transparenz und fokussierte Kapitalallokation zu überzeugen. Seine leicht angehobenen Kursziele spiegeln vor allem die höhere Visibilität der Cashflows und die Aussicht auf strukturell höhere Goldpreise wider.

Josh Wolfson (RBC Capital)
"Buy" 40 USD ca. 11,1% Wolfson ordnet Barrick im Branchenvergleich im oberen Mittelfeld ein: attraktives Wachstumsprofil, aber auch deutliche politische Risiken. Er unterstreicht, dass die Aktie auf Basis der Q3-Zahlen und der gestiegenen Ausschüttungen noch Spielraum nach oben hat, allerdings sensibel auf Goldpreisrückgänge reagiert.

Daniel Major (UBS)
"Buy" 39 USD ca. 8,3% Major fokussiert sich in seiner Einschätzung auf die Stabilität der Bilanz und das Pipeline-Potenzial im Kupferbereich. Er sieht Barrick als Profiteur eines anhaltenden Rohstoff-Superzyklus, mahnt aber zugleich, dass politische Risiken konsequent reduziert werden müssen – etwa durch Portfolioumbauten oder einen Konzernsplit.

Matt Murphy (BMO Capital)
"Hold" 29,1 → 37,62 USD ca. 4,5% Murphy bleibt vorsichtiger: Er erkennt zwar das Potenzial von Fourmile und die Stärke des aktuellen Cashflows an, sieht im Kurs aber bereits einen Großteil der guten Nachrichten eingepreist. Besonders die politischen Risiken in Afrika und Pakistan sowie das Ausführungsrisiko bei der Projektpipeline rechtfertigen aus seiner Sicht eine vorsichtigere Einstufung.

In Summe überwiegen die positiven Stimmen deutlich – selbst die verhaltenen Analysten wie BMO sehen kaum massives Abwärtspotenzial, sondern eher ein begrenztes Aufwärtspotenzial bei erhöhtem Risiko. Die optimistischen Häuser setzen vor allem darauf, dass Barrick den Jurisdiktionsabschlag abbauen und seine Nordamerika-Story konsequent ausspielen kann.

Einordnung: Was bedeutet der Rückgang auf 36 Dollar?



Vor diesem Hintergrund wirkt der Kursrutsch auf 36,00 US-Dollar weniger wie der Beginn eines Absturzes, sondern eher wie ein Reality-Check nach einer außerordentlichen Rally. Kurzfristig dominieren Schlagzeilen: Elliott-Einstieg, Mali-Streit, Spekulationen über einen Konzernsplit. Mittelfristig wird sich der Kurs jedoch an drei Kennzahlen messen lassen müssen: dem freien Cashflow je Aktie, der Entwicklung der AISC im Verhältnis zum Goldpreis und dem Fortschritt bei Fourmile und den übrigen Großprojekten.

Bleibt der Goldpreis auf hohen Niveaus und gelingt es Barrick, die politischen Risiken kontrolliert abzubauen, könnte der aktuelle Rücksetzer langfristig als Einstiegschance in die Historie eingehen. Fallen hingegen Goldpreis und politische Stabilität gleichzeitig, droht aus der Wachstumsstory eine klassische Rohstoff-Falle zu werden.

Fazit: Für welche Anleger sich Barrick Mining jetzt eignet



Barrick Mining ist derzeit nichts für schwache Nerven – aber genau das macht die Aktie für viele Investoren so spannend. Der Konzern steht an einer Weggabelung: Auf der einen Seite locken Rekord-Cashflows, ein strukturell hohes Goldpreisniveau, eine starke Projektpipeline in Nordamerika und die Aussicht auf zusätzliche Werthebel durch Konzernmaßnahmen. Auf der anderen Seite lauern politische Risiken, Projektrisiken und die Gefahr, dass der Goldpreis nach einer außergewöhnlichen Rally auch einmal länger konsolidiert.

Für risikoaffine Anleger mit mittlerem bis langem Horizont bietet Barrick damit eine Mischung aus Turnaround-, Wachstums- und Dividendenstory – gewürzt mit der Extra-Note eines potenziellen aktivistischen Showdowns zwischen Management und Elliott Management. Wer bereit ist, diese Volatilität auszuhalten, könnte mit zweistelligen Renditen belohnt werden, wenn die Konzernstrategie aufgeht.

Vorsichtigere Investoren sollten prüfen, ob sie Barrick als Satellitenposition beimischen – neben stabileren Gold- oder Rohstofftiteln – und sich klare Stop-Loss- und Gewinnziele definieren. Denn eines ist sicher: Langweilig wird es bei dieser Aktie in den nächsten Quartalen nicht.

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Autor: Redaktion, aktiencheck.de
Veröffentlicht am: 21. November 2025

Disclaimer

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien unterliegen Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für etwaige Entscheidungen auf Basis dieses Artikels. (21.11.2025/ac/a/a)



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