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Wyeth Outperformer


25.06.2003
ING BHF-BANK

Der Analyst der ING BHF-Bank, Oliver Kopp, stuft die Aktie Wyeth (ISIN US9830241009 / WKN 850229) als Outperformer ein.

Der US-Pharmakonzern habe mit der Nachricht überrascht, dass rund 90.000 Personen aus der Sammelklage gegen Wyeth, infolge der durch Schlankheitspräparaten verursachten Nebenwirkungen (Herzprobleme), ausgetreten seien. Vermutlich werde ein Großteil dieser Gruppe einzeln juristisch gegen Wyeth vorgehen. Seitdem die Produkte im Jahre 1997 vom Markt genommen worden seien, habe Wyeth Zahlungen in einem Umfang von 12,8 Mrd. USD an Geschädigte geleistet. Gleichwohl sei man trotz der offenen juristischen und finanziellen Fragen optimistisch, dass die Folgen für das Unternehmen begrenzt seien würden.

Angesichts vorhandener Rückstellungen in Höhe von 1,8 Mrd. USD, einer ordentlichen Bilanz (Netto-Verschuldung: ca. 2 Mrd. USD) sowie durch juristisch und medizinisch definierter Rahmenbedingungen begrenzte Ansprüche seitens der Patienten, rechne man aus den Einzel- und Sammelklagen mit wesentlich niedrigeren als den bislang geleisteten Zahlungen.

Der Umsatzrückgang bei den Hormonersatzpräparaten ( -40%) habe im 1. Quartal für einen Umsatzzuwachs von "nur" 1% auf 3,7 Mrd. USD gesorgt. Die verbleibenden Produkte hätten, mit Unterstützung der wachstumsstarken, jungen Präparate wie Protonix (+ 46% auf 360 Mio. USD), für Umsatzzuwächse von 11% gesorgt und damit für einen niedriger als erwarteten Rückgang beim Gewinn je Aktie um "nur" 17% auf 0,54 USD (Konsensus: 0,51 USD).


Positiv beurteile man die Tatsache, dass das Unternehmen am Gewinnziel von 2,40 USD bis 2,50 USD (Vorjahr: 2,22 USD) für das Jahr 2003 festhalten wolle. Nachdem die negativen Auswirkungen einer Langzeitstudie für massive Umsatzeinbrüche in der 2. Jahreshälfte 2002 bei den margenstarken Hormonersatztherapeutika gesorgt hätten, rechne man ab der zweiten Jahreshälfte mit spürbaren Gewinnsteigerungen.

Wyeth habe außerdem von positiven Fortschritten bei diversen im Markt befindlichen bzw. vor der Einführung stehender Präparate berichtet. So seien offenbar die wesentlichen Probleme im Herstellungsprozess des wichtigen Impfstoffes Prevnar gelöst worden, so dass die Umsatzentwicklung des Präparats einen spürbaren Schub erfahren dürfte (2002: 648 Mio. USD).

Die vor wenigen Monaten erhaltene Zulassung einer weiteren Produktionsstätte für das gemeinsam mit Amgen in den USA vertriebene Präparat Enbrel (Rheumatische Arthritis) ermögliche eine bessere Abdeckung der hohen Nachfrage und den Beginn des internationalen Vertriebs in der 2. Jahreshälfte. Positiv beurteile man außerdem die Zulassung des gemeinsam mit MedImmune vertriebenen Impfstoffs FluMist für den wichtigen US-Markt.

Die sektorweite Diskussion um einen verbilligten Zugang für Patienten ohne Versicherungsschutz in den USA sollte nach Meinung der Analysten mittelfristig nur einen begrenzten Einfluss auf die Gewinnentwicklung von Wyeth haben. Operativ erachte man Wyeth als eines der attraktivsten Pharmaunternehmen.

Angesichts einer wachstumsstarken im Markt befindlichen Produktpalette, in Verbindung mit sehr geringen generischen Risiken, bestätigen die Analysten der ING BHF-Bank ihre Bewertung "Outperformer" für den mit einem hohen Risiko versehenen Titel.




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