|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Iberdrola Downgrade 11.06.2003
ING BHF-BANK
Analyst Thomas Paschen von der ING BHF-BANK stuft die Aktie der Iberdrola S.A. (ISIN ES0144580018 / WKN 851357) auf "underperform - Mittleres Risiko" herunter.
Während andere europäische Versorger ihre Investitionen zurückschrauben würden, investiere Iberdrola zwischen 2000 und 2006 12 Mrd. Euro. Die dafür notwendigen Finanzmittel sollten vor allem durch den soliden Cashflow, Verkäufe von Nicht-Kerngeschäften und eine leichte Erhöhung der Verschuldung bereitgestellt werden. Unter anderem würden die Spanier dadurch eine Verdoppelung der installierten Erzeugungskapazitäten bis 2006 anstreben. Gleichzeitig reduziere sich der Anteil der Wasserkraft an der Erzeugung und somit die Sensitivität gegenüber schwankenden Niederschlagsmengen, wodurch insgesamt der Produktionsmix verbessert werde. Zusätzlich sollten Kostensenkungen und Profitabilitätssteigerungen den Nettogewinn und das EBITDA bis 2006 gegenüber 2000 auf 1,6 bzw. 4,2 Mrd. Euro verdoppeln.
Die Iberdrola-Aktie habe sich in den vergangenen 12 Monaten erfreulich von den Turbulenzen innerhalb des europäischen Versorger-Sektors abkoppeln können. So habe die Aktie in dieser Zeit eine unveränderte Kursentwicklung aufgewiesen, während der europäische Branchenindex hingegen 22% an Wert verloren habe. Hierfür ausschlaggebend sei nach Ansicht der ING BHF-BANK der intakte defensive Charakter gewesen, der vor allem durch die geringen Aktivitäten in Lateinamerika und dem Geschäftsprofil mit dem Fokus auf Strom sowie den Heimatmarkt zum Ausdruck komme. In den letzten drei Monaten habe die Aktie jedoch eine Underperformance gegenüber dem Sektor von knapp 10% aufgewiesen. Dies führe das Researchteam einerseits auf den Rückzug des "feindlichen" Übernahmeangebots von Gas Natural zurück sowie andererseits auf das vergleichsweise defensive Profil des Versorgers in einem verbesserten Aktienmarktumfeld.
Die langfristig attraktiven Wachstumsaussichten, das vergleichsweise defensive Profil mit nur geringen Aktivitäten außerhalb des Kerngeschäfts und die klare Strategie seien nach Einschätzung des Researchteams bereits weitestgehend im Kurs enthalten. Unterstützung biete die attraktive Dividendenrendite. Das Researchteam sehe gleichwohl auf dem derzeitigen Bewertungsniveau keine positiven Katalysatoren. Den Analysten der ING BHF-BANK würden andere europäische Versorger zurzeit deutlich mehr Potential bieten. Dies treffe vor allem auf die gerade in 2002 aufgrund von Bilanzsorgen und anderen Bedenken nach Meinung des Researchteams übertrieben stark abgestraften Konzerne wie RWE oder E.ON zu. Diese dürften im Zuge erfolgreicher Restrukturierungen und der Fokussierung auf Profitabilität im Moment und auch im Falle eines weiteren Markt- und Wirtschaftsaufschwungs mehr im Vordergrund stehen.
Da die Analysten der ING BHF-BANK im Vergleich zum Sektor deshalb nur eine unterdurchschnittliche Kursentwicklung in den nächsten Monaten erwarten, stufen sie die Iberdrola-Aktie von "marketperform - Mittleres Risiko" auf "underperform - Mittleres Risiko" herab.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|