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Swatch günstig bewertet 26.05.2003
Bank Hofmann
Die Analysten der Bank Hofmann sind der Meinung, dass die Aktei von Swatch (ISIN CH0012255151 / WKN 865126) günstig bewertet ist.
Das eher garstige wirtschaftliche Umfeld habe der Swatch Group im letzten Geschäftsjahr nicht allzu viel anzuhaben vermocht. Der Umsatz sei zwar um 2,9% auf 4,1 Mia. CHF zurück gegangen, sei aber durch den starken Anstieg des Frankens gegenüber für den Konzern wichtigen Fremdwährungen - US-Dollar, Yen, Renminbi, Hongkong- und Singapur-Dollar - gedrückt worden.
Ohne Währungseinflüsse hätte ein Umsatzwachstum von 1,1% resultiert. Noch solider habe sich der Gewinn entwickelt. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei nämlich nur um 1,9% auf 632 Mio. CHF geschrumpft. Damit habe sich die operative Marge von 15,4% auf 15,6% verbessert. Das Nettoergebnis habe sich auf 494 Mio. CHF belaufen und sei 2,0% niedriger als im Vorjahr gewesen. Dies sei der drittgrößte Gewinn in der Geschichte des 1983 durch Fusion von Asuag und SSIH entstandenen Uhrenkonzerns.
Das Rückgrat des Konzerns seien die Fertiguhren geblieben, die rund drei Viertel zum Umsatz und etwa vier Fünftel zum Gewinn beitragen würden. Der Umsatzrückgang von 1,8% sei negativen Wechselkurseffekten anzulasten. In Lokalwährungen habe bei allen wichtigen Marken ein Wachstum resultiert und damit ein Ausbau der Marktposition. Ein vorteilhafter Produktemix, anhaltende Kostensenkungen und die Eröffnung von eigenen Verkaufsläden hätten die Ausweitung der operativen Marge von 17,2% auf 17,3% ermöglicht. Die Konzernleitung baue das Vertriebsnetz in raschem Tempo aus, um die Distribution besser kontrollieren zu können. In der Uhrenproduktion (Herstellung von Uhrwerken und Komponenten) sei der Umsatz um 1,1% gestiegen. Gleichzeitig habe die operative Marge von 4,7% auf 5,9% erhöht werden können. Lediglich die Sparte Elektronische Systeme (Komponenten für die Telekom-Industrie) habe einen deutlichen Umsatzrückgang von 11% und eine Margenverengung von 18,5% auf 15,7% hinnehmen müssen. Der Grund sei im schwierigen Umfeld für die Mobiltelefonie zu suchen.
Mit der Lungenkrankheit SARS habe sich das wirtschaftliche Umfeld in den letzten Monaten noch eine Spur verschlechtert. Die Geschäftsführung habe jedoch Anfang Mai erwähnt, dass SARS nur punktuell zu spüren sei, und erwarte auch für das laufende Jahr eine gute Umsatz- und Ertragsentwicklung. Das erzielbare Wachstum falle allerdings negativen Währungseinflüssen zum Opfer. Im letzten Jahr seien 54% des Umsatzes in Europa, 30% in Asien und 13% in Amerika erwirtschaftet worden.
Der anhaltende Erfolg sei der Fokussierung auf die sich verändernden Kundenbedürfnisse, der Innovationsfähigkeit, talentiertem Marketing, striktem Kostenmanagement und nicht zuletzt einer äußerst konstruktiven Unternehmenskultur zuzuschreiben. Zusammenfassend sei die Swatch-Gruppe ein Uhrenkonzern mit grundsolider Bilanz, der in einem eher garstigen Umfeld schlagkräftig bleibe und in einem Aufschwung mitziehe. Auf Grund des starken Schweizerfrankens rechne man damit, dass der Reingewinn das Vorjahresniveau nur knapp erreichen könne, doch nächstes Jahr dürfte er sich je nach konjunkturellem Schwung in der Größenordnung von 10 bis 20% steigern.
Mit einem KGV (04) von 13,0 ist die Swatch-Aktie sehr günstig bewertet, so die Analysten der Bank Hofmann.
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