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Lenzing investiert bleiben


23.05.2003
Erste Bank

Die Analysten der Erste Bank empfehlen bei den Aktien von Lenzing (ISIN AT0000644505 / WKN 852927) investiert zu bleiben.

Der österreichische Faserproduzent habe mit den Geschäftszahlen für das erste Quartal 2003 an das Rekordjahr 2002 anschließen können. Ungeachtet der schwierigen Konjunktur- und Währungsentwicklungen sei bei einem de facto unveränderten Umsatz von EUR 150,7 Mio. (Q1/02: EUR 150,8 Mio.) ein um 9% verbessertes EBIT von 20,7 Mio. erzielt worden. Vor allem eine höhere Faserproduktion sowie ein verbesserter Produktmix seien für diese Entwicklung verantwortlich. Im Geschäftsbereich Fasern verlaufe der Ausbau der Faserkapazitäten an den Standorten Lenzing und Heiligenkreuz planmäßig. Die Nachfrage an Lycocell-Fasern sei anhaltend positiv. Im Bereich Lenzing Technik sei an die erfreuliche Entwicklung des Vorjahres angeschlossen worden und auch bei Lenzing Papier sei das Ergebnis zufriedenstellend gewesen.


Für die kommenden Quartale zeige sich das Management vorsichtig. Während das Ende des Irak-Krieges noch keine nachhaltige Besserung der Konjunktur nach sich gezogen habe, lasse die Lungenkrankheit SARS neue Unsicherheiten aufkommen. Lenzing werde auch 2003 versuchen, sich weiterhin von den Konjunkturzyklen abzukoppeln. Belastend werde sich jedoch ein Nachfragerückgang im Faserbereich sowie der schwache US-Dollar auswirken. Die strategische Positionierung, der verbesserte Produktmix sowie die Kostenkontrolle der Gruppe sollten auch in 2003 ein zufriedenstellendes Ergebnis ermöglichen.

Bei der Hauptversammlung sei für das Geschäftsjahr 2002 eine deutlich angehobene Dividendenausschüttung von EUR 4,0 nach EUR 1,46 beschlossen worden. Die weitere Gewinndynamik sei 2003 damit sicher nur abgeschwächt vorhanden, nichtsdestotrotz erscheine den Analysten der Erste Bank die Aktie nach wie vor nicht übermäßig teuer bewertet. Spekulationen zu einem Börserückzug würden immer wieder aufkeimen und erscheinen den Analysten der Erste Bank zumindest nicht gänzlich unrealistisch.

Sowohl aufgrund der fundamentalen Bewertung, als auch aufgrund dieser Übernahmefantasie würden die Analysten der Erste Bank bei Lenzing weiter investiert bleiben.




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