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Austrian Airlines "reduce"


09.05.2003
Erste Bank

Die Analysten der Erste Bank bekräftigen ihre Empfehlung "reduce/high risk" für die Aktie von Austrian Airlines (ISIN AT0000620158 / WKN 875224).

Die österreichische Fluglinie habe diese Woche Geschäftszahlen zum ersten Quartal bekannt gegeben, welche sich den Erwartungen der Analysten entsprechend weiter verschlechtert hätten. Gegenüber dem Quartal des Vorjahres (428 Mio. EUR) habe sich der Flug-Umsatz auf 416,6 Mio. EUR verschlechtert, habe jedoch über den Erwartungen von ca. 400 Mio. EUR gelegen. Bei unveränderten Kostenbedingungen habe diese Umsatzentwicklung eine Verschlechterung im EBIT von minus 41,4 Mio. EUR im Q1/2002 auf minus 50,9 Mio. EUR in Q1/2003 bewirkt.

Das Finanzergebnis mit lediglich minus 5,6 Mio. EUR habe hingegen überrascht, da die Austrian Airlines variabel verzinst sei und vom gegenwärtig niederen Zinsniveau profitiere. Der zunehmende Druck auf die Einheitserträge werde durch die rückläufige Entwicklung der Flugumsätze offenkundig.


Die schwachen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, eine anhaltend starke Konkurrenz durch Billigfluggesellschaften, eine Veränderung des Konsumentenverhaltens sowie der starke Rückgang in den Verkehrszahlen würden eine Fortsetzung des Drucks auf die Einheitserträge vermuten lassen. Eine weitere Herausforderung stelle SARS dar, dessen Auswirkungen bereits in den Verkehrszahlen April von KLM erkennbar gewesen seine.

Die Luftfahrtindustrie sehe sich turbulenten Entwicklungen gegenüber, wobei der sinkenden Nachfrage mit niedrigeren Kapazitäten und Kosten sowie mit reduzierten Ticketpreisen begegnet werde. Austrian Airlines "Magic-Price"-Strategie werde zusätzlich auf die Entwicklung der Einheitserträge lasten, aber hoffentlich die Vorausbuchungslage verbessern.

Es erscheine fragwürdig, ob der Einheitsertragsrückgang vom Mengenwachstum kompensiert werden könne. Die Analysten würden daher ihre EBIT-Schätzung für das Gesamtjahr mit 15 Mio. EUR aufrecht behalten. Die Geschäftszahlen für Q2/2003 würden von besonderer Bedeutung sein, als sich die Wirksamkeit der "Magic-Price"-Strategie und die Stärke des SARS Effekts zeigen würden.

Aufgrund des hohen Risikoprofils von Austrian Airlines bedingt durch die hohe Verschuldung, die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, zahlreiche externe Faktoren (z.B.: SARS) und die harte Konkurrenz durch Billigfluggesellschaften bekräftigen die Analysten der Erste Bank ihre "reduce/high risk" Empfehlung für die Austrian Airlines-Aktie.




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