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Berkshire Hathaway kaufen


05.05.2003
boerse.de-Aktienbrief

Die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" raten zum Kauf der Berkshire Hathaway-Aktie (ISIN US0846702076 / WKN 900567).

Berkshire Hathaway stehe für einen der ungewöhnlichsten Champions. Gegründet worden sei Berkshire bereits 1889 als Baumwollspinnerei. Der heutige Firmenname sei 1955 im Zuge einer Verschmelzung mit dem Branchen-Kollegen Hathaway Manufacturing entstanden. Doch das Textilgeschäft habe Verluste produziert und wenn 1962 nicht eine gewisse Buffett Partnership mit Aktienkäufen begonnen hätte, wäre das Ende wohl besiegelt gewesen. Warren Buffett habe seine Käufe bei 8 Dollar begonnen, weil er einen Netto-Wert von 13 Dollar/Aktie errechnet habe. Als die Beteiligung 1965 auf 49% angewachsen sei, habe Buffett den Vorstandsvorsitz übernommen, den der 72-jährige bis heute inne habe.

Im Laufe der Zeit habe Buffett ein regelrechtes Investmentsammelsurium entworfen, so dass Berkshire Hathaway heute einerseits als Holding gelte, in der die verschiedensten Beteiligungen zusammenliefen, andererseits als Investmentgesellschaft, die große Aktienpakete halte.

Während in den Beteiligungsfirmen etwa 145.000 Mitarbeiter beschäftigt seien, werde die Zahl der Mitarbeiter im Hauptquartier in Omaha übrigens mit 15,8 angegeben - weil ein Mitarbeiter nur 4 Tage in der Woche arbeite und Buffett prinzipiell nicht aufrunde.


Die Hälfte des Umsatzes erwirtschafte Berkshire mit Versicherungen, zu denen der Rückversicherer General Re und der Autoversicherer Geico gehören würden. Zur Unternehmensgruppe würden aber auch etwa drei Dutzend weitere Unternehmen aus den Bereichen Farben, Möbel, Teppiche, Restaurants, Schmuck, Unterwäsche sowie z.B. der Textilproduzent Fruit of the Loom zählen. Das Aktienportfolio von Berkshire enthalte wesentliche Beteiligungen an den Konzernen American Express, Coca-Cola, Gillette, Moodys, Washington Post und Wells Fargo. Diese Pakete würden mit einer sehr langfristigen Perspektive erworben, denn Buffett betone, dass er in keiner Aktie auch nur einen Tag investiert sein möchte, die nicht auch über Jahre (und selbst bei Schließung der Börsen) ein Investment wert seien.

In 2002 habe Berkshire den Umsatz um 10 Prozent auf 42,3 Milliarden Dollar steigern können. Aufgrund deutlich anziehender Versicherungsprämien sei der Gewinn von 795 Millionen sogar auf ein neues Rekordniveau von 4,29 Milliarden explodiert, nachdem 2001 durch den Anschlag auf das World Trade Center geprägt gewesen sei. Alleine General Re habe damals eine Schadenssumme von 2,4 Milliarden Dollar zu verkraften gehabt.

Buffett sei der wohl bekannteste lebende Börsianer und die regelrechte Inkarnation eines Value- Investors. Denn gemäß seinem Lehrmeister Benjamin Graham investiere Buffett nur dann, wenn er mit einem Bewertungsabschlag einsteigen könne. Daher sehe "das Orakel von Omaha" auch trotz der gesunkenen Kurse noch keine großartigen Möglichkeiten am Aktienmarkt. Stattdessen werde z.Z. stark in sog. "Junk Bonds" investiert. Während Buffett niemals auch nur eine Technologie- bzw. Internet-Aktie angerührt habe, seien die Investments in Risikoanleihen von Amazon, Level 3 oder AOL alleine in 2002 auf 8,3 Milliarden Dollar versechsfacht worden. Wegen seiner Sturheit werde Buffett häufig verspottet, bekomme am Ende aber doch immer wieder Recht. Diese Sturheit habe Berkshire Hathaway aber auch zur teuersten Aktie der Welt und den Aktionär Warren Buffet (nach Bill Gates) zum zweitreichsten Menschen der Erde gemacht.

Die Performance-Kennzahlen der Aktie würden Berkshire Hathaway als einen herausragenden Champion kennzeichnen, der jetzt ein langfristiges Kaufsignal generiert habe. Mit einem Kurs von über 70.000 Dollar seien die Aktien fast unbezahlbar, doch es gebe B-Aktien, die exakt 1/30 des Kurses repräsentieren würden.

Anleger sollten jetzt mit einer 5-Jahres-Gewinnchance von 124 Prozent kaufen, so die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" bezüglich der Berkshire Hathaway-Aktie.




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