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Statoil verkaufen 22.04.2003
Hamburgische LB
Die Analysten der Hamburgischen Landesbank empfehlen die Aktie von Statoil (ISIN NO0010096985 / WKN 675213) zu verkaufen.
Statoil sei der führende Produzent von Öl und Gas in Norwegen. Der skandinavische Staat besitze noch 81,7% der ausstehenden Anteile. Mit einem 2002er Umsatz von 243,8 Mrd. NOK (Norwegische Kronen) gehöre Statoil zu den zehn weltgrößten börsennotierten Ölkonzernen. Die Hauptziele des Unternehmens würden entsprechend der Geschäftsverteilung im Upstreambereich liegen. So solle die inländische Öl- und Gasproduktion bis 2007 auf einem Niveau von etwa 1,0 Mio. Barrel pro Tag (bpd) stabil gehalten werden.
Wachstumschancen sehe Statoil vor allem international. Hier sei geplant, das Fördervolumen auf 0,26 Mio. bpd mehr als zu verdreifachen. Gleichzeitig würden niedrigere Kosten bei Erschließung und Produktion angestrebt, so dass das RoACE auf Basis eines durchschnittlichen Ölpreises von 16 USD pro Barrel von 10,8% auf 12% in 2004 steigen solle. Außerdem hoffe Statoil, durch verstärkte Exporte von der Liberalisierung der europäischen Gasmärkte profitieren zu können.
Die Statoil-Aktie werde derzeit mit einem 2003er KGV von 9,6 bewertet. Dies entspreche dem Durchschnitt der kleineren europäischen Ölkonzerne. Im Vergleich zu diesen Konkurrenten erwarte man in den kommenden Jahren jedoch ein geringeres Ergebniswachstum, da insbesondere das Wachstum der Öl- und Gasproduktion hinter dem der Wettbewerber zurückbleiben dürfte.
Zudem sehe man die geringe Aufstellung im Raffinerie- und Marketingbereich als Nachteil, da fallende Ölpreise nicht durch steigende Downstreamerträge ausgeglichen werden könnten. Nicht zuletzt stelle nach Erachten der Analysten auch der geringe Freefloat der Aktie einen Negativfaktor dar. Aus diesen Gründen halte man das derzeitige Kurspotential der Statoil-Aktie für begrenzt.
Die Empfehlung der Analysten der Hamburgischen Landesbank für die Statoil-Aktie lautet daher "verkaufen".
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