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Wyeth ein Kauf


18.03.2003
ING BHF-BANK

Der Analyst Oliver Kopp der ING BHF-BANK empfiehlt die Wyeth-Aktie (ISIN US9830241009 / WKN 850229) zu kaufen.

Die von Wyeth vorgelegten Ergebnisse für das 4. Quartal 2002 hätten die in sie gesetzten Erwartungen getroffen. Dank der Umsatzzuwächse im Bereich Verschreibungspflichtiger Pharmazeutika (+8% auf 3,0 Mrd. US-Dollar) hätten die Erlöse auf der Konzernebene um 4% auf 3,8 Mrd. US-Dollar gesteigert werden können. Damit seien die rückläufigen Umsatzerlöse in den Sparten Animal Health Products (-22% auf 170 Mio. US-Dollar) und Consumer Healthcare (-6% auf 611 Mio. US-Dollar) mehr als kompensiert worden.

Erfreuliche Absatzsteigerungen hätten erneut beim Magen-Darm-Präparat Protonix (+168% auf 287 Mio. US-Dollar) und dem Antidepressivum Effexor (+ 25 % auf 597 Mio. US-Dollar) verzeichnet werden können. Positiv beurteilen die Analysten der ING BHF-BANK außerdem die Tatsache, dass sich der Absatzrückgang bei den Hormonersatztherapeutika nach den negativen Ergebnissen einer Langzeitstudie weiter verlangsamt hat (Q4: - 21%/Q3: - 28%).


Wichtiger als der berichtete Gewinnanstieg für das 4. Quartal (+5% auf 0,65 US-Dollar je Aktie) sei der von dem Unternehmen gegebene Ausblick. Danach rechne Wyeth beim Gewinn mit einem Zuwachs von 8-13% je Aktie (2002: +1,8%) bzw. mit einem Umsatzzuwachs von 6-9% (2002: +4%) für das Jahr 2003 und habe damit Befürchtungen widerlegt, dass das laufende Jahr vergleichbar schwierig wie das Jahr 2002 sein könnte. Mit zweistelligen Zuwachsraten von wichtigen Präparaten wie Effexor, Protonix und Prevnar (Impfstoff) sollte es Wyeth im Jahr 2003, trotz der noch nicht ausgestandenen Problemen bei den Hormonersatztherapiepräparaten (HRT), gelingen, den Gewinn zweistellig zu steigern.

Die Zulassung einer weiteren Produktionsstätte für das gegen rheumatische Arthritis zum Einsatz kommende Präparat Enbrel ermögliche neben einer zusätzlichen Bereitstellung des Präparats für den US-Markt die Belieferung des europäischen Marktes, der für Wyeth unter Profitabiltätsgesichtspunkten eine höhere Attraktivität aufweise. Ebenfalls positiv beurteilen die ING BHF-BANK-Analysten die Tatsache, dass Wyeth sowie der Vertriebspartner Medimmune für den zur Zulassung vorgesehenen Impfstoff FluMist keine weiteren klinischen Testdaten an die US-Gesundheitsbehörde FDA einreichen müssen, so dass sie einer Zulassung gute Chancen einräumen.

Mittels des recht jungen Produktportfolios sollte es Wyeth gelingen, zweistellige Umsatz- und Ertragszuwächse in den kommenden Jahren zu erzielen. Positiv beurteile man die Tatsache, dass Wyeth von keinen größeren Patentausläufen in den nächsten Jahren betroffen sei. Die Bewertung mit einem KGV (basierend auf den 2004-er Gewinnschätzungen) von etwa 13 (US-Sektor: 15) reflektiere nach Erachten der Analysten unverhältnismäßig stark die noch nicht endgültig ausgestandenen Probleme im Bereich der Hormonersatztherapie. Die Analysten gingen davon aus, dass es Wyeth in den nächsten Jahren gelingen werde, den Turnaround zu schaffen.

Die Analysten der ING BHF-BANK empfehlen deshalb die noch mit einem hohen Risiko versehene Wyeth-Aktie zum Kauf.




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