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Schneider übergewichten


04.02.2003
Helaba Trust

Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Schneider-Aktie (WKN 860180) mit "übergewichten".

Das Unternehmen produziere Ausrüstungen zur Stromsteuerung, die in Gebäuden, Industrieanlagen, Energie- und Infrastruktureinrichtungen Anwendung fänden. Der Konzern habe über diverse Akquisitionen in den vergangenen Jahren einen breiten Produkt- und ausgewogenen Regionenmix erreicht. Die Energieverteilung bei niedrigen (Umsatzanteil 2001: 51%) und mittleren Spannungen (19%) sei der Schwerpunkt.


Die Börse habe den schwachen Umsatz des 4. Quartals (-8,8% gegenüber dem Vorjahr) Schneider deshalb übel genommen, weil zuvor eine wesentlich gemäßigtere Entwicklung avisiert worden sei. Laut Unternehmensangaben habe dennoch die EBITA-Marge annähernd das Vorjahresniveau erreicht. Somit müsse im 2. Halbjahr eine deutlich höhere Rendite erwirtschaftet worden sein als in den beiden Semestern zuvor. Auch 2003 stelle die Flexibilität auf der Kostenseite einen wichtigen Erfolgsfaktor dar, da insbesondere in der Automatisierungstechnik eine weitere Verschärfung des Preiswettbewerbs drohe.

Die Wettbewerbsposition von Schneider sollte sich trotzdem noch verbessern. Die Franzosen könnten schließlich nach dem Verkauf der Legrand-Beteiligung auf eine prall gefüllte Firmenkasse zurückgreifen, wenn sie sich kleinere Gesellschaften zu den derzeit günstigen Preisen einverleiben oder Sonderausschüttungen in Form von Aktienrückkäufen gewähren würden. Im aktuellen Umfeld dürfte eine im Branchenvergleich sehr niedrige Währungssensitivität als Zubrot betrachtet werden.

Die Analysten von Helaba Trust raten deshalb, die Schneider-Aktie überzugewichten, setzen jedoch wegen der Risiken der Automatisierungstechnik eine enge Ausstiegsmarke bei 37 Euro.




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