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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 16,40 € |
15,00 € |
+1,40 € |
+9,33 % |
17.04/14:26 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US50186Q2021 |
576798 |
- € |
- € |
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LG Electronics attraktiv 28.01.2003
ExtraChancen
Die Experten des Börsenbriefs "ExtraChancen" halten die LG Electronics-Aktie (WKN 576798) für attraktiv.
Was in den letzten gut anderthalb Monaten mit den Aktien von LG Electronics geschehen sei, beschreibe Ralph Luther, Asien-Experte und Fondsmanager bei der Hamburger Berenberg Bank, schlichtweg als "Übertreibung". Nach dem 52-Wochen-Hoch Ende November bei 10,50 Euro habe sich der Titel zwischenzeitlich fast halbiert, notiere aktuell bei 6,80 Euro. Als Kursziel sehe Luther das Niveau von vor der Nordkorea-Krise, welches bei 9,50 Euro gelegen habe. Angesichts der fundamentalen Daten und der breiten Aufstellung des Unternehmens überrasche diese Einschätzung nicht.
Was sei LG Electronics überhaupt? Nach Samsung Electronics sei es das zweitgrößte Industrieunternehmen des Landes. Die Produktpalette reiche von Flachbildschirmen über Klimaanlagen bis hin zu Fernsehern und Kühlschränken - Produkte, die auch in deutschen Läden immer häufiger zu finden seien.
Beeindruckend sei zuletzt aber vor allem das Geschäft mit den Mobiltelefonen gewesen. Weltmarktführer Nokia und einige US-Riesen würden derzeit bereits kleine Zuwächse als Erfolg verbuchen. LG Electronics habe seinen Handy-Absatz dagegen in den letzten zwölf Monaten um stattliche 50% auf insgesamt 16,2 Mio. Geräte gesteigert. Mit einem Marktanteil von mittlerweile 4,4% liege das Unternehmen auf Platz sechs in der Welt, sei damit (noch) keine Konkurrenz für den Branchenriesen Nokia (35%).
Beachtlich sei allerdings Platz zwei im wachstumsstarken CDMA-Markt. CDMA sei der Handy-Standard, der in den USA, Indien und China verwendet werde. Diese Länder böten noch riesiges Potenzial für das Unternehmen. Ein Blick auf China Mobile, mit 130 Mio. Kunden - Tendenz steigend - das größte Mobilfunk-Unternehmen im Reich der Mitte, verdeutliche dies. Von derartigen Zahlen könnten europäische Anbieter nur träumen.
Trotz des starken Wachstums könne LG Electronics auch schnell auf sich ändernde Bedürfnisse seiner Kunden reagieren, denn das Unternehmen zeichne sich durch schnelle Markteinführungen aus. Für die Massenproduktion eines neuen Mobiltelefons brauche das Unternehmen vom Design bis zur Produktion nur acht Monate - bei der europäischen Konkurrenz dauere dieser Prozess 18 Monate.
Sicherheit für das Unternehmen - und damit natürlich auch die Anleger - biete die Tatsache, dass LG Electronics kein reiner Mobilfunkanbieter sei. Wenn dieser Markt eine Schwächephase habe, dann sei die schöne Wachstumsstory bei den "Spezialisten" beendet. Die Südkoreaner würden dann aber noch Kühlschränke und Waschmaschinen verkaufen - Produkte für den Grundbedarf. Ralph Luther sei vom Erfolg des Unternehmens überzeugt: "Ich erwarte, dass LG Electronics sich zu einer kleinen Samsung entwickelt. Das absolute Marktschwergewicht in Korea galt einst auch als Billiganbieter, wird mittlerweile aber weltweit für seine Qualität geschätzt."
Dass es weiter aufwärts gehe mit LG Electronics, dafür spreche auch die jüngst angehobene Prognose für 2003. Diese sei aufgrund der letzten Abwärtsentwicklung der Aktie noch nicht im Kurs enthalten. Durch den boomenden Handy-Absatz hätten die Gewinne verbessert werden können, da speziell auf diesem Sektor hohe Margen erzielt würden.
Die LG Electronics-Aktie ist, so die Experten von "ExtraChancen" eine attraktive Depot-Beimischung für spekulative Anleger, den Stop-Kurs setzen sie bei 5,50 Euro.
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