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Generali untergewichten 24.01.2003
Helaba Trust
Die Analysten der Helaba Trust empfehlen die Generali-Aktie (WKN 850312) unterzugewichten.
Durch die 81%ige Übernahme des Konkurrenten INA dominiere Generali mit Marktanteilen von 20% bei Leben bzw. 17% bei Schaden/Unfall den dynamischen italienischen Versicherungsmarkt. In Deutschland seien die Italiener mit der AMB-Gruppe die Nummer drei. Auch in Frankreich, Spanien, Österreich und der Schweiz sei Generali unter den Top Ten plaziert.
Vorangetrieben werden solle die Expansion in Osteuropa und in ausgewählten asiatischen Ländern (insbesondere China). Knapp zwei Drittel der Bruttoprämien würden auf das Leben-Geschäft entfallen. Mit Blick auf die Aktionärsstruktur halte die Mailänder Investmentbank Mediobanca 14% der Anteile und übe damit großen Einfluss aus, der Rest befinde sich in Streubesitz.
Generali habe in den ersten neun Monaten einen Nettoverlust von 350 Mio. EUR erzielt und damit unter den Erwartungen der Analysten abgeschnitten. Ausschlaggebend für den Verlust seien hohe Abschreibungen auf Finanzanlagen gewesen (2,2 Mrd. EUR). Die Prämieneinnahmen seien zwar erwartungsgemäß um 6% auf 34 Mrd. EUR gestiegen.
Im Nichtlebengeschäft habe das technische Ergebnis trotz der Flutschäden in Höhe von 100 Mio. EUR leicht verbessert werden können. Hier sei die Schaden-Kosten-Quote von 106,2% auf 105,9% gesunken. Dagegen sei das technische Ergebnis im Lebengeschäft angesichts schwächerer Kapitalerträge hinter dem Vorjahresresultat zurückgeblieben (-11%). Hier scheine das Unternehmen im Stammgeschäft in Italien weiterhin Marktanteile zu verlieren.
Bei der Veröffentlichung des Strategieplans habe das Management einen Verlust für 2002 angekündigt. Dies dürfte auf Abschreibungen bei den strategischen Beteiligungen zurückzuführen zu sein (insbesondere Commerzbank). Für 2003 strebe das Unternehmen ein Ergebnis je Aktie von 73 Cent an. Damit dürften hier weitere Gewinnrevisionen anstehen (Konsens vor Veranstaltung: 93 Cent).
Bis 2005 solle der Gewinn dann dank einer um 617 Mio. EUR reduzierten Kostenbasis auf 1,18 EUR je Aktie ansteigen. Darüber hinaus werde im Nichtlebengeschäft eine Senkung der Schaden-Kostenquote auf 100% angepeilt (2001: 108%). Außerdem solle der Gewinn aus dem Neugeschäft im Lebenbereich jährlich um 12% zulegen. Zwar sei die erhöhte Transparenz im Rahmen des Strategieplans zu begrüßen. Es seien jedoch kaum Details geliefert worden, wie die ehrgeizigen Ziele umgesetzt werden sollten.
Insbesondere die geplante Absenkung der Schaden-Kosten-Quote um 8% (9M 02: -0,3% gegenüber dem Vorjahr) erscheine den Analysten angesichts des vergleichsweise geringen Prämienwachstums kaum erreichbar. Aber auch die Steigerung des Neugeschäftgewinns sei angesichts des anhaltenden Margendrucks im Lebengeschäft und der Marktanteilsverluste in Italien sehr ambitioniert.
Trotz der vergleichsweise soliden Kapitalausstattung halten die Analysten der Helaba Trust aufgrund der zuletzt enttäuschenden Ergebnisentwicklung, der angeschlagenen Charttechnik und der vergleichsweise hohen Bewertung (KEKV 04e: 2,4) weiterhin an der Untergewichtung der Generali-Aktie fest.
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