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Schneider neutral


14.01.2003
Helaba Trust

Die Analysten von Helaba Trust stufen die Aktie von Schneider (WKN 860180) mit "neutral" ein.

Die Elektronikausrüster befänden sich in ihrer wohl langwierigsten Nachfrageflaute aller Zeiten. Dies sei der Schluss, den Marktbeobachter aus den verschärften Kostensenkungsmaßnahmen ziehen müssen, die Schneider in der vergangenen Woche vorgestellt habe, um die Margenziele für 2004 noch erreichen zu können. Hauptangriffspunkt sei der Einkauf. Der Preisdruck, dem der Konzern durch die eigenen Kunden ausgesetzt sei, solle somit noch stärker an die Lieferanten weitergegeben werden. Offenbar stoße die innerbetriebliche Optimierung inzwischen an Grenzen.


Das Maßnahmenpaket könnte durchaus eine Folge unerwartet schwacher Bestellungen im 4. Quartal sein. Da sich die Nachfrage ohne größeren Zeitverzug in den Erlösen niederschlage, müsse bei den Umsätzen (Veröffentlichung am 22. Januar) nach Erachten der Analysten mit einer Planverfehlung gerechnet werden. Immerhin habe das Unternehmen anlässlich der 3. Quartal-Berichterstattung von einem nur moderaten Umsatzrückgang im Gesamtjahr gesprochen. Bis 30.9. sei aber schon ein Minus von 8% (auf vergleichbarer Basis und ohne Währungseinfluss: -2%) gegenüber dem Vorjahr aufgelaufen. Um die Vorgabe zu erreichen, wäre ein 4. Quartal-Umsatz von wenigstens 2,45 Mrd. EUR nötig. Realistisch erscheine jedoch ein Wert von nur gut 2,3 Mrd. EUR, der etwa auf dem Niveau der Vorquartale liege.

Dabei profitiere das Unternehmen noch von seinem günstigen Produktmix. Die volatile Automatisierungstechnik habe nur einen Anteil von 30%, während der Schwerpunkt mit 70% bei den vergleichsweise stabilen Ausrüstungen für die Stromverteilung liege. Hinsichtlich der regionalen Geschäftsentwicklung dürfte die Einbuße in erster Linie aus Europa und Nordamerika stammen, während sich Asien wohl weiterhin als relativ stabiler Absatzmarkt erweise.

Mit Blick auf die jüngsten Prognosekorrekturen der Analysten dürfte der Markt hiervon kaum noch überrascht werden. Man rechne daher nur dann mit stärkeren Kursausschlägen, wenn darüber hinaus Hinweise zur Ergebnisentwicklung im zweiten Halbjahr gegeben würden. Bezogen auf die EBITA-Marge habe Schneider bislang eine Verbesserung gegenüber 1. Halbjahr 2002 (10,8%) bzw. 2. Halbjahr 2001 (10,5%) avisiert. Dies halte man für eine hohe Hürde.

Vor diesem Hintergrund stufen die Analysten von Helaba Trust die Schneider-Aktie trotz strategischer Vorteile im Vergleich zu den Wettbewerbern (hohe Gewinnspannen, hervorragende finanzielle Verhältnisse infolge des Verkaufs von Legrand) neutral ein.




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