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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
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103,65 $ |
-1,05 $ |
-1,01 % |
24.04/22:10 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US2546871060 |
855686 |
- $ |
- $ |
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Walt Disney Marketperformer 20.12.2002
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Aktie von Walt Disney (WKN 855686) als Marketperformer.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/02 (per 30.09.) habe Disney eine Umsatzsteigerung um 6,7% auf 25,33 Mrd. USD erzielt. Nach Sparten würden sich Umsatz und operatives Ergebnis wie folgt darstellen (jeweils gegenüber Vorjahr): Media Networks 9,73 (9,57) Mrd. USD bzw. 0,99 (1,76) Mrd. USD, Themenparks und Ressorts 6,47 (7,0) Mrd. USD bzw. 1,17 (1,59) Mrd. USD, Filmstudios 6,69 (6,01) Mrd. USD bzw. 0,347 (0,26) Mrd. USD, Konsumgüter 2,44 (2,59) Mrd. USD bzw. 0,394 (0,4) Mrd. USD.
Im vergangenen Geschäftsjahr hätten die Freizeitparks besonders unter dem schwachen Tourismus in Folge der Anschläge vom 11. September gelitten. Die Fernsehsparte sei von den rückläufigen Werbeeinnahmen auf Grund der schwachen Konjunkturentwicklung belastet worden.
Wegen des unerwartet schwachen Kinostarts der 140 Mio. USD-Kinoproduktion "Der Schatzplanet" hätten die im November bekannt gegebenen Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr nach unten korrigiert werden müssen. Die Prognosen für das Einspielergebnis am Startwochenende seien so weit verfehlt worden (16,6 Mio. USD statt 60 Mio. USD), dass der Film um 74 Mio. USD wertberichtigt werden musste. Dadurch sei der Nettogewinn für das 4. Quartal von 222 auf 175 Mio. USD und im Gesamtjahr von 1,283 Mrd. USD auf 1,236 Mrd. USD (Vorjahr: -41 Mio. USD) geschrumpft.
Das Ergebnis je Aktie habe von 63 auf 60 Cent angepasst werden müssen. Disney habe auch seine Gewinnerwartung für das laufende erste Geschäftsquartal um einen Cent nach unten angepasst, habe aber seine Prognosen für das Gesamtjahr 2002/2003 bekräftigt, wonach ein 25- bis 30-%iger Anstieg des Gewinns vor Sonderposten erwartet werde.
Im Zusammenhang mit der Unabhängigkeit des Verwaltungsrats habe die US-Börsenaufsicht SEC Untersuchungen eingeleitet. Walt Disney habe bereits vor einiger Zeit eingeräumt, dass Verwandte von einigen unabhängigen Ratsmitgliedern für den Konzern arbeiten würden. Nun werde untersucht, ob dadurch die Unabhängigkeit der Board-Mitglieder gefährdet sei. Disney habe angekündigt, neue Corporate Governance-Regeln aufzustellen und Neuernennungen für den Rat durchzuführen.
Mit AOL Time Warner diskutiere Disney die Zusammenlegung ihrer Fernsehnachrichten-Sparten CNN und ABC News. Dadurch sollten Kosteneinsparungen erzielt werden. Außerdem würde Disney durch den Zusammenschluss Zugang zu den CNN-Zuschauern in aller Welt gewinnen, während CNN Zugriff auf die ABC-Zuschauer in 110 Mio. US-Haushalten erhalten habe. CNN sei der weltweit führende Kabelfernseh-Nachrichtensender. Die Gespräche, die bereits seit anderthalb Jahren geführt würden, hätten sich Berichten zufolge in den letzten Wochen intensiviert. Die Hauptkonkurrenten seien AOL Time Warner, NBC und Viacom.
Disney leide weiterhin unter der schwachen Konjunktur. Die damit einhergehende Reiseunlust und der schwache Werbemarkt würden insbesondere die wichtigen Umsatz- und Ergebnisträger des Konzerns belasten. Das bekannt gegebene Gewinnsteigerungsziel erscheine den Analysten ambitioniert. Außerdem sei die Aktie nach wie vor hoch bewertet.
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bestätigen daher ihre Marketperformer-Einschätzung für die Aktie von Walt Disney.
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