|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Societe Generale "outperform" 11.12.2002
BHF-BANK
Die Aktieneinschätzung der Societe Generale-Aktie (WKN 873403) lautet weiterhin "outperform", so der Analyst Robert Minde der BHF-Bank.
Die Bank habe das positive Momentum aus dem 2. Quartal zwar nicht in das Folgequartal übertragen können, gleichwohl aber trotzdem ein solides, wenn auch unter den Markterwartungen liegendes Ergebnis präsentiert. Ermutigenden Tendenzen im Privatkundengeschäft sowie verstärkten Kosteneffekten habe ein vor allem in der Corporate & Investment Sparte (CIB) enttäuschendes Ergebnis gegenübergestanden.
Des Weiteren sei das Quartalsergebnis von einer deutlichen Erhöhung der Abschreibungen gekennzeichnet gewesen. Bei um 3% auf 3,3 Mrd. Euro rückläufigen Gesamterträgen sei der Nettogewinn um 63% auf 146 Mio. Euro gefallen. Auf das Industriebeteiligungsportfolio seien einmalige Abschreibungen in Höhe von 355 Mio. Euro vorgenommen worden. Insgesamt sei die Risikovorsorge um 26% gegenüber Vorjahr gestiegen wobei besonders in den USA (50 Mio. Euro im Quartal) ein höherer Rückstellungsbedarf angefallen sei.
Kompensiert worden sei die enttäuschende Ergebnisentwicklung durch eine verbesserte Kostensituation sowie ein starkes Wachstum im Privatkundengeschäft. Die Kosten gingen 5% auf 2,413 Mrd. Euro zurück, so dass sich ein operativer Gewinn von 878 Mio. Euro ergeben habe (+3,5% ggü. Vorjahr). Die Cost-to-Income-Ratio (Kosten/Ertragsrelation) in den ersten 9 Monaten sei auf 71,7 (73)% zurückgefallen und reflektiere den Erfolg der Kostenbemühungen in der Bank.
Stütze des Geschäftes bleibe auch in einem schwierigen Marktumfeld das in- und ausländische Privatkundengeschäft (inkl. Financial Services). Der Nettoertrag sei hier um 21% auf 343 Mio. Euro höher als die Gesamterlöse (Net Banking Income NBI) der Sparte gestiegen, die "nur" um 15% auf 2,147 Mrd. Euro zugelegt hätten. Im Corporate & Investment Banking seien die Zahlen schwach ausgefallen, insbesondere das Equity & Advisory Geschäft sei aufgrund der Marktbedingungen um fast 44% unter dem Vorjahreswert geblieben.
Der Nettoertrag sei ggü. Vorjahr trotz erheblicher Kostenanstrengungen um 64% auf nur noch 72 Mio. Euro zurückgefallen, die Gesamterlöse um 25% auf 957 Mio. Euro (allerdings auch von einem 22%-igen Rückgang der Kosten begleitet). Kostenvorteile hätten auch die Performance in der Sparte Asset Management bestimmt. Die Kernkapitalquote (Tier-1-Ratio) habe mit 8,1% (8,2%) ggü. Vorjahr nahezu unverändert gelegen, die Eigenkapitalrentabilität sei auf 3,8% zurückgefallen, nach 10,9% im Vorjahr und 9,8% im 2. Quartal.
Wie auch Konkurrent BNP Paribas verfüge SG mit dem Retailgeschäft über einen herausragenden Stabilitätsfaktor, der das schwache Umfeld relativiere, das vor allem im Firmenkunden- und Investmentgeschäft seinen Tribut fordere. Zudem sei die Bank aufgrund ihrer Industriebeteiligungen, zu denen u.a. die "Problemkinder" Alcatel und Vivendi gehören würden, gezwungen, die bereits getätigten Abschreibungen aufzustocken. Innerhalb des Bankenuniversums hebe sich die Bank jedoch aufgrund ihres soliden operativen Geschäftes positiv ab.
Die Bewertung erscheine mit einem KGV von ca. 10 für 2003 (bei unterstellter stabiler Risikovorsorge im Jahr 2003 bei ca. 70 bp, nach 63bp in den ersten 9 Monaten 2002) für eine Bank mit hohem Investmentanteil, der "Cash-Cow" Privatkundengeschäft sowie stabilen Bilanzrelationen vertretbar.
Die Analysten der BHF-Bank stufen die Aktie von Societe Generale weiterhin mit "outperform/mittleres Risiko (A2)" ein.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|