|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Reuters untergewichten 12.12.2002
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Reuters-Aktie (WKN 911958) mit "untergewichten".
Das britische Traditionsunternehmen Reuters agiere an der Schnittstelle zwischen den Branchen Medien, IT und Software. Im Zentrum stehe mit einem Umsatzanteil von ca. 48% das Geschäft mit Nachrichten (Reuters Information). Daneben biete Reuters integrierte Informations- und Handelssysteme für Banken und Investoren an (Trading Solutions). Die mittlerweile börsennotierte Beteiligung Instinet (Fusion mit Island abgeschlossen) fungiere als proprietäre Handelsplattform für institutionelle Investoren mit einem US-Marktanteil von gegenwärtig 11%. Außerhalb der Finanzwelt sei Reuters unter anderem als weltweit größte Nachrichtenagentur mit 2.500 Journalisten in 151 Ländern aktiv.
Im ersten Halbjahr seien die Umsatzerlöse des Konzerns um 5,3% auf 1.838 Mio. Britische Pfund (GBP) gefallen. Hierfür seien vor allem rückläufige Abonnement- und Projekterlöse infolge der anhaltenden Konjunkturschwäche im Finanzsektor verantwortlich gewesen. Das schwache Börsengeschäft und zunehmender Konkurrenzdruck hätten insbesondere der US-Tochter Instinet zu schaffen gemacht. Hier seien die Erlöse deutlich um 38% gesunken. Das erste Semester sei daher erneut von Restrukturierungskosten geprägt gewesen, die sich erwartungsgemäß auf 156 Mio. GBP summiert hätten. Allerdings hätten die Sparprogramme auch bereits erste kleinere Erfolge gezeigt. Der negative Erlöstrend habe jedoch auch im 3. Quartal unvermindert angehalten.
Im Kerngeschäft "Financial information" dürften die Briten in 2003 weiterhin unter massiven Absatzproblemen leiden. Verantwortlich dafür seien der massive Stellenabbau im Finanzsektor sowie Marktanteilsverluste (insbesondere an Bloomberg). Zudem leide die US-Tochter Instinet unverändert unter verschlechterten Wettbewerbsbedingungen. Da auch mittelfristig keinerlei Anzeichen für eine Beendigung des Abwärtstrends erkennbar seien, habe man die Prognose für 2003 trotz der zu erwartenden Fortschritte auf der Kostenseite erneut gesenkt. Erst in 2004 gehe man bei stagnierenden Umsätzen von einer Ergebnisverbesserung aus.
Angesichts der ungewissen Perspektiven halten die Analysten von Helaba Trust die aktuelle Bewertung für ambitioniert und raten zu einer Untergewichtung der Reuters-Aktie.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|