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Datum/Zeit |
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10,05 € |
+0,020 € |
+0,20 % |
22.04/09:42 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| SE0000108656 |
850001 |
- € |
- € |
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Ericsson untergewichten 04.12.2002
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Ericsson-Aktie (WKN 850001) mit "untergewichten".
Der schwedische Konzern sei ein weltweit führender Telekomausrüster. Der Unternehmensschwerpunkt liege im Netzwerksektor und hier wiederum bei den mobilen Netzen. Der Handset-Bereich sei im Oktober 2001 in ein Joint Venture mit Sony ausgegliedert worden, nachdem die Fertigung von Mobiltelefonen bereits an das amerikanische Unternehmen Flextronics abgegeben worden sei. Dem sei ein stetiger Verlust von Marktanteilen und ein sinkender Anteil am Gesamtumsatz des Unternehmens voraus gegangen. Der Verkauf der Halbleitersparte Microelectronics sei ein weiterer Schritt der Schweden, sich auf das Kerngeschäft Mobilfunkinfrastruktur zu konzentrieren.
Ericsson habe im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen starken Umsatzeinbruch (-28,7% gegenüber dem Vorjahr) hinnehmen müssen. Der operative Verlust (7,5 Mrd. Schwedische Kronen (SEK)) sei insbesondere aufgrund hoher Restrukturierungsaufwendungen (4,2 Mrd. SEK) gegenüber dem Vorquartal deutlich angestiegen (+80%). Dank eines massiven Kapazitätsabbaus seien die Belastungen durch den Netzwerksektor (EBIT 3. Quartal: -1,3 Mrd. Euro) geringer als erwartet ausgefallen. Das Mobiltelefon Joint Venture Sony Ericsson habe hingegen erneut enttäuscht. Es hätten nur noch 5 Mio. Handies (-31% gegenüber dem Vorjahr) verkauft werden können.
Der Weltmarktanteil sei erstmals unter die 5%-Marke gefallen, nachdem die Schweden vor einem Jahr ohne Sony noch auf 7,8% gekommen seien. Zudem sei der durchschnittliche Verkaufspreis pro Handy wieder rückläufig gewesen (-6,8% gegenüber dem Vorquartal). Nachdem im 1. Quartal 2002 in diesem Segment kurzfristig der Break even erreicht worden sei, habe der Handset-Bereich einen operativen Verlust von 550 Mio. SEK verzeichnet.
Von den hochgesteckten Zielen des Managements, wieder zu den Topplayern im Mobiltelefonbereich aufzurücken, sei man weiter denn je entfernt. Ericsson selbst sehe hier eine nachhaltige Profitabilität erst ab einem Marktanteil von 10%. Aufgrund der anhaltenden Investitionszurückhaltung der Netzbetreiber existierten im Kerngeschäftsfeld Mobilfunkinfrastruktur noch immer hohe Überkapazitäten. Man erwarte daher in 2003 einen Umsatzrückgang in dieser Sparte von mehr als 12%. Zudem werde die Marktführerschaft der Schweden durch eine aggressive Preisstrategie von Nokia angegriffen.
Gleichzeitig entstünden durch den drastischen Personalabbau zumindest bis Mitte 2003 zusätzlich hohe Restrukturierungsaufwendungen. Durch die jüngste Kapitalaufstockung in Höhe von 30 Mrd. SEK seien die Bilanzrelationen zwar kurzfristig verbessert worden. Die Ratingagentur S&P habe die langfristigen Verbindlichkeiten der Schweden jedoch weiter auf BB (Junk Bond-Niveau) herab gestuft. Vor diesem Hintergrund halte man das aktuelle Bewertungsniveau (EV/Umsatz-Relation 2003e: 1,1) für nicht gerechtfertigt.
Die Analysten von Helaba Trust empfehlen daher aus heutiger Sicht eine Untergewichtung der Ericsson-Aktie.
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