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ABN Amro Marketperformer 29.11.2002
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von ABN Amro (WKN 880026) mit Marketperformer ein.
ABN Amro habe im 3. Quartal den Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um 24% auf 591 Mio. Euro gesteigert und damit die Markterwartungen deutlich übertroffen. Die Ertragsverbesserung sei vor allem auf einen erfolgreichen Sparkurs zurückzuführen. So hätten die Kosten im dritten Quartal um 13% auf 3 Mrd. Euro reduziert werden können, während die Erträge lediglich um 7,5% auf 4,3 Mrd. Euro gesunken seien. Auch bei der Risikovorsorge seien Erfolge verbucht worden, sie sei in Anbetracht der schwierigen Marktbedingungen überraschend deutlich um 42% auf 338 Mio. Euro gesunken.
Im Segment Consumer & Commercial Clients (Retailbanking) sei der Nettoüberschuss von Januar bis September um knapp 13% auf 1,5 Mrd. Euro gesteigert worden, das Segment Vermögensverwaltung habe im 9-Monatszeitraum den Nettoüberschuss um 25% auf 175 Mio. Euro gesteigert. Im Sektor Wholesale Clients (Großkunden) sei hingegen ein Fehlbetrag von 357 Mio. Euro verbucht worden, nach einem Gewinn von 153 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
ABN-Amro-Chairman Riykman Groenik habe erneut seine Jahresprognose bestätigt, wonach im laufenden Geschäftsjahr vor außerordentlichen Aufwendungen ein Nettogewinn in der Größenordnung des Vorjahres erzielt werden solle. Im Jahr 2001 habe die Bank einen operativen Nettoüberschuss ohne Sondereinflüsse in Höhe von 3,2 Mrd. Euro erwirtschaftet.
ABN Amro habe im September eine Absichtserklärung über den Kauf der Privatbank Dellbrück unterzeichnet. Die Marke der Kölner Traditionsbank solle erhalten bleiben. Dellbrück werde künftig eine Einheit mit dem deutschen Private-Banking-Geschäft der ABN Amro bilden und mehr als 7.500 vermögende Kunden betreuen. Bislang habe Dellbrück über 3.500 Privatkunden verfügt. Mit der Akquisition sei ABN Amro ein wichtiger Expansionsschritt in das lukrative Privatkundengeschäft in Deutschland gelungen. Der Kaufpreis solle zwischen 60-80 Mio. Euro liegen. Der Betrag sei aber von keiner der beiden Banken bestätigt worden.
Im Rahmen des laufenden Restrukturierungsprogramms wolle ABM Amro insgesamt 8.000 Stellen streichen, wovon etwa zwei Drittel auf Standorte in den Niederlanden entfallen würden. Das Einsparvolumen für 2002 sei allein auf rund 700 Mio. Euro beziffert worden. Neben der Maximierung des Shareholder Value wolle ABN Amro bis zum Ende des Jahres 2004 - gemessen am Total Return to Shareholders (Kursveränderung plus wieder angelegte Gewinne) - einen Platz unter den fünf erfolgreichsten europäischen bzw. US-amerikanischen Bankengruppen erzielen.
Kernmärkte von ABN Amro seien die Niederlande, die USA (Mittlerer Westen) und Brasilien. ABN Amro dürfte noch immer brasilianische Staatsanleihen von mehreren Mrd. Euro besitzen. Die Gefahr weiterer Abschreibungen am Zuckerhut sei jedoch gesunken, da der Internationale Währungsfonds IWF Brasilien Anfang August einen Kredit über 30 Mrd. Dollar eingeräumt habe.
ABN Amro habe sich mit der Gewinnsteigerung im dritten Quartal positiv vom allgemeinen Branchentrend abkoppeln können, was in erster Linie auf Erfolge bei der Kostensenkung zurückzuführen sei. Es bleibe allerdings abzuwarten, ob dieser Trend auch im vierten Quartal fortgesetzt werden könne, da auf der Risikoseite eine erhöhte Risikovorsorge für Brasilien und den USA-Markt nicht auszuschließen sei.
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bestätigen daher ihre Marketperformer-Einschätzung für die Aktie von ABN Amro.
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