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Holcim Positionen aufbauen 28.10.2002
Bank Hofmann
Die Analysten der Bank Hofmann empfehlen Positionen der Aktie von Holcim (WKN 869897) aufzubauen.
Holcim gehöre zu den Schweizer Traditionsunternehmen, die sich trotz der wirtschaftlich schwierigeren Zeiten behaupten könnten. Seit der Gründung im Jahre 1912 verfolge das Unternehmen eine konsequente Strategie der geografischen Expansion. Die Familie Schmidheiny habe für Kontinuität gesorgt und aus einer kleinen aargauischen Zementfabrik einen der größten Zementkonzerne gezimmert, der gegen Lafarge um die weltweite Marktführerschaft kämpfe. Im Jahr 2001 seien ein Umsatz von 13,6 Mia. CHF (Schweizer Franken) und ein Gewinn von 812 Mio. CHF erwirtschaftet worden. Die erfolgreiche Strategie beruhe darauf, einen hohen Cashflow zu generieren, damit die Expansion des Unternehmens finanziert werden könne.
Auffällig sei, dass Holcim einen relativ hohen Umsatz- und Gewinnanteil in Schwellenländern erziele. Schwerpunkt sei Lateinamerika, das 27% zum Umsatz beisteuere. Die jüngsten Unsicherheiten in dieser Region hätten den Aktienkurs unter Druck gebracht. Interessanterweise wiesen die Kursbewegungen von Holcim in letzter Zeit eine hohe Korrelation mit jenen von brasilianischen Anleihen auf, deren Renditespreads zu US-Staatsanleihen sich wegen der politischen Unsicherheiten stark ausgeweitet hätten. Auf Grund des bescheidenen Gewinnbeitrags von Brasilien (5%) halte man die Befürchtungen für übertrieben. Für die mittelfristige Entwicklung des Konzerns seien starke Marktpositionen in den Schwellenländern wichtig, da dort höhere Wachstumsraten erzielt werden könnten.
Kurzfristig könnte ein nochmaliger Abschreibungsbedarf belastend wirken. Bedeutendes Steigerungspotenzial bestehe jedoch in Nordamerika: In den letzten drei Jahren sei dort die Marge von 16,8% auf 9,7% gefallen. Hauptgrund dafür sei, dass auf Grund der robusten Nachfrage Zement importiert werden müsste. Die Margen auf importiertem Zement seien tief und hätten daher die Ergebnisse verwässert. Holcim sei dabei, in Portland eine neue Produktionsstätte zu eröffnen, die jedoch derzeit noch Anlaufschwierigkeiten habe. Dies und andere Maßnahmen sollten wieder zu deutlich höheren Margen im Nordamerika-Geschäft führen. Leider beginne das Gespenst «Asbestklagen» nun auch in der Baubranche umzugehen. Vorteilhafterweise seien bei Holcim zurzeit keine nennenswerten Asbestprobleme bekannt.
Der Aktienkurs sei jüngst unter Druck gekommen. Neben dem allgemeinen Börsenklima hätten unter den Erwartungen liegende Halbjahreszahlen, Unsicherheiten in Lateinamerika sowie die Probleme in Portland den Aktienkurs belastet. Wegen des soliden Geschäftganges erachten man jedoch die Aktie mit einem KGV 2002 von 10,9 als unterbewertet, da in den nächsten zwei Jahren auf Grund von besseren Margen und dem Wegfall von Einmalkosten mit einer deutlichen Gewinnbeschleunigung zu rechnen sei. Eine weitere wirtschaftliche Abschwächung könnte zwar den Kurs nochmals belasten, allerdings erziele Holcim auch in konjunkturell schwierigen Phasen gute Gewinne und vor allem einen überdurchschnittlichen Cashflow. Zudem verfüge das Unternehmen in den Schwellenländern über reizvolle Expansionsmöglichkeiten.
Die Analysten der Bank Hofmann empfehlen Kursrückschläge zum Aufbau von Positionen der Holcim-Aktie zu nutzen.
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