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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
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218,88 $ |
+4,50 $ |
+2,06 % |
17.04/22:10 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US0970231058 |
850471 |
- $ |
- $ |
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Boeing Marketperformer 07.11.2002
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von Boeing (WKN 850471) mit Marketperformer ein.
Der US-Flugzeugbauer habe im dritten Quartal deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. So sei der Gewinn um 43% auf 372 Mio. USD gefallen. Einschließlich einer Einmalabschreibung auf den schrumpfenden Wert von Flugzeugen, aber ohne andere Sonderabschreibungen, habe sich der Gewinn je Aktie auf 46 Cents belaufen, was auch den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten entsprochen habe.
Angesichts der Krise in der Luftfahrtbranche habe der Konzern in seinem Quartalsbericht zugleich seine Umsatzprognose für 2003 von bislang 52 auf jetzt 50 Mrd. USD gesenkt. Boeing habe auch seine Auslieferungsprognose für 2003 auf 275 bis 285 Zivilflugzeuge von bislang 275 bis 300 Flugzeugen gesenkt. Im laufenden Jahr wolle der Flugzeugbauer wie bisher prognostiziert 380 Flugzeuge ausliefern. Bis zum Jahr 2020 werde sich nach Schätzungen des Unternehmens die Anzahl der Verkehrsflugzeuge verdoppeln.
Vom US-Verteidigungsministerium habe Boeing einen Auftrag zur Lieferung von 100 Tankflugzeugen im Gesamtwert von rund 20 Mrd. USD erhalten. Damit habe sich der Konzern gegen die europäische Konkurrenz durchgesetzt. Boeing könne auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Sikorsky in der Hubschrauberproduktion verweisen. Der jüngste Auftrag der amerikanischen Streitkräfte umfasse über einen Zeitraum von 24 Jahren 1.213 Aufklärungshubschrauber.
Das Unternehmen habe eine strategische Allianz mit dem japanischen Elektronikkonzern Mitsubishi Electric geschlossen. Die Zusammenarbeit konzentriere sich unter anderem auf satellitengestützte Kommunikation, Luftverkehrssteuerung, Multimedia-Navigation und Satellitenabschuss-Systeme. Mit der Allianz wolle Boeing vor allem Zugang zum japanischen Satellitenmarkt bekommen.
Wegen der geringen Wachstumsraten in der traditionellen Flieger-Sparte ziele der Konzern verstärkt darauf ab, sein Angebot auf andere Geschäftsfelder auszuweiten. Boeing wolle sich zudem auf die profitableren Bereiche wie Dienstleistungen, Raumfahrt, Kommunikation sowie auf das Militär-Geschäft konzentrieren. Zusammen mit Lockheed Martin baue Boeing das Space Shuttle. Die Hauptkonkurrenten seien Airbus, EADS und Lockheed Martin.
Europas größte Billigfluglinie Easyjet wolle in den kommenden Jahren bis zu 240 neue Airbus-Flugzeuge in ihre bislang reine Boeing-Flotte aufnehmen. Für Boeing würde dies einen weiteren Schlag bei der für alle Flugzeugbauer nach den Einbrüchen im Weltluftverkehr schwierigen Auftragslage bedeuten. Die Vormachtstellung Boeins gerate damit zunehmend in Gefahr.
Auch Monate nach den Terroranschlägen in den USA habe sich die Lage der Fluggesellschaften noch nicht wieder normalisiert. Die Luftfahrtbranche leide an dem Einbruch in der Reise- und Tourismusbranche. Viele Fluggesellschaften hätten ihre Bestellungen bei den großen Flugzeugherstellern rückgängig gemacht oder verschoben. Einigen hohe Verluste schreibenden US-Fluggesellschaften drohe sogar die Insolvenz. Zwar könne Boeing auf gute Ergebnisse mit den Sparten Verteidigung, nichtkommerzielle Raumfahrt und Kommunikation verweisen, da der Konzern aber nach wie vor auch deutlich vom kommerziellen Flugzeugbau abhänge, würde sich derzeit kein größeres Engagement empfehlen.
Das Rating der Analysten der Stadtsparkasse Köln für die Boeing-Aktie lautet Marketperformer.
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