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Medtronic halten 22.11.2002
IFVB
Die Analysten von "IFVB" stufen die Aktie von Medtronic (WKN 858486) mit "halten" ein.
Medtronic sei das weltgrößte Medizintechnikunternehmen. Der Konzern produziere und vermarkte Systeme zur Diagnostik und Therapie chronischer Erkrankungen. Die Produkte des Unternehmens würden jährlich weltweit über 2,6 Mio. Menschen helfen.
Medtronic sei Branchenprimus und liefere an Kliniken und Ärzte in weltweit über 120 Ländern. Die Hauptkonkurrenten Boston Scientific (2,673 Mrd. US-Dollar Umsatz in 2001) und Guidant (2,707 Mrd. US-Dollar Umsatz in 2001) seien hinter Medtronic weit abgeschlagen. Nur im relativ kleinen Segment Stents (kleine Röhrchen oder Katheter, die dafür sorgen würden, dass erkrankte Blutgefäße durchlässig blieben) müsse sich das Unternehmen dem Wettbewerber Johnson & Johnson wahrscheinlich geschlagen geben.
Medtronic operiere zurzeit in 5 Geschäftsbereichen. Besonders die Segmente "Cardiac Rhythm Management" und "Spinal and ENT" würden aufgrund der steigenden Anzahl von Herz- und Rückenerkrankungen sehr gute Wachstumsaussichten versprechen.
Medtronic habe im vergangenen Geschäftsjahr 6,411 Mrd. US-Dollar umgesetzt, 17% mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn habe mit 984 Mio. US-Dollar knapp 6% unter dem Ergebnis 2001 gelegen. Ursache dafür sei eine veränderte Bilanzierungsregelung. Seit Juli 2001 sei in den USA bei Akquisitionen die sogenannte "Pooling of Interest-Methode" nicht mehr zulässig. Nach diesem Verfahren hätten Unternehmen die Buchwerte der erworbenen Aktiva übernehmen können. Nun sei das "Purchase-Verfahren" vorgeschrieben. Dabei würden das Vermögen des akquirierten Unternehmens neu bewertet. Übersteige der Wert den Kaufpreis, werde die Differenz als Goodwill verbucht. Damit seien Medtronic durch Akquisitionen Abschreibungen entstanden, die das Nettoergebnis des Unternehmens belastet hätten. Vor diesen einmaligen Aufwendungen sei der Nettogewinn um 15% auf 1,477 Mrd. US-Dollar gestiegen. Im Fiskaljahr 2002 habe Medtronic einige Unternehmen akquiriert, um seine Produktpalette zu vergrößern:
Im zweiten Quartal seien MiniMed und die Medical Research Group (MRG) gekauft worden - für eine Summe von insgesamt 3,8 Mrd. US-Dollar. MiniMed sei der Weltmarktführer in der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von fortgeschrittenen medizinischen Systemen zur Behandlung von Diabetes. MRG entwickle Technologien im Bereich implantierbarer Pumpen und Sensoren in der Behandlung von Diabetes. Diese beiden Unternehmen würden den Grundstein für das neue Segment Diabetes-Therapien bilden. Im dritten Quartal habe Medtronic für 67 Mio. US-Dollar Endonetics erworben, im vierten habe Medtronic sein Portfolio mit dem Kauf von VidaMed (329 Mio. US-Dollar) erweitert.
Medtronic habe im zurückliegenden Halbjahr 3,6 Mrd. US-Dollar umgesetzt. Der Nettogewinn liege bei 685 Mio. US-Dollar. Besonders der Bereich Cardiac Rhythm Management sei hervorragend positioniert. Allein im letzten Vierteljahr habe das Unternehmen hier ein Umsatzplus von 26% verzeichnet. Bestseller seien die implantierbaren Defibrillatoren Marquis und InSync. Mit den Geräten könne die Sterberate bei den Patienten um rund zwei Drittel gesenkt werden. Eine kleine Schlappe müsse Medtronic im Vascular-Bereich hinnehmen. Klarer Marktführer bei den Ballonkathetern sei hier weiterhin Konkurrent Johnson & Johnson. Medtronic forsche zurzeit an mit Medikamenten versetzten Stents und wolle im kommenden Jahr in die klinische Testphase eintreten. Aber auch hier seien die Wettbewerber schon weiter. Johnson & Johnson und Boston Scientific würden planen, bereits im kommenden Jahr mit der Vermarktung ihrer Produkte zu beginnen. Positiv entwickle sich hingegen die Sparte Spinal. Im letzten Quartal seien hier die Umsätze um 31% auf 322,8 Mio. US-Dollar gewachsen.
Für das Geschäftsjahr 2003 rechne man mit einem Umsatz von 7,5 Mrd. US-Dollar. Den Nettogewinn schätze man auf 1,7 Mrd. US-Dollar. Das durchschnittliche Umsatzwachstum in den kommenden Jahren sehe man bei 16%. Man ermittle einen Inneren Wert von 63,74 US-Dollar. Die Verringerung zu der letzten Bewertung vom Februar ergebe sich nicht aus nach unten korrigierten Prognosen, sondern aus der Modifikation des Bewertungssystems. Zurzeit notiere der Wert bei 48,91 US-Dollar.
Damit ist Medtronic mit einer 30%igen Sicherheitsmarge eine Halteposition, so die Analysten von "IFVB".
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