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UBS Outperformer 15.11.2002
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von UBS (WKN 914830) mit Outperformer ein.
UBS würde sich nicht mehr als traditionelle Bank verstehen, sondern als Finanzdienstleister mit den beiden Geschäftsfeldern Vermögensverwaltung (Wealth Management und Vermögensverwaltung für institutionelle Kunden) und Investmentbanking. Laut Aussage des UBS-Chefs Marcel Ospel (Präsident des Verwaltungsrates) plane die UBS keine Ausrichtung in Richtung Allfinanzkonzern wie dies bei den Konkurrenten Credit Suisse und Allianz der Fall sei.
Versicherungsprodukte hätten ggf. dazugekauft werden können. Expansionsbedarf werde dagegen im amerikanischen Investmentbanking gesehen, eine Verstärkung solle jedoch erst dann erfolgen, wenn die Märkte wieder anziehen würden. Im Geschäftsfeld Private Equity wolle UBS in der Zukunft kürzer treten, nachdem in 2001 ein Verlust von 1 Mrd. sfr (Schweizer Franken) angefallen sei.
Zum dritten Quartal 2002 hätte UBS erneut ein erfreuliches Ergebnis präsentieren können. Trotz der angeschlagenen Kapitalmärkte seien die Betriebseinnahmen nur um 8% auf 8 Mrd. sfr zurückgegangen. Das Ergebnis vor Steuern sei um 5,7% auf 1,21 Mrd. sfr gesunken, das Nettoergebnis dagegen sei um 4,3% auf 942 Mio. sfr gestiegen. Das verwaltete Vermögen sei konzernweit um 15,4% auf 2,07 Billionen sfr gesunken, wobei alle Segmente leicht hätten abgeben müssen. Die Eigenkapitalrendite habe 0,2 Prozentpunkte auf 11,8% verloren, der Netto-Neugeldzufluss habe sich um 57% auf 15 Mio. sfr verringert.
Mit dem aktuellen Ergebnis habe das Unternehmen einmal mehr bewiesen, dass die diversifizierte Aufstellung und das gesunde Kreditportfolio helfen würden, die negativen Auswirkungen der Kapitalmarktbaisse abzufedern. Auch die flexiblen Kostenstrukturen seien ein Garant für das stabile Ergebnis gewesen. Für das Gesamtjahr bleibe der Ausblick unverändert. Das konsolidierte Jahresergebnis von 5 Mrd. sfr des Vorjahres werde nach Angaben des Konzernleiters Peter Wuffli nicht erreicht werden können, nicht zuletzt wegen noch zu erwartenden Firmenwertabschreibungen in Höhe von 1 Mrd. sfr.
Im Rahmen einer Vereinheitlichung werde der Konzern zukünftig nur noch unter dem Label "UBS" auftreten. Die zunehmende Vielfalt und einhergehende Verwirrung in den USA würde diesen Schritt nötig machen. Im Rahmen dessen würden im vierten Quartal derivative Firmenwertabschreibungen von einer Mrd. sfr auf die Marke "Paine Webber" nötig. UBS veräußere seinen Anteil an der Privat-Spital-Gruppe Hirslanden und treibe die Konzerntration auf Kerngeschäftsfelder damit weiter voran. Als Käufer des 91,15 prozentigen Pakets trete der BC Partner Funds auf. Der Wert der Transaktion belaufe sich einschließlich Verbindlichkeiten auf 930 Mio. sfr.
UBS habe erneut ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von maximal 3 Mrd. sfr aufgelegt. Im Rahmen einer Kapitalherabsetzung sollten die so erworbenen eigenen Aktien vernichtet werden. Die UBS Private Banking Deutschland wolle bis 2006 zu den 5 größten Anbietern im deutschen Markt für Private Banking zählen. Dabei setze UBS konsequent auf eine offene Architektur, die für Produkte Dritter offen sei. Der Anteil eigener Produkte solle nicht mehr als 20% betragen. Nach Aussage von Marcel Ospel plane die UBS keine größere grenzüberschreitende Fusion, da die kritische Masse bereits deutlich überschritten sei. Insofern liege der Fokus klar auf organischem Wachstum.
Angesichts der anhaltenden Schwäche der Aktien- und Kreditmärkte habe die UBS ein sehr gutes 9-Monats-Ergebnis erzielt, was auf ein konsequentes Kostenmanagement, aber auch eine breit gestreute Ertragsstruktur zurückzuführen sei.
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bestätigen ihre Outperformer-Einschätzung für die UBS-Aktie.
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