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Anheuser-Busch Marketperformer 12.11.2002
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Anheuser-Busch-Aktie (WKN 865178) mit Marketperformer.
Der weltgrößte Brauereikonzern habe seinen Gewinn im dritten Quartal um 11% gesteigert und damit die Analystenprognosen genau getroffen. Der Gewinn sei von 559 Mio. USD im Vorjahresquartal auf 622 Mio. USD oder 71 Cents je Aktie gestiegen. Der Konzern habe das Plus vor allem mit einem starken Umsatz in den USA begründet. Der Konzernerlös im Quartal sei um 5,2% auf 3,71 Mrd. USD geklettert. Für das laufende Quartal strebe Anheuser-Busch ein zweistelliges Wachstum beim Gewinn je Aktie an. Für das Gesamtjahr werde weiterhin mit einem Ergebniszuwachs um 14%, für 2003 mit einem Plus von 12% gerechnet.
Anheuser-Busch vertreibe weltbekannte Marken wie z.B. "Budweiser" und "Bud-Light". Im Juli 2001 habe der Konzern allerdings eine bittere Niederlage gegen die tschechische Brauerei Budvar im Streit um den Markennamen Budweiser hinnehmen müssen. So dürfe Anheuser-Busch in Deutschland kein Bier mehr mit dem Namen Budweiser auf den Markt bringen. In den USA habe die Gesellschaft einen Biermarktanteil von knapp 50%. Der Konzern sei zweitgrößter Freizeitparkbetreiber nach Walt Disney. Zu den Vergnügungsstätten würden Busch Gardens, Sea World und zahlreiche Wasserparks zählen.
Die Hauptkonkurrenten seien Adolph Coors, Heineken und Miller Brewing. Anheuser-Busch setze weltweit auf Kooperationen. So betreibe die Gesellschaft Joint Ventures in China, Japan, Mexiko und diversen südamerikanischen Ländern. Insgesamt sei der Bierproduzent in elf Ländern an in- und ausländischen Konkurrenten beteiligt. 95% des Umsatzes würden aus dem Biergeschäft und verwandten Produkten stammen, die restlichen 5% des Umsatzes würde der Konzern mit der Sparte Freizeitparks erwirtschaften. Das Unternehmen sei relativ unabhängig von Wechselkursschwankungen und weltweiten Wirtschaftskrisen, da ein Großteil des Umsatzes in den Vereinigten Staaten erzielt werde.
Das Biergeschäft sei in den USA zunehmend hart umkämpft. Trendige Importbiere und Produkte von US-Kleinbrauereien hätten den großen Anbietern wie Anheuser-Busch in der Vergangenheit zu schaffen gemacht. Mittlerweile zeige sich aber, dass die Gerstensaftnachfrage in einer Wirtschaftsflaute doch etwas vom Produktpreis abhängen würde. Dies würden besonders die im höheren Preissegment angesiedelten Biermarken aus dem Ausland sowie der Kleinproduzenten spüren. Die Preissensibilität erweise sich für Anheuser als Vorteil, um im rauen Konjunkturumfeld besser als die Konkurrenz über die Runden zu kommen. Mit den mehr als 30 Biersorten sei der Branchenriese vor allem in der mittleren bis unteren Preisklasse gut positioniert.
Da Anheuser-Busch sehr unabhängig von der Konjunkturentwicklung sei, habe sich die Aktie trotz der weltweiten Turbulenzen in den vergangen Monaten gut entwickelt. So sollte sich das Geschäft auch in den kommenden Quartalen mit soliden Wachstumsraten präsentieren. Aufgrund der relativ hohen Bewertung würden die Analysten jedoch keine größeren Aktienkursgewinne mehr erwarten.
Das Rating der Analysten der Stadtsparkasse Köln für die Anheuser-Busch-Aktie lautet Marketperformer.
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