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ABB neutral 14.11.2002
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust bewerten die ABB-Aktie (WKN 919730) mit "neutral".
Eine wenig stringente Autbauorganisation, Fehlschläge bei Zukäufen und die Rezession in wichtigen Geschäftsfeldern hätten den Investitionsgüterkonzern in den vergangenen Jahren ausgezehrt. Das erste Restrukturierungsprogramm sei bislang weitgehend wirkungslos verpufft. Deshalb sei eine weitere Verschlankung des einstigen Vorzeigeunternehmens erforderlich (Desinvestitionen 2003: Gebäudetechnik, Ausrüstung für Ölindustrie, Umsatz zusammen rund 6 Mrd. US-Dollar). Danach verblieben als Hauptstandbeine noch die Automatisierungstechnik und die Energietechnik mit einem Umsatzverhältnis von 55:45. Massive Kostensenkungen, vor allem im Personalbereich, sollten die EBIT -Marge von 1,5% in 2002 über 4% (2003) auf 8% (2005) hieven.
In den ersten neun Monaten 2002 habe ABB einen Verlust von 9 Mio. US-Dollar verzeichnet. Dieser dürfte im 4. Quartal um 150 Mio. US-Dollar anschwellen (sowohl schwächeres Betriebs- als auch Finanzergebnis). Darüber hinaus erfordere die Schieflage der Pensionsfonds einen Zuschuss von 200 Mio. US-Dollar, der direkt mit dem Eigenkapital verrechnet werde. Das nunmehr beschlossene verschärfte Maßnahmenpaket, das bis Mitte 2004 umgesetzt sein solle, ziele auf eine Senkung der Kostenquote um 4%. Es seien hierfür Einmalaufwendungen von 1,8% (2003) und 1,2% (2004) vom Umsatz geplant. Aus heutiger Sicht könnte so der Turn around gelingen. Mögliche Effekte aus Desinvestments (Buchgewinne bzw. -verluste, Abbau der Nettoverschuldung) habe man bei den Prognosen nicht berücksichtigt.
Weil die Anleger im Lichte der Erfahrungen der vergangenen Jahre noch lange Zeit Risikoabschläge vornehmen würden, seien alte Bewertungsmaßstäbe nicht mehr brauchbar. Man orientiere sich daher vorerst an einer Spanne um das Eigenkapital je Aktie von rund 2,5 Schweizer Franken (CHF). Die Höhe des Auf-/Abschlags werde durch die künftige EK-Rendite determiniert. Aus heutiger Sicht erscheine ein allzu hoher Aufschlag mit Blick auf die noch nicht vollständig beseitigte Insolvenzgefahr nicht gerechtfertigt, obwohl die Belastung aus Entschädigungen für Asbestopfer möglicherweise geringer ausfalle als erwartet. ABB strebe mittels der Insolvenz der betroffenen Tochter eine Kappung bei 1,1 Mrd. US-Dollar an.
Vorläufig sehen die Analysten von Helaba Trust bei 4 CHF eine Kursobergrenze und raten, den ABB-Titel neutral zu gewichten.
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