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Lonmin-Aktie: Ein Problem gelöst, viele bleiben 27.11.2012
Sarasin Research
Zürich (www.aktiencheck.de) - Die Analystin von Sarasin Research, Ute Haibach, hält an ihrer Heraufstufung (23.11.) der Lonmin-Aktie (ISIN GB0031192486 / WKN 856046) von "reduce" auf "neutral" fest.
Lonmin sei der weltweit drittgrößte primäre Platinproduzent. Die Minen seien alle in Südafrika domiziliert, wo die Arbeiter stark gewerkschaftlich organisiert seien und immer wieder Nationalisierungsängste aufkommen würden. Auf Basis der Produktion des Geschäftsjahres 2012 (GJ sei am 30. September geendet) weise Lonmin reichhaltige Reserven von 35 Jahren und Ressourcen von 142 Jahren auf. Dies berge die Chance auf langfristig attraktive Wachstumsraten. Die Produktion werde zu 80 bis 90% über Langfristverträge und der Rest am Kassamarkt verkauft. Gleichwohl habe die Produktionsrate der Vergangenheit aufgrund operativer Probleme nicht der guten Reservebasis entsprochen. Zudem befinde sich Lonmin im oberen Drittel der Produktionskostenkurve, was im aktuellen Umfeld, in dem schätzungsweise zwei Drittel der südafrikanischen Platinindustrie einen negativen freien Cashflow generiere (unter Einbezug aller Investitionen), ein deutlicher Malus sei.
Im GJ12 (per Ende September 2012) habe Lonmin einen Vorsteuergewinn von USD 54 Mio. verzeichnet, um außerordentliche Effekte bereinigt. Die Einmalereignisse seien mit insgesamt USD 755 Mio. jedoch relevant gewesen. Zum einen hätten sich die Kosten des Streiks auf USD 159 Mio. belaufen und zum anderen habe Lonmin eine Wertberichtigung in Höhe von USD 602 Mio. auf das Entwicklungsprojekt Akanani vorgenommen. Die cashwirksamen Produktionskosten seien um 13% zum VJ auf ZAR 8.507 je Unze Platin gestiegen.
Aufgrund der hohen Gewinnvolatilität würden die Analysten zur Bewertung das stabilere Kurs-Buchwert-Verhältnis (P/B) heranziehen. Zum einen notiere das P/B 2012E unter eins. Zum zweiten repräsentiere dies einen Abschlag von 54% zur ebenfalls in Südafrika tätigen Vergleichsgruppe und drittens von 74% zur eigenen Historie (2006-11). Nach Ansicht der Analysten reflektiere die Bewertung damit die bekannten Probleme. Die Analysten würden allerdings nicht die Konsens-Dividendenschätzungen teilen. Man rechne bis einschließlich GJ14 nicht mit einer Dividendenzahlung bei Lonmin.
Die wichtigste Weiche sei gestellt: Lonmin habe erfolgreich die notwendige Kapitalerhöhung durchgeführt und so das eigene Überleben gesichert. Es würden jedoch Unsicherheiten bestehen bleiben (z.B. Managementwechsel, Xstrata Aktienpaket). Zudem operiere Lonmin in einer Industrie, die aktuell zu zwei Dritteln einen negativen freien Cashflow generiere. Überkapazitäten und eine schwache Nachfrage würden auf den Platinpreis drücken. Gleichzeitig würden die Kosten konstant und signifikant steigen. Eine Restrukturierung erscheine schwierig. Zusammen mit den Folgen des jüngsten Streiks und den relativ hohen Produktionskosten (Lonmin befinde sich im obersten Drittel der Produktionskostenkurve) dürfte Lonmin erst im GJ15 wieder einen positiven freien Cashflow generieren. Darüber hinaus sähen die zeitlich nach hinten verschobenen Wachstumspläne noch immer optimistisch aus.
Auch die speziellen Südafrika-Risiken (Nationalisierung, BEE, Regulierung, höhere Abgaben, Streiks, Mangel an Arbeitskräften, Währung) seien zu nennen. Ihres Erachtens reflektiere die Bewertung jedoch die bekannten Probleme bereits. Zudem sollte Lonmin im Zuge einer konjunkturellen Erholung, die auch höhere Platinpreise mit sich bringe, aufgrund des hohen operativen Hebels profitieren.
Die Analysten von Sarasin Research stufen die Lonmin-Aktie daher mit "neutral" ein. (Analyse vom 27.11.2012) (27.11.2012/ac/a/a)
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