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UBS-Aktie: Konzern mit strategischem Kurswechsel 19.11.2012
Sarasin Research
Zürich (www.aktiencheck.de) - Rainer Skierka, Analyst von Sarasin Research, hebt seine Empfehlung für die Aktie von UBS (ISIN CH0024899483 / WKN UB0BL6) von "neutral" auf "buy" an.
Gleichzeitig mit der Veröffentlichung des 3Q12 Abschlusses habe die UBS mit einem Überraschungscoup aufgewartet, indem sie angekündigt habe, ihre Investment Banking-Aktivitäten drastisch auf das für das Vermögensverwaltungsgeschäft notwendige Minimum zu reduzieren. Damit sei die neue Führungsspitze der Bank einer seit langem von Analysten und Investoren geäußerten Forderung nachgekommen. Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund eines sich global verschärfenden regulatorischen und ökonomischen Umfeldes, mit einschneidenden Auswirkungen für die gesamte Finanzindustrie. Mit diesem Schritt unterstreiche die UBS zudem ihre Ambitionen, nachhaltige und attraktive Renditen für ihre Aktionäre zu erwirtschaften.
Um ihre Ziele möglichst zügig zu erreichen, erfolge eine einschneidende Umstrukturierung der bisherigen kapitalintensiven und größtenteils unprofitablen Investment Bank durch Konzentration auf ihre Kerndisziplinen Beratung, Research, Aktien, Devisen und Edelmetalle. Dagegen erfolge ein Rückzug aus Sparten vorwiegend innerhalb des Festverzinslichen-Bereichs, die aufgrund regulatorischer Veränderungen und infolge von Marktentwicklungen und Fehleinschätzungen unrentabel geworden seien. Parallel zur Neuausrichtung der Investment Bank erfolge eine signifikante Kostenreduktion, mehrheitlich getragen durch einen Personalabbau von bis zu 10.000 Mitarbeitenden oder 15% des Gesamtpersonalbestandes bis 2015, wovon der größte Teil auf New York und London sowie 2.500 Mitarbeitende alleine in der Schweiz entfalle.
Erklärtes Ziel der UBS sei die Kapitalrückerstattung an ihre in der Vergangenheit arg gebeutelten Aktionäre. Nach einer anfänglichen, symbolischen Dividende von CHF 0,10 pro Aktie für das Geschäftsjahr 2011, müsse allerdings wegen dem regulatorischen Erfordernis zur Erfüllung der Eigenkapitalziele gemäß Basel 3, voraussichtlich bis 2015 auf die Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen gewartet werden. Als künftiger Richtwert sei dafür eine nachhaltige Ausschüttungsquote von 50% des Reingewinns genannt worden, unabhängig von den normalen wirtschaftlichen Schwankungen. Durch ihre Ankündigung, das Vermögensverwaltungsgeschäft ins Zentrum ihrer Aktivitäten zu rücken und das Investment-Banking auf eine wichtige Zuliefererrolle zurückzufahren, habe die UBS unbestreitbar eine Vorreiterrolle in ihrem internationalen Konkurrenzumfeld übernommen.
Nach Erachten der Analysten werde es der UBS durch die angekündigten Schritte darüber hinaus gelingen, eine deutlich bessere Übereinstimmung von Aktionärs- und Managementinteressen zu erreichen. Allerdings stehe der "Lackmustest" noch bevor. Die angekündigten Schritte müssten sich zwangsläufig auch in einem komplett überarbeiteten Gesamtvergütungssystem widerspiegeln. Es gelte, von der "The winner takes it all-Mentalität" endgültig Abschied zu nehmen, auch um einschlägigen politischen Strömungen den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Für ein Engagement in UBS-Aktien sprechen nach Einschätzung der Analysten ferner die vernünftige Bewertung sowie die zwar durchaus ehrgeizigen aber realistischen mittelfristigen Finanzziele, deren Erreichen sich ebenfalls positiv auf die Bewertung auswirken werde. Die Analysten von Sarasin Research empfehlen die UBS-Aktie nun zum Kauf. (Analyse vom 19.11.2012) (19.11.2012/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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