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Intercell-Aktie: nur für geduldige Investoren


16.11.2012
Erste Group Research

Wien (www.aktiencheck.de) - Die Analystin von Erste Group Research, Vladimira Urbankova, stuft die Intercell-Aktie (ISIN AT0000612601 / WKN A0D8HW) unverändert mit "halten" ein.

Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse für die ersten drei Quartale 2012 hätten die Analysten ihre Prognosen in einem neuen Unternehmensbericht überarbeitet. Weil die IXIARO/JESPECT-Umsätze sich nicht so dynamisch wie früher gedacht entwickeln würden und nach der Serie der Rückschläge auch das Kooperationspotenzial derzeitig beschränkt sei, würden die Analysten ihre Umsatzschätzungen für 2012 sowie die folgenden Jahren deutlich nach unten ziehen. Die steigenden Zinskosten sowie die Zahlungen an BB Biotech (ISIN CH0038389992 / WKN A0NFN3) würden das Finanzergebnis belasten.

Obwohl die Einsparungen bei den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wesentlich stärker als bisher erwartet seien, könnten diese die negativen Entwicklungen nicht voll kompensieren. Daher wandere die Gewinnschätzung der Analysten für 2012 nach unten (von EUR -19,3 Mio. auf EUR -23,5 Mio.) und habe damit nahe dem oberen Ende der vom Management heruntergeschraubten Bandbreite zwischen EUR 20 bis 24 Mio gelegen.


Obwohl die Verzögerungen in der allerwichtigsten Pseudomonas Studie bisher nur leicht seien, hätten die Analysten - um konservativ zu bleiben - den vorgesehenen Produktlaunch um ein Jahr (auf 2016) verschoben. Weil die Studie mit dem Impfpflaster gegen pandemische Grippe nicht die gewünschten Resultate abgeliefert habe, sei Intercells Kooperation mit GSK (ISIN GB0009252882 / WKN 940561) abgebrochen worden. Da die zukünftige Impfpflasterstrategie von den noch nicht abgeschlossenen Partnerschaften und Auslizenzierungen abhängig sei, hätten die Analysten dieses Programm aus dem Bewertungsmodel vorübergehend gestrichen.

Alles das habe auch die Verschiebung des operativen Break-even um ein Jahr (in das Jahr 2015) als Folge. Das Zwölf-Monats-Kursziel der Analysten falle somit von EUR 2,60 auf EUR 2 nach unten. Die Finanzierungsrunde vom Frühling 2012 habe Intercell auf eine stabilere Basis gestellt und die offenere Kommunikation des Managements solle auch das Vertrauen der Investoren unterstützen. Nichtdestotrotz sei Intercells Investment Case nur für geduldige Investoren geeignet. Die Resultate der entscheidenden Pseudomonas-Studie würden erst in der zweiten Hälfte 2013 erwartet.

Die Analysten von Erste Group Research bestätigen ihre Halteempfehlung für die Intercell-Aktie. (Analyse vom 16.11.2012) (16.11.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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