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Alcoa Marketperformer


08.11.2002
Stadtsparkasse Köln

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Alcoa-Aktie (WKN 850206) mit Marketperformer ein.

Ein starker Preisdruck und hohe Energiekosten hätten das Ergebnis des weitgrößten Aluminiumproduzenten im dritten Quartal deutlich belastet. So sei der Netto-Gewinn von 339 auf 193 Mio. USD geschrumpft. Je Aktie entspreche dies einem Gewinn von 23 (Vorjahr 39) Cents. Ohne Berücksichtigung einer Sonderbelastung habe der Gewinn je Anteilschein 26 Cents betragen und habe damit exakt den durchschnittlichen Analysten-Erwartungen entsprochen. Den Quartalsumsatz habe Alcoa mit 5,22 (5,51) Mrd. USD ausgewiesen.

Die Gesellschaft betreibe eine anhaltende Expansionsstrategie. Die letzten größeren Übernahmen seien Cordant Technologies gewesen, ein führender Hersteller von Raketen-Antriebssystemen, sowie der Konkurrent Reynold Metals, der bis dahin drittgrößte Aluminium-Produzent. Übernahmeverhandlungen würden zurzeit u.a. mit dem australischen Minenkonzern Westen Mining laufen.


Die Hauptkonkurrenten seien Alcan, Nippon Light Metal und Norsk Hydro. Die Vorteile von Aluminium gegenüber Stahl seien vor allem das geringere Gewicht sowie die Rostfreiheit. Und im Gegensatz zu Kunststoffbauteilen lasse sich Aluminium problemlos recyceln. Alcoa gelte als eines der am besten gemanagten Unternehmen der Welt. Alcoa habe in den vergangenen Quartalen deutliche Stellenstreichungen durchgeführt, um seine Produktion effizienter zu gestalten. Der Konzern sei auf allen Wertschöpfungsebenen (Förderung, Raffinierung, Schmelzen, Verarbeitung und Recycling) tätig.

Das Unternehmen konzentriere sich verstärkt auf Produkte wie Bleche oder Felgen, welche wesentlich höhere Margen und zugleich geringere Preisschwankungen aufweisen würden als das Metall selbst. Der Konzern habe ca. 65% der Umsätze in den Vereinigten Staaten erzielt. Die Gesellschaft habe ihr Engagement in China durch eine strategische Allianz mit Chalco (Aluminium Corporation of China) ausgebaut. China sei der am stärksten wachsende Aluminiummarkt der Welt und biete entsprechende Zukunftschancen. Niedrige Aluminiumpreise würden der Branche zu schaffen machen. Einer der größten Alcoa-Konkurrenten, der US-Konzern Kaiser Aluminium, hätte bereits Anfang des Jahres Insolvenz und Gläubigerschutz beantragen müssen.

Da in der Aluminiumindustrie eine breite Produktpalette von Getränkedosen bis hin zu Flugzeugteilen hergestellt werde, sei dieser Industriezweig von wirtschaftlichen Schwankungen erfahrungsgemäß einer der am ehesten betroffenen Sektoren. Im kommenden Jahr würden die Analysten jedoch Besserung erwarten, da die Aluminiumpreise mit einer weltweiten Wirtschaftserholung wieder stärker steigen dürften. Langfristig werde der Konzern sicher an alte Wachstumsraten anknüpfen können, aktuell dürfte sich die Aktie aber nur im Rahmen des Gesamtmarktes entwickeln.

Das Rating der Stadtsparkasse Köln für die Aktien von Alcoa lautet Marketperformer.




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