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Endesa Outperformer 31.10.2002
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Endesa-Aktie (WKN 871028) mit Outperformer ein.
Der Umsatz hätte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7% auf 12,12 Mrd. EUR gesteigert werden können. Während sich das operative Ergebnis um 7,6% auf 2,26 Mrd. EUR abgeschwächt hätte, hätte man beim Nettoergebnis um 5,3% auf 1,10 Mrd. EUR zulegen können. Die Zahlen hätten am oberen Ende der Erwartungen gelegen. Für die Jahre 2002-2006 habe der Konzern einen verschärften Konsolidierungskurs angekündigt: Die geplanten Investitionen würden um 25% bzw. 3,3 Mrd. EUR gekürzt.
Spekulationen über neue außerordentliche Abschreibungen seien von Endesa zurückgewiesen worden. Demnach sei keine Erhöhung der bereits gebildeten Rückstellungen in Höhe von 2,7 Mrd. EUR vorgesehen. Das Engagement in Argentinien sei bereits vor Ausbruch der Krise gesenkt worden. Auf das Argentinien-Geschäft würde nun weniger als ein Viertel des gesamten Lateinamerika-Geschäftes entfallen. Letzteres würde einen EBIT -Anteil von ca. 40% erwirtschaften. Lateinamerika biete dem Unternehmen auf langfristige Sicht ein hohes Wachstumspotenzial, bleibe aber kurzfristig ein nicht zu unterschätzender Unsicherheitsfaktor.
Nach dem Verkauf der Tochter Viesgo für 1 ,9 Mrd. EUR an den italienischen Konzern Enel setze Endesa den Verkauf weiterer Beteiligungen außerhalb des Kerngeschäftes fort. Möglich sei eine Veräußerung des Mobilfunkanbieters Smartcom, des Immobilienunternehmens Immobiliaria Manso de Velasco, des Autobahnbetreibers Infraestructura 2000 sowie Verkäufe von Vermögenswerten im Erdgas-Bereich. Im Gegenzug seien bis 2006 Investitionen in Höhe von etwa 10 Mrd. EUR für Wartung und Erneuerung sowie für organisches Wachstum vorgesehen.
Die spanische Regierung arbeite an einer neuen Tarifstruktur, welche Anfang 2003 in Kraft treten solle. Für Endesa sei dieser Umstand ein Unsicherheitsfaktor, der aber Hoffnung auf künftig bessere und kalkulierbarere Margen nähre. In Spanien besitze das Unternehmen einen Marktanteil von mehr als 40%. In der gesamten EU gelte Spanien als Markt mit außergewöhnlichem Wachstumspotenzial, sowohl im Strom- als auch im Gasbereich.
Auf dem aktuellen Kursniveau sei die Aktie im Branchenvergleich sehr günstig bewertet. Die Abkehr von weiteren teuren Zukäufen sehen die Analysten der Stadtsparkasse Köln vor dem Hintergrund des nach wie vor relativ hohen Schuldenniveaus positiv. Das hohe Engagement in Lateinamerika und die damit einhergehenden Unsicherheiten seien nach Erachten der Analysten im Kurs ausreichend berücksichtigt. Mittel- bis langfristig biete das Engagement in der Region gutes Wachstumspotenzial. Kursfantasie entstehe zudem durch die für 2003 zu erwartende neue Tarifstruktur im spanischen Heimatmarkt.
Die guten Zahlen für die ersten neun Monate der Endesa-Aktie bestätigen die Analysten der Stadtsparkasse Köln in ihrer Outperformer-Einschätzung.
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