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Zurich Insurance-Aktie: Qualitätsaktie mit einigen Fragezeichen


19.10.2012
Sarasin Research

Zürich (www.aktiencheck.de) - Der Analyst von Sarasin Research, Martin Schwab, hält an seiner Herabstufung (17.10.) der Zurich Insurance-Aktie (ISIN CH0011075394 / WKN 579919) von "buy" auf "neutral" fest.

Zurich habe am 17. Oktober 2012 überraschend bekanntgegeben, dass in Deutschland in der Sparte General Insurance einerseits die Reserven verstärkt (d.h. erhöht) sowie ein Teil der aktivierten (d.h. aufgeschobenen und aktivierten) Abschlusskosten (DAC: Deferred Acquisition) abgeschrieben werden müssten. Davon betroffen seien hauptsächlich Haftpflichtfälle mit einer langen Schadenabwicklungsdauer (u.a. für Architekten, Ärzte und Ingenieure). Zurich schätze die Bruttoaufwendungen hierfür auf rund USD 550 Mio. resp. USD 390 Mio. nach Steuern, was in etwa 1% der Marktkapitalisierung entspreche, oder anders ausgedrückt weniger als 10% der Konsensschätzung des Konzernjahresgewinns 2012 (USD 4,3 Mrd.).


Die Untersuchung der Schadenfälle mit langer Abwicklungsdauer sei zwar mittlerweile abgeschlossen und Zurich sei zuversichtlich, dass die Rückstellungen im entsprechenden Bereich gut bemessen seien, die Überprüfung des gesamten Bereichs General Insurance Deutschland sei aber nach wie vor im Gange und werde sogar von externen Experten begleitet, was Anlass zu Spekulationen gebe.

Sei dadurch die erwartete Dividende 2012 von CHF 17 pro Aktie in Gefahr? Falls man die aktuelle Konsensschätzung pro Aktie von USD 28,30 um rund 10% (d.h. um diese Sonderbelastung) reduziere, werde deutlich, dass der diesjährige Dividendenbetrag immer noch deutlich übertroffen werde. Die Geschäftsleitung habe schon oft darauf hingewiesen, dass die Stabilität der ausgerichteten Dividende eine hohe Priorität genieße. Die Analysten würden folglich nicht mit einer Dividendenkürzung rechnen.

Im deutschen Haftpflichtgeschäft hätten bereits in früheren Jahren Sonderaufwendungen für erhöhte Rückstellungen vorgenommen werden gemusst (3Q11: USD 100 Mio., 4Q11: USD 120 Mio., 2Q12: USD 100 Mio.). Gemäß den damaligen Ausführungen des Versicherers hätten diese Probleme bereinigt sein sollen - was angesichts der Mitteilung vom 17. Oktober offensichtlich nicht der Fall gewesen sei. Entsprechend groß sei die Enttäuschung der Anleger gewesen. Zurich handle aktuell zu einer Prämie zum Sektor, die Marktreaktion auf die Ankündigung der genannten Sonderbelastungen sei denn auch deutlich gewesen (-2,7%). Falls dies ein Einzelfall sei, dürfte das Vertrauen der Anleger Schritt für Schritt wieder zurückgewonnen werden, zumal das Jahresergebnis ansonsten gut ausfallen und die hohe Dividendenrendite von über 6,5% zu Beginn des neuen Jahres wieder in den Fokus rücken dürfte.

Die Analysten von Sarasin Research erachten das Potenzial, dass die Zurich Insurance-Aktie in den kommenden Wochen den Sektor übertrifft als gering, weshalb sie den Versicherer mit "neutral" einstufen. (Analyse vom 19.10.2012) (19.10.2012/ac/a/a)




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