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Shell Marketperformer 04.11.2002
LB Baden-Württemberg
Ralph Herre, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), bewertet die Shell T & T-Aktie (WKN 852278) mit Marketperformer.
Als Folge der weltweiten konjunkturellen Abschwächung dürfte es dem Ölkonzern in naher Zukunft schwer fallen, die in den Jahren 2000 und 2001 erzielten Rekordergebnisse wieder zu erzielen. Als Folge der stark konjunkturell belasteten niedrigen Gewinnmargen im Raffinerie- und Tankstellengeschäft erwarte man für das laufende Geschäftsjahr 2002 einen Gewinnrückgang. Ferner sei im Upstream-Bereich trotz eines vor allem akquisitionsbedingten Produktionswachstums in der Öl- und Gasförderung ein Gewinnschwund zu erwarten.
Die Ursache für diese Entwicklung resultiere vor allem aus der Sondersteuerbelastung in Großbritannien sowie deutlich schwächeren Gaspreisen in den USA. Dagegen positiv wirke sich der im Vorjahresvergleich voraussichtlich etwas höhere Ölpreis aus. Aufgrund der schwachen Verbraucherpreise sowie Konsolidierungsänderungen sei in der Sparte Gas & Strom mit einer schwächeren Ertragsentwicklung zu rechnen. In der Sparte Chemie sei nach längerer Durstphase als Folge laufender Kostenverbesserungen sowie einiger Preissteigerungen ein erfreulicher Ertragszuwachs zu erwarten.
Vor dem Hintergrund einer voraussichtlich in 2003 moderat wachsenden Weltkonjunktur gehe man davon aus, dass nach einem schwächeren Jahr 2002 sich die Situation im kommenden Jahr insbesondere in den konjunkturell angeschlagenen Bereichen Gas & Strom sowie in der Sparte Ölprodukte wieder etwas entspannen sollte. Nicht zuletzt die erwartete Steigerungsrate in der Öl- und Gasproduktion dürfte es dem Konzern ermöglichen, bei einem Ölpreisniveau von rund 24,0 US-Dollar je Barrel einen Ertragszuwachs zu erzielen.
Während das adjustierte operative Ergebnis (EBITDA) in 2002 trotz diverser Konsolidierungsänderungen nahezu unverändert bleiben dürfte, erwarte man für 2003 eine Ergebnisverbesserung von knapp 8% auf 28,6 Mrd. US-Dollar. Zusätzlich belastet durch das akquisitionsbedingt belastete Finanzergebnis sowie der in Großbritannien neu eingeführten Nordsee-Sondersteuer gehe man für das adjustierte Nettoergebnis in 2002 von einem Rückgang um 23% auf 9,2 Mrd. US-Dollar aus. Für 2003 plane man einen Zuwachs von 0,6 Mrd. US-Dollar auf 10,0 Mrd. US-Dollar ein.
Begünstigt durch eine überzeugende und ausgewogene Strategiekonzeption, die das konsequente Umsetzen von Produktivitätsverbesserungen vorsehe, sehe man die Aktie von Royal Dutch und von Shell T & T sowohl auf Basis des Kursgewinnverhältnisses (KGV) als auch beim Multiplikator EV/EBITDA adjustiert innerhalb der Branche fair bewertet. Dabei habe man die noch länger anhaltende US-Dollar-Schwäche berücksichtigt, welche sich bei der Umrechnung der einzelnen Bewertungskennziffern direkt negativ auswirke und zu einem direkten Rückgang des Gewinn je Aktie führe.
Begünstigt durch das hohe Ölpreisniveau und konterkariert durch die noch schwache Weltkonjunktur weise der Ölmulti eine relativ robuste, aktuell wieder leicht verbesserte Ertragslage auf.
Da die Bewertung der Aktie von Shell T & T insgesamt fair erscheint und die Analysten der LBBW den Konzern in Bezug auf seine strategische Ausrichtung für gut aufgestellt ansehen, stufen sie den Titel weiterhin als Marketperformer ein.
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