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Saint Gobain übergewichten 04.11.2002
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust stufen die Aktie von Saint Gobain (WKN 872087) von "neutral" auf "übergewichten" herauf.
Das Geschäftsmodell des expansiven Konzerns basiere auf der fruchtbringenden Mischung aus Aktivitäten in gesättigten Märkten und Wachstumsfeldern. Zur ersten Kategorie würden große Teile des Glassegments (Umsatz-/EBIT -Anteil 2001: 39%/51%) sowie die Produktion von Baumaterialien (16%/16%) zählen. Sie würden hohe Free Cash Flows generieren, um den Ausbau des Baustoffhandels (33%/18%) und der Industriewerkstoffe (13%/15%), d.h. Keramiken, Kunststoffe, Schleif-/ Schneidplatten zu finanzieren. In allen Geschäftsfeldern seien mittlerweile TOP 3-Positionen in den relevanten Märkten (Europa bzw. Welt) erreicht. Auch durch Restrukturierung solle das Ergebnis je Aktie mittelfristig mindestens 10% p.a. steigen.
Im 3. Quartal habe der Konzernumsatz zwar 0,9% unter Vorjahr gelegen. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte hätten die Franzosen jedoch über 2% zugelegt. Dazu hätten Preiserhöhungen und Absatzsteigerungen jeweils gut 1% beigetragen. Dennoch sei der Vorstand beim Ausblick auf das Jahresergebnis vorsichtiger geworden. Ein positives Wachstum werde mit Blick auf die wohl ausbleibende Erholung in den USA und die Abhängigkeit von den Wetterverhältnissen im 4. Quartal jetzt als anspruchsvolles Ziel angesehen.
Bei den Rückstellungen für Schadensersatzforderungen von Asbestopfern in den USA sehe man keinen zusätzlichen Dotierungsbedarf, wenngleich bis Ende August 39.000 neue Klagen eingereicht und nur knapp 20.000 abgewickelt worden seien (Bestand: 103.000 vs. 83.000 Ende 2001).
Tatsächlich scheine die Asbestproblematik angesichts des allenfalls mittelbaren Kontakts der Konsumenten mit dem gefährlichen Stoff nicht so gravierend zu sein wie etwa bei den Herstellern von Haushaltsgeräten. Die durchschnittliche Schadensersatzleistung sei 2002 mit 1.800 (Vorjahr 2.000) US-Dollar pro Fall stabil und weit unter den Werten von ABB (rd. 6.000 US-Dollar) geblieben. Folglich würden sich die Prognosen für den Gesamtschaden für Saint Gobain bei 1,5 bis 3 Mrd. US-Dollar (nach Steuern: 3-6 Euro je Aktie) einpendeln. Im Vergleich zum Eigenkapital (35 Euro) bzw. Free Cash flow (2,20 Euro p.a.) stelle dies eine verkraftbare Größenordnung dar. Bei Ansatz von historisch konservativen Bewertungsrelationen lasse sich eine faire Kursspanne von 25 bis 30 Euro ableiten.
Die Empfehlung der Analysten von Helaba Trust für die Aktie von Saint Gobain lautet daher "übergewichten".
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