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Helvetia-Aktie: Assekuranz-Konzern weiterhin solide unterwegs 05.10.2012
Sarasin Research
Zürich (www.aktiencheck.de) - Martin Schwab, Analyst von Sarasin Research, stuft die Aktie von Helvetia (ISIN CH0012271687 / WKN 901219) weiterhin mit "neutral" ein.
Die Versicherungsgruppe habe für das erste Halbjahr 2012 ein robustes, leicht über den Erwartungen liegendes Ergebnis ausgewiesen. Im Nichtlebengeschäft habe sich die Combined Ratio zwar geringfügig auf 93,1% (1H11: 92,5%) verschlechtert, diese sei aber auf höhere Naturgroßschäden (Sturm Andrea im Januar; Frost im Februar; Erdbeben in Italien; verschiedene Hagelschäden) zurückzuführen gewesen, welche im Vorjahreshalbjahr nicht zu verzeichnen gewesen seien. Aufgrund der verbesserten Kostenquote sei das Nichtlebenergebnis dennoch etwas höher als erwartet ausgefallen. Insgesamt habe der 1H12-Abschluss die Erwartungen erfüllt und Helvetia habe trotz anspruchsvollem Geschäftsumfeld (volatile Finanzmärkte, tiefe Zinsen, Belastungen durch Naturereignisse) ein solides Zahlenset ausweisen können.
Aufgrund der im ersten Halbjahr weiter gefallenen Zinsen und gestiegenen Aktienkurse (+CHF 71 Mio.) würden die Vermögensanlagen steigen. Der Halbjahresgewinn (CHF 163 Mio.) sowie die erwähnten Vermögensgewinne hätten den Dividendenabgang von CHF 150 Mio. überkompensiert und das Eigenkapital um 2,3% (seit Beginn 2012) erhöht. Mögliche Anlageverluste - namentlich auf italienischen und spanischen Staatsanleihen - könnten somit verkraftet werden. Helvetias Geschäftstätigkeit in Italien und Spanien äußere sich in entsprechend hohen Investitionen in deren Staatsbonds (Italien: CHF 878 Mio. / Spanien: CHF 286 Mio.).
Insgesamt würden die GIIPS-Staatsanleihen (Griechenland, Italien, Irland, Portugal, Spanien) mit CHF 1,19 Mrd. immerhin 35% der gesamten Eigenmittel ausmachen. Die Solvenz 1 Quote (Solvency 1) liege aufgrund der gestiegenen Eigenmittel mit 224% etwas höher als Ende 2011. Zur wichtigeren Kennzahl, dem SST (Swiss Solvency Test), mache Helvetia (wie die meisten Schweizer Versicherer) weiterhin keine detaillierten Angaben, sage aber, dass die Anforderungen "erfüllt" würden (d.h. über 100% liegen).
Basierend auf der komfortablen bilanziellen Situation und der stabilen Cash FIow Generierung dürfe ein Anleger davon ausgehen, dass - falls keine größeren Schadenereignisse das zweite Halbjahresergebnis belasten würden - Helvetia eine Dividende im Umfang von mindestens jener des Vorjahres (2011: CHF 18 pro Aktie) entrichten werde. Dies entspreche auf dem aktuellen Kursniveau einer im Sektorvergleich weiterhin leicht überdurchschnittlichen Dividendenrendite von rund 5%.
Die Restrukturierungsbemühungen in Deutschland scheinen sich langsam in besseren Ergebnissen niederzuschlagen (Combined Ratio von 99.6% im 1H11 auf 98.4%), so die Analyten von Sarasin Research. Auch Italien und Frankreich hätten Fortschritte verzeichnen können. Das Tail Risk - d.h. das aufgrund des geografischen Standbeins in Südeuropa hohe Engagement in Staatsanleihen - sei aufgrund der EZB-Ankündigungen (unlimitierter Kauf von GIIPS-Staatanleihen, falls nötig) sowie der parallel hierzu eingeleiteten politischen Maßnahmenpakete etwas zurückgegangen, was Helvetias hohe Investments in GIIPS-Staatsanleihen (insbesondere Italien und Spanien) etwas weniger risikoreich erscheinen lasse.
Die vor kurzem getätigten Akquisitionen in Frankreich und der Schweiz würden die Analysten positiv beurteilen - speziell unter Berücksichtigung der seit längerem erfolgreich praktizierten Akquisitions- und Integrationsstrategie von kleineren Versicherem resp. Portfolios.
Helvetia sei auf Basis P/B und P/E historisch betrachtet zwar noch nicht ausgereizt, liege aber ziemlich genau im Sektordurchschnitt. Der immer noch stark vom Schweizer Geschäft dominierte Versicherer biete der Analysten-Beurteilung zufolge ein Kurspotenzial, welches im Rahmen des Sektors liege.
Die Analysten von stufen die Helvetia-Aktie demzufolge weiterhin mit "neutral" ein. (Analyse vom 05.10.2012) (05.10.2012/ac/a/a)
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