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Austrian Airlines Underperformer 01.11.2002
Erste Bank
Die Analysten von Erste Bank stufen die Aktie von Austrian Airlines (WKN 875224) mit Underperformer ein.
Die starke Entwicklung der Verkehrszahlen im 3.Quartal 2002, Marktanteilsgewinne sowie eine zufriedenstellende Vorausbuchungslage ließen das Management für das Gesamtjahr 2002 ein EBIT von 35 bis 40 Mio. EUR nach 24 Mio. EUR erwarten.
Diese positive Entwicklung veranlasse zu einer Korrektur der Gewinnschätzungen. Für 2002 erwarte man nun mehr einen Gewinn je Aktie von -0,48 EUR nach -0,96 EUR, für 2003 1,60 EUR nach 0,60 EUR sowie für 2004 3,72 EUR nach 1,65 EUR. Den Schätzungen liege ein äußerst optimistisches Szenario im Hinblick auf die Zins- und Wechselkursentwicklung zugrunde. Da die Finanzierung von Austrian Airlines den Schwerpunkt auf variable Verzinsung und Fremdwährungen setze, birge dies jedoch ein erhöhtes Risiko. Einen weiteren Risikofaktor würden steigende Kerosinpreise bilden, welche nur ungenügend seien. Ungewiss seien derzeit auch noch die Auswirkungen des stark steigenden Angebots an Billig-Flügen.
Wenngleich Austrian Airlines Gegenmaßnahmen ergriffen habe, so sei bei einem Anhalten des Trends ein Verlust von Marktanteilen sicher, da die Austrian Airlines strukturell in Bezug auf Kosten ganz anders aufgestellt sei und die Destinationen zum selben Preis nicht kostendeckend bedienen könne. Basierend auf einem Enterprise Value/EBITDA Vergleich notiere die Aktie von Austrian Airlines zur Zeit mit einer erheblichen Prämie. Da Enterprise Value Kennzahlen die Kapitalstrukturinhärent berücksichtigen würden, offenbare diese Kennzahl die hohe Nettoverschuldung der AUA als deren Achillesferse.
Für das Jahr 2002 rechne man mit einer Schuldentilgung von 140 Mio. EUR. Dabei würden 62 Mio. EUR aus einem Cash-Abbau resultieren, was die Nettoverschuldung lediglich um 78 Mio. EUR kürze. Da man zudem von einem Verlust für das Gesamtjahr 2002 aus gehe und dies sich im Eigenkapital vermindernd niederschlage, glaube man an ein Verharren des Gearing Ratio auf dem enorm hohen Niveau von ungefähr455%. Die Luftfahrtindustrie zeige ohne dies eine erhebliche Empfänglichkeit gegenüber externen Faktoren. Die bilanzielle Lage der AUA erhöhe jedoch ihr Risikoprofil in beträchtlichem Maß.
Auch wenn die Berichterstattung über das Unternehmen weiterhin positiv sein wird und man aufgrund des traditionell starken 3.Quartals gute Ergebnisse erwarte, halten die Analysten von Erste Bank ihre Underperform-Empfehlung der Aktie von Austrian Airlines aufgrund der oben genannten Risiken weiterhin aufrecht.
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